Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Shadow Warrior in der Hands-on-Vorschau mit Video: Serious Sam trifft Katana-Schnetzler

    Shadow Warrior auf der Gamescom angespielt: Ein überraschend launiger Ego-Shooter für Erwachsene Quelle: Devolver Digital

    Geheimtipp von der Gamescom: Warum erwachsene Fans von Ego-Shootern, japanischen Schwertkämpfen oder der Painkiller-Serie trotz simplem Spielprinzip, linearen Levels und mieser B-Movie-Story das extrem brutale Shadow Warrior im Auge behalten sollten, verraten wir euch in unserem Preview-Artikel zum neuen Spiel der Hard Reset-Macher.

    Die Frage, die alles verändert, mutet im ersten Moment harmlos an: "Hey, willst du nicht auch mal spielen?" Ich bejahe höflich, will den Entwickler ja nicht vor den Kopf stoßen, der mir zuvor 20 Minuten lang gezeigt hat, wie man in Shadow Warrior mit einem Katana hässliche Dämonenfratzen auf zwölf unterschiedliche Arten in Scheiben schneiden kann. Langeweile droht sich breit zu machen. Ich setze mich gegen besseres Wissen vor den übergroßen Monitor des bereitgestellten PCs und schmiege meine Hände an Maus und Tastatur … nur um wenige Augenblicke später wie ein kleiner (aber natürlich volljähriger!) Junge bis über beide Ohren zu grinsen, wenn die polygonarmen Gegner, die meinem virtuellen Alter Ego vor die Flinte laufen, in lachhaft großen Blutwolken explodieren. Was im ersten Moment so ideenlos und spannungsarm aussieht, entpuppt sich als kranker Spaß. Shadow Warrior ist pubertäre Trash-Unterhaltung für Erwachsene: Laut, knallig und übermäßig brutal. Auf eine überspitzte, humorvolle Art und Weise.

    Die vier Spezialfähigkeiten lockern die Gefechte auf und lassen sich mit gesammeltem Geld detailliert aufrüsten. Die vier Spezialfähigkeiten lockern die Gefechte auf und lassen sich mit gesammeltem Geld detailliert aufrüsten. Quelle: Devolver Digital Big Trouble in Little China

    Die Geschichte von Shadow Warrior erinnert an zweitklassige Hongkong-Filme mit einer kräftigen Portion Fantasy: Lo Wang arbeitet als Bodyguard für einen Mega-Konzern und kommt in den Besitz eines magischen Katanas – gerade rechtzeitig, um eine dämonische Invasion aus einer Paralleldimension abzuwehren, unterstützt von einem abtrünnigen Geisterwesen aus eben jener finsteren Welt. Auf der Gamescom zeigt mir der Story-Autor von Entwickler Flying Wild Hog (Hard Reset) das Spiel hinter verschlossenen Türen und selbst der muss schmunzelnd eingestehen: "Die Handlung ist ein bisschen kitschig." Die Untertreibung des Jahrhunderts. Egal, in den Spielen von Flying Wild Hog, dessen Belegschaft zu großen Teilen aus dem ehemaligen Painkiller-Team bei People Can Fly besteht, ging es ohnehin noch nie um den Plot. Ich bin regelrecht überrascht, dass das Studio überhaupt einen fest angestellten Schreiberling unterhält. Ein unbezahlter Praktikant hätte wohl einen ähnlich guten Job abgeliefert.

    Er hätte dem Protagonisten von Shadow Warrior wohl aber nicht solche scharfzüngigen Kommentare auf den Leib geschneidert, wie sie im Spielverlauf ertönen. Das erinnert an einen anderen Ego-Shooter mit dem Titel Shadow Warrior, der hierzulande indiziert ist. Seiner Vorlage trägt das neue Shadow Warrior darüber hinaus Rechnung mit (nicht benutzbaren) virtuellen Spielautomaten, auf denen der Titelbildschirm des Originals eingeblendet wird – auch das erste Serious Sam ist so im Spiel vertreten, inklusive unverkennbarer Titelmelodie. Solche humorvollen Anspielungen gibt es in Shadow Warrior zuhauf. Genauso wie die süßen Kaninchen, die in manchen der durchweg asiatisch angehauchten Levels durch Schilf- und Bambus-Wälder streifen. Irre: Die Häschen lassen sich zuweilen beim jugendfrei inszenierten Beischlaf beobachten. Ja, diesen Satz habt ihr gerade wirklich gelesen.

    Bossgegner (hinten links) versetzen ihre Untergebenen in Rage, was diese zu deutlich zäheren Gegnern macht als normalerweise. Bossgegner (hinten links) versetzen ihre Untergebenen in Rage, was diese zu deutlich zäheren Gegnern macht als normalerweise. Quelle: Devolver Digital Ratz-fatz durchgeschnetzelt

    Spielerisch wirkt Shadow Warrior wie das uneheliche Kind von Painkiller und Hard Reset – ein Kind, das mit Steroiden vollgepumpt wurde und am Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom leidet. Der Charakter rennt wie zur guten, alten Zeit des Shooter-Genres irre schnell durch die linear aufgebauten Level-Korridore und zerlegt die automatisch in die Landschaft gebeamten Feinde im Akkord mit Katana und neun anderen Schusswaffen, bis sich eine magische Barriere öffnet und es weitergeht. Jeder Level ist in mehrere kleine Abschnitte eingeteilt – dazwischen gibt es zwar keine Ladezeiten, aber das Spiel blendet eine Bewertung meiner Leistung ein, die von einem bis fünf Sternen reicht. Denn Shadow Warrior ist ein Highscore-Spiel: Ein Kombosystem vergibt für jeden meiner Angriffe Punkte; besonders spektakuläre Mehrfach-Kills lassen den Zähler rasant in die Höhe schnellen. Die Umgebungen sind vollgestopft mit explosiven Fässern und anderen Gefahrquellen, die ich clever nutzen kann, um besonders hohe Punktzahlen zu erreichen.

    Wer mag, kann die Kampagne durchspielen, ohne jemals eine andere Waffe als das Katana zu benutzen. Wer mag, kann die Kampagne durchspielen, ohne jemals eine andere Waffe als das Katana zu benutzen. Quelle: Devolver Digital Nebenbei sammele ich noch Geld ein, mit dem ich jederzeit meine Knarren (Schrotflinte, beidhändig geführte Uzis, Raketenwerfer, Flammenwerfer und, und, und) im Menü verbessern kann. Außerdem warten ein halbes Dutzend Talentbäume darauf, von mir nach und nach mit neuen Fähigkeiten bestückt zu werden: So lege ich fest, wie gut mein virtuelles Alter Ego mit dem Katana hantiert, wie schnell er sich bewegt oder wie mächtig die vier Spezialfähigkeiten ausfallen. Mit diesen heilt sich der Held auf Knopfdruck selbst, wirft Gegner zurück, fängt Geschosse per magischem Schutzschild ab oder schleudert nahe Feinde mittels Druckwelle in die Höhe, wo sie ähnlich wie in Bulletstorm für kurze Zeit hilflos schweben. Die Zauber lassen sich unbegrenzt verwenden, denn es gibt kein Mana. Allerdings erhöht die dauerhafte Nutzung der Spezialfähigkeiten die Wut (Rage) der umgebenden Monster. Das resultiert darin, dass sich Feinde schneller bewegen, mehr Schaden aushalten und im Nahkampf kräftiger austeilen. Auch Bossgegner erhöhen den Rage-Faktor ihrer Untergebenen, weshalb ich die dicken Brummer idealerweise als erstes ausschalte. Klasse Idee: Eine New-Game-Plus-Option erlaubt nach dem einmaligen Durchspielen der Kampagne, das Spiel auf einem höheren Schwierigkeitsgrad mit allen bislang freigeschalteten Verbesserungen erneut anzugehen.

    Gewöhnungsbedürftig: Entwickler Flying Wild Hog hat die Shooter-übliche WASD-Maus-Steuerung um einen Kniff erweitert, mit dem ich Spezialangriffe per Katana (Rundumschlag, aufgeladener schwerer Schlag, etc.) und die vier Magie-Fähigkeiten aktiviere. Auf einen schnellen Doppeldruck einer der vier Richtungstasten folgt das Drücken und Festhalten der linken oder rechten Maustaste. Das fühlt sich im ersten Moment ungewohnt an, stellt aber eine kleine Zusatzherausforderung dar und erlaubt sehr variantenreiche Schlagkombos im Nahkampf, zumal der Held auch noch Tritte verteilen kann.

    Einige Körperteile besiegter Feinde lassen sich als sogenannte Dämonenwaffen einsetzen, etwa einen Kopf, der Laserstrahlen aus den Augen schießt. Einige Körperteile besiegter Feinde lassen sich als sogenannte Dämonenwaffen einsetzen, etwa einen Kopf, der Laserstrahlen aus den Augen schießt. Quelle: Devolver Digital Die coolste und zugleich ekligste Art und Weise der Gegnerentsorgung stellen übrigens die Dämonenwaffen dar: Manche Feinde hinterlassen bei ihrem Ableben besondere Körperteile, die sich aufsammeln und als Waffe verwenden lassen. So nutze ich beim Anspielen etwa das noch pulsierende Herz eines Monsters, um Gegner in die Luft zu heben und sie wie eine Zitrone auszupressen, passende Blutfontänen inklusive. Oder mein Charakter gräbt seine Finger in die Gehirnmasse eines abgetrennten Dämonenkopfs, dessen Blick ähnlich fatale Ergebnisse erzielt wie das Haupt der Medusa in der griechischen Mythologie. Statt die Gegner vor ihm zu Stein erstarren zu lassen, verschießt der Kopf aber Laserstrahlen aus den Augen. Krank! Alle Dämonenwaffen haben nur begrenzten "Saft" und müssen nach ein paar Sekunden ausgetauscht werden. Aber an abgetrennten Körperteilen herrscht in Shadow Warrior nun wirklich kein Mangel!

    Indizierungsgefahr

    Die überdrehte Gewaltdarstellung sorgt bei mir zwar für ein vages Unwohlsein, aber die Entwickler geben sich optimistisch, dass Shadow Warrior eine Ab-18-Jahren-Freigabe der USK erhält: "Es sind doch nur Fantasie-Monster!" Das trifft zwar auf die von mir gespielte Version zu, aber das fertige Spiel soll auch Katana-Kämpfe gegen menschliche Gegner enthalten: Normalerweise ein sicherer Indizierungsgrund. Es könnte also sein, das erwachsene Spieler zur Importversion greifen müssen, die es ohnehin nur auf digitalem Weg zu erstehen gibt: Shadow Warrior erscheint am 26. September 2013 über Steam, Gog.com, den Humble Store und Get Games.

    03:43
    Shadow Warrior: Nur für Erwachsene - der rabiate Shooter im Hands-on-Gameplay-Video
  • Shadow Warrior 2013
    Shadow Warrior 2013
    Developer
    Flying Wild Hog
    Release
    26.09.2013

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1085733
Shadow Warrior 2013
Vorschau: Serious Sam trifft Katana-Schnetzler
Geheimtipp von der Gamescom: Warum erwachsene Fans von Ego-Shootern, japanischen Schwertkämpfen oder der Painkiller-Serie trotz simplem Spielprinzip, linearen Levels und mieser B-Movie-Story das extrem brutale Shadow Warrior im Auge behalten sollten, verraten wir euch in unserem Preview-Artikel zum neuen Spiel der Hard Reset-Macher.
http://www.gamesaktuell.de/Shadow-Warrior-2013-Spiel-32563/Specials/Shadow-Warrior-in-der-Vorschau-1085733/
28.08.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/08/SW_Screen_4-pc-games_b2teaser_169.jpg
specials