Silent Hill: Homecoming
Was hab ich mich auf das Spiel gefreut! Es ist kaum in Worte zu fassen! Nun hab ichs einmal durchgespielt und ich bin, wie es eigentlich zu erwarten war, enttäuscht! Ein wenig zumindest...
Aber alles der Reihe nach.
Story:
Alex Sheperd, ein Soldat (oder doch nicht?) wird wegen Kriegsverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert und als er auf der Trage seine Augen öffnet, findet er sich in Mitten des größten Horrors! Ein stummer Arzt fährt den gefesselten Protagonisten durch die dunklen Gänge des Krankenhauses und in den Zimmern neben ihm werden Menschen auf bestialischste Weise gefoltert und verstümmelt. Im OP angekommen, wird er allein gelassen und kann sich befreien...
Nach dem kurzen Krankenhausabschnitt wacht er als Anhalter in einem Truck auf und stellt fest, dass es alles nur ein Traum war. Fast... Als er in seiner Heimatstadt Sheperd's Glenn ankommt, liegt ein zäher Nebel über der Stadt und alles scheint wie ausgestorben...
Im Groben handelt es sich in SHH um Alex, der seinen kleinen vermissten Bruder Joshua finden muss. Im Laufe der Geschichte entpuppt sich der Horrortrip als ein echtes Familiendrama! Außerdem werden viele Kernelemente der Vorgänger aufgegriffen, sogar Teile des SH Films erkennt man wieder. Die Mischung ist gut, allerdings kommt die Story etwas träge in Fahrt und man tappt bis kurz vor dem Ende im Dunkeln, bis man sich endlich völlig im Klaren ist, wie Sheperd's Glenn, Silent Hill und "Der Orden" miteinander in Verbindung stehen.
Gameplay:
SH-Kenner werden sich hier erst mal etwas umgewöhnen müssen. Die Action steht zwar auch hier nicht im Vordergrund, da Alex aber über wesentlich mehr Kampferfahrung verfügt, als alle bisherigen SH-Protagonisten, ist das Kampfsystem entsprechend angepasst worden. Man kann leichte und schwere Attacken ausführen, gegnerische Angriffe blocken oder ihnen ausweichen und sogar Kombos vollbringen. Doch das heißt nicht, dass die Monsterbrut im Vorbeigehen zu beseitigen ist! Was hab ich mich teilweise zusammenreißen müssen, nicht einfach loszuschreien, wenn 5 Nurses im völligen Wutrausch mit Messern auf mich losgegangen sind und mir kaum Zeit zum Zuschlagen oder Ausweichen gegeben haben. Manche Gegner sind eher verhalten, andere wiederrum extrem aggressiv! Da Munition für die Schußwaffen so selten wie noch nie zu finden ist, kriegt man es jedesmal mit der Angst zu tun, wenn das Taschenradio ein Signal von sich gibt,
Geschossen wird nun übrigens aus der Schulter-Perspektive und Auto-Aiming gibts nicht mehr.
Ähnlich wie die Kämpfe fallen auch einige der Rätsel aus. Ok, schwere Rätsel sind ja ne schöne Sache, doch wenn sie durch Bugs noch erschwert werden, hört der Spaß auf. Das Uhrenrätsel in Alex'Haus ist reine Rumprobiererei, da das Spiel auf die relativ offensichtliche Lösung nicht reagiert. Durch Recherchen habe ich rausgefunden, dass viele Gamer hier unterschiedliche Lösungen haben. SCHLAMPEREI!
Der Rest des Gameplays ist eigentlich bekannte Kost: Erforschen, Kämpfen, Türen öffnen, Rätsel lösen,...
Der erhöhte Schwierigkeitsgrad tut dem Spiel aber ganz gut, so bleiben die Kreaturen wenigstens furchterregend...