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  • Sniper Elite 3: Wie gut ist der Stealth-Shooter? - Lesertest von pzyYchopath

    [b]Wiederholungstäter:[/b] Auch im dritten Teil der Elite-Sniper-Reihe steht Karl Fairburn im Mittelpunkt der dünnen Handlung. Quelle: Rebellion

    Mit dem dritten Teil der Sniper-Elite-Reihe versucht sich Rebellion erneut an einem Spiel, in dem die Action nicht zu kurz kommt, welches aber vor allem Stealth-Fans ansprechen soll. Ist der Shooter nach den eher schwachen Vorgängern endlich etwas für die Scharfschützen unter uns?

    Sniper Elite 3 führt uns auf den schwarzen Kontinent in den nordafrikanischen Konflikt des zweiten Weltkriegs. Der aus den Vorgängern bekannte Scharfschütze Karl Fairburne soll dort einen General namens Vahlen ausfindig machen, ihn töten und eine geheime Nazi-Superwaffe zerstören. Die Geschichte wird in kleinen Zwischensequenzen erzählt. In der ersten Hälfte des Spiels geht es vor allem darum, eine Spur zu finden, die euch zu Vahlen führt. Alles in allem hat die Story nicht viel zu bieten. Es wird kaum jemanden geben, der sich alle Zwischensequenzen ansieht und dabei gefesselt mitfiebert. Ich habe sie alle übersprungen, da für mich nur das Gameplay interessant war. Klar, der zweite Weltkrieg bietet wenig Spielraum für ausgefallene Geschichten, wenn es sich um einen Shooter handelt, aber deutlich mehr wäre allemal drin gewesen. Zumal gegen Ende die Story und das Gameplay wenig mit einer sogenannten Elite der Scharfschützen zu tun hat.

    Gameplay und Missionen

    Hinterhalt: Wer sich an seine Gegner anschleicht, ist klar im Vorteil. Hinterhalt: Wer sich an seine Gegner anschleicht, ist klar im Vorteil. Quelle: Rebellion Der Third-Person-Shooter verlangt von euch langsames vorgehen, gezieltes Töten der Feinde und taktisches Nachdenken: "Wo gehe ich jetzt lang? Eher durch den Hangar, oder doch den langen Weg außen herum, wo mich aber feindliche Scharfschützen sehen könnten? Schalte ich präventiv mehrere Gegner aus, um freie Bahn zu haben, obwohl ich damit riskiere, dass deren Leichen gefunden werden?"
    Das Spiel bietet euch in jedem Abschnitt halbwegs offene Level. Rebellion scheut sich allerdings nicht davor, euch in sogenannte Flaschenhälse zu lotsen, in denen ihr weder vernünftig aus dem Hinterhalt schießen, noch die Gegner umgehen könnt. Das nervt, denn das Spiel ist ziemlich schwer. Karl hält nur ein paar Salven der deutschen Wehrmacht aus, bevor er umkippt. Vergesst ihr dann, manuell zu speichern, könnt ihr euch auf weit auseinanderliegende Checkpoints freuen. Und das frustriert teilweise sehr. Diese Engstellen mit Unmengen an Gegnern sind auch deshalb so schwierig, weil ihr für eure Maschinenpistole und die Pistole nur wenig Munition habt und diese Waffen extrem unpräzise sind.

    Röntgenblick: Mit der Kill-Cam wird euch angezeigt, wo ihr den Gegner getroffen habt. Röntgenblick: Mit der Kill-Cam wird euch angezeigt, wo ihr den Gegner getroffen habt. Quelle: PC Games Hardware Könnt ihr aber auf freier Fläche spielen, wie es sich für Scharfschützen gehört, zeigt das Spiel was in ihm steckt. In Sniper Elite 3 gibt es mehrere grundlegende Mechaniken, die sich durch alle Kapitel ziehen und die ihr benutzen könnt. Zum Beispiel der Stellungswechsel: Schießt ihr, ohne euren Schuss durch Umgebungsgeräusche wie etwa ratternde Flugzeuge oder das Geschützfeuer der Haubitzen zu übertönen, hören die Feinde euch, können aber nicht lokalisieren, aus welcher Richtung das Geräusch kam. Daraufhin erscheint eine Warnung, die euch auffordert eure Position zu verlassen, damit eure Spur verschwindet. Meistens müsst ihr ungefähr 50 Meter weit laufen bis der Feind aufhört nach euch zu suchen. Das mag zwar etwas unglaubwürdig erscheinen, jedoch ist dieses Feature sehr gut umgesetzt, denn ein Scharfschütze wechselt nun mal nach jedem Schuss die Position, um sich nicht angreifbar zu machen. Außerdem könnt ihr im Nahkampf Feinde mit dem Messer töten. Das klappt meist wunderbar einfach und schnell. Die Gegner sind stellenweise jedoch wirklich dämlich. Als Ablenkung könnt ihr einen Stein werfen und sie laufen brav dorthin, wo der Stein aufschlägt. Spätestens hier merkt man dem Spiel an, dass es nicht sehr viel Abwechslung bietet. Im Grunde könnt ihr jedes Level mit der selben Taktik durchspielen. Es gibt keine veränderten Bedingungen wie beispielsweise eine Gefangennahme, bei der euer Equipment gestohlen wird oder Zeitdruck - abgesehen von der Eskortierungsmission.

    Gleichzeitig gibt euch das Spiel etwas, dass zum Beispiel Call of Duty schmerzlich vermissen lässt: Spielerische Freiheiten und eigenes Vorgehen. Hier gibt es keine Mission, in welcher euch exakt vorgeben wird, wie ihr zu schleichen habt, auf wen ihr als nächstes feuern und welchen Weg ihr gehen müsst. Herausfinden und lernen lautet die Devise, denn es führen viele Wege zum Erfolg. Manche leichter als andere, aber meist gibt es immer eine Lösung. Genau diese Freiheit ist es, was über die Monotonie hinwegtröstet. Zumal das Actionspiel schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ziemlich fordernd ist. Die Sabotage der gegnerischen Ausrüstung und das Schleichen funktioniert alles in allem sehr gut, auch wenn es manchmal etwas hakt. Beispielsweise wenn ihr euch nicht verstecken könnt, weil Karl sich nicht richtig an die Wände presst. Außerdem gibt es nur ein rudimentäres, kontextbasiertes Deckungssystem. Als Bonus bietet euch das Spiel noch einen Koop-Modus, in der ihr die Kampagne zu zweit bestreitet. Das macht durchaus Spaß, erfordert aber viel Geduld und vor allem Absprache untereinander. Die Kill-Cam, die detailliert anzeigt, wo der Gegner getroffen wurde, solltet ihr dann ausschalten, da sie den Spielfluss immer unterbricht, egal wer geschossen hat.

    Grafik und Sound

    Explosiv: Auch der dritte Teil der Elite-Sniper-Reihe geizt nicht mit Action. Explosiv: Auch der dritte Teil der Elite-Sniper-Reihe geizt nicht mit Action. Quelle: PC Games Hardware Grafisch ist der Shooter durchaus hübsch anzusehen. Zwar ist das Setting wenig abwechslungsreich, da Karl nur in der Wüste unterwegs ist, aber Lichteffekte und Animationen machen schon was her. Zudem sind die Level auch sehr groß, dafür bedient sich Rebellion deutlich sichtbar an dem immer gleichen Level-Design. Ihr begegnet ständig den selben Gebäuden und die Gegner besitzen allesamt null Individualität. Der Sound ist gut, das Abfeuern der Waffen und die Geräusche der Umgebung klingen glaubwürdig. Die deutsche Synchronisation ist okay, doch es gibt sehr wenige interessante Dialoge und die Zurufe der Gegner wiederholen sich ständig. Die Musikuntermalung ist das typische orchestrale Gedudel, welches ihr schon aus den alten Medal-of-Honor-Spielen kennt. Nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht.

    Fazit und Wertung

    Ist Sniper Elite 3 also ein gutes Spiel? Ja und Nein. Einerseits macht es vieles besser als beispielsweise Call of Duty, andererseits ist es routiniert und wenig besonders. Alles in allem besitzt der dritte Teil der Reihe deutlich mehr Spielwert als andere Spiele seiner Art. Wer einen recht knackigen, aber storymäßig anspruchslosen Shooter spielen möchte, in dem Schleichen und zielgenaues Schießen im Vordergrund steht, macht hier nichts falsch. Erwartet nur kein Meisterwerk, dazu fehlt dann doch die Abwechslung und eine interessante Handlung.

    Ich vergebe dafür 7 von 10 Punkten.

  • Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3
    Developer
    Rebellion
    Release
    27.06.2014
    Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von pzyYchopath
    Danke für die positiven Stimmen. Ich schreibe demnächst mehr Tests, da kommen aber vor allem etwas ältere Spiele dran,…
    Von Gamemaster1883
    Habs auch noch vor mir zu holen.Freu mich schon auf den Coop Modus.Ist mit PSN Kumpel schon abgemacht das wir das…
    Von I3uschi
    Hui ein Lesertest von Pzyychopath, GW für die Veröffentlichung. :)Sniper 3 hat mir gut gefallen, zusammen mit einem…
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von pzyYchopath
        Danke für die positiven Stimmen. Ich schreibe demnächst mehr Tests, da kommen aber vor allem etwas ältere Spiele dran, mit denen ich mich aktuell befasse. Unter anderem Dragon Age Inquisition, Battlefield 4, Battlefield Hardline, Styx und Pure Pool
      • Von Gamemaster1883
        Habs auch noch vor mir zu holen.Freu mich schon auf den Coop Modus.Ist mit PSN Kumpel schon abgemacht das wir das machen wollen.Auf YouTube hab ich ein Lets Play gesehen.Sehr cooles Game.
      • Von I3uschi
        Hui ein Lesertest von Pzyychopath, GW für die Veröffentlichung. :)

        Sniper 3 hat mir gut gefallen, zusammen mit einem Freund aber noch besser. Allerdings ist Teil 3 "mainstreamiger" als Teil 2, der 2. Teil hatte mMn mehr Flair.
        Aber zocken sollte man den 3. Teil schon einmal, ist ziemlich kurios wenn man einen übelst genauen "Ballshot"  hinbekommt und sich darüber amüsiert... VOR ALLEM ALS MANN! ;):hoch:
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Sniper Elite 3
Sniper Elite 3: Wie gut ist der Stealth-Shooter? - Lesertest von pzyYchopath
Mit dem dritten Teil der Sniper-Elite-Reihe versucht sich Rebellion erneut an einem Spiel, in dem die Action nicht zu kurz kommt, welches aber vor allem Stealth-Fans ansprechen soll. Ist der Shooter nach den eher schwachen Vorgängern endlich etwas für die Scharfschützen unter uns?
http://www.gamesaktuell.de/Sniper-Elite-3-Spiel-33574/Lesertests/Sniper-Elite-3-Lesertest-1186502/
25.02.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2014/02/Sniper_Elite_3_Screenshot_Enthuellung__4_-gamezone_b2teaser_169.jpg
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