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  • Serious Sam 2

    Dauer-Action zwischen Farbenrausch und Hülsenflug! Serious Sam meldet sich mit einem fulminant inszenierten Auftritt an der Ballerfront zurück. Wir haben uns in einer fast fertigen Version an die Fersen des Comic-Terminators geheftet.

    Weißes T-Shirt, blaue Jeans, flache Birne und kantiges XXL-Kinn: So kommt Serious Sam, der simpel gestrickte Ballerheld mit der Vorliebe für überdimensionale Kanonen, auch in seinem zweiten Abenteuer daher. Aber nicht nur äußerlich zeigt sich der Held fast unverändert, auch seine Philosophie (erst schießen, dann fragen) ist die gleiche -- zum Glück!

    Time to get serious ...

    Blam! Bevor wir uns lange mit der (noch unfertigen) Story der Vorabversion beschäftigen, schicken wir Sam lieber gleich auf die erste Mission seines jüngsten Abenteuers. Mit der Standardwaffe in der Hand stürmen wir im ersten Level durch die Landschaft und wundern uns über das idyllische Szenario. Links und rechts ragen riesige Palmen in den Himmel, und in einiger Entfernung erspähen wir einen blitzsauberen Sandstrand inklusive kleiner blauer Sonnenschirme. Ja, genau das richtige Ambiente, um mal so richtig ... durchzudrehen und scharenweise Monster niederzumetzeln. Denn bevor wir uns an der Traumkulisse satt sehen können, fliegen schon merkwürdige grüne Kokons durch die Luft. Die schleimigen Klumpen landen kurz vor unseren Füßen, verwandeln sich in riesige Mäuler auf zwei Beinen, die offensichtlich scharf auf Menschenfleisch sind. Urlaub abgesagt, Schluss mit Tagträumen, Sam: Ballern ist angesagt!

    Tradition verpflichtet

    In seinem dritten Ausflug auf die Schlachtfelder der von Oberbösewicht Mental bedrohten Galaxis hat unser Held nur bedingt dazugelernt. Aber Hand aufs Herz: Wer erwartet denn ernsthaft von einem Serious Sam-Titel Gehirnakrobatik oder herausfordernde Puzzles? Das heißt selbstverständlich nicht, dass Sam sich im Jahr 2005 mit der Technik von Anno Tobak herumschlagen muss. Ganz im Gegenteil: Wie es sich für einen gestandenen Ego-Shooter gehört, nutzt Teil zwei eine komplett neu entwickelte Engine, die sinnigerweise auf den Namen »Serious Engine 2« hört.

    Diese neue Technik kann nicht nur massenweise detaillierte Gegner, Objekte und Gebäude gleichzeitig darstellen, sie läuft auch bereits in der von uns gespielten Vorabversion erstaunlich stabil und flüssig, selbst wenn wir uns mit einem ganzen Dutzend riesiger Zwischenbosse herumschlagen. Besonders beeindruckend sind die stufenlos angepassten Texturen, die immer detaillierter werden, je mehr wir uns einem Objekt nähern. Das geht soweit, dass wir bei einigen Standardgegnern in der höchsten Detailstufe jede einzelne Falte auf der Haut erkennen können -- bevor wir sie stilecht mit dem Raketenwerfer in tausend Stücke schießen.

    Staplerfahrer Sam

    Eine weitere Stärke der neuen Technologie ist die zeitgemäße Physik-Engine, die unter anderem für die Ragdoll-Effekte und das Zusammenspiel von Charakteren und »unbelebten« Objekten in der Welt verantwortlich ist. Das bedeutet, dass wir etwa Gegenstände wie Kisten oder Vasen nicht nur zerballern, sondern mit schwächeren Kalibern oder Streifschüssen auch vor uns herschießen oder umwerfen können.

    Wer weniger martialisch vorgehen will, kann beispielsweise Kisten per »Benutzen«-Taste in die Hand nehmen und an beliebiger Stelle ablegen. Auf diese Weise lassen sich einige kleinere Rätsel im Spiel lösen, indem wir uns etwa eine behelfsmäßige Leiter zurechtzimmern, über die Sam an einen ansonsten unerreichbaren Ort gelangt (siehe Kasten).Im Jahr eins nach Half-Life 2 ist das zwar alles andere als Bahn brechend, funktioniert im Spiel aber sehr gut und sorgt für Abwechslung zwischen den Massenschlachten. Die Mini-Rätsel haben also nichts mit unserem Weg zum Levelausgang zu tun, sie dienen lediglich als Schmankerl nebenher und werden folgerichtig »nur« mit besonders dicken Bonusgegenständen belohnt.

    Lachen oder schießen?

    Wie von einem Serious Sam nicht anders zu erwarten, gibt's im gesamten Spiel so gut wie keine Feinde, die wir wirklich ernst nehmen können. Die brüllenden Kamikaze-Bomber aus den eineinhalb Vorgängern sind zwar wieder mit von der Partie, aber bei Weitem nicht das Absurdeste, was uns in Teil zwei vor den Lauf rennt. Neben zombifizierten Börsenmaklern (ausstaffiert mit Nadelstreifen und Schrotflinten) bekommen wir es unter anderem mit Football-Fröschen, aufziehbaren Killer-Nashörnern, beinamputierten Cyber-Dämonen, mechanischen Spinnen im haushohen XXL-Format und übergewichtigen Teufelsweibern zu tun.

    Fast genauso schön wie die Monster selbst sind ihre individuellen Sterbeanimationen. Mal hauchen die Gegner kreischend ihr Leben aus und klappen einfach zusammen, meist jedoch brechen sie spektakulär auseinander und verflüchtigen sich in einer riesigen Wolke aus knallbunten Körperflüssigkeiten und wild herumfliegenden Gliedmaßen.

    Globale Vernichtung im Handgepäck

    Wer ordentlich metzeln will, braucht ein anständiges Waffenarsenal, und Sam schleppt meistens Ausrüstung für eine ganze Kompanie mit sich herum. Gerade zu Beginn des Spiels jedoch ballern wir uns mit recht durchschnittlichen Standardknarren durch die Gegnerreihen. Die wirklich verrückten Mordinstrumente finden wir erst in späteren Abschnitten. Als Grundausstattung stehen unserem Helden gleich zwei Kanonen zur Verfügung, die beide über ein bodenloses Magazin verfügen: Standardwaffe Nummer eins ist eine Art Laserpistole, die wir durch Halten der Feuertaste aufladen und so eine stärkere Ladung abfeuern können. Die zweite Serienwumme ist ein großkalibriger Revolver im Doppelpack, der zwar böse ausschaut, aber relativ geringen Schaden anrichtet. Einen alternativen Feuermodus hat übrigens keiner der Schießprügel, mit der rechten Maustaste lassen wir Sam dafür Handgranaten werfen, während wir mit der linken Taste fröhlich weiterballern.

    Pro Welt findet Sam eine neue Waffe, wobei sich das Finden meistens darauf beschränkt, dass sie ihm von seinen kleinen blauen Freunden (den »Simbas«) vor die Füße geworfen wird. Los geht es mit Varianten der Schießprügel, mit denen schon die Space Marines im Ur-Doom auf die Pirsch gingen. Neben halbautomatischer und doppelläufiger Schrotflinte wandern so nach und nach auch potentere Klassiker wie eine Gatling Gun, zwei verschiedene Raketenwerfer oder ein phasenkoordiniertes Plasmagewehr in Sams riesigen Tornister.

    Monsterkillen wie die Profis

    Immer mächtigere Gegner in erdrückender Menge überfordern irgendwann den besten Raketenwerfer. Praktischerweise finden wir in späteren Levels die passenden Mega-Knarren, um ganze Monsterfamilien mit einem Schuss auszulöschen. Da wäre etwa das Kanonenrohr, das direkt aus dem Requisitenfundus eines Piratenfilms zu kommen scheint. Dieses grobschlächtige Teil verschießt riesige Kugeln, die alles plätten, was ihnen in den Weg kommt. Die Projektile haben zudem einen Zeitzünder und explodieren nach einer Weile automatisch, falls sie auf ihrer Reise nicht gegen einen Gegner geprallt sind. Wie alle übermächtigen Ballermänner im Spiel setzen wir die Kanone jedoch relativ selten ein, da die Munition für die potentesten Prügel nur recht spärlich in den Arealen verteilt ist. Ebenfalls ein heißer Kandidat für den Titel »bescheuerteste Waffe des Monats«: die Papageibombe. Dieses biologische Vernichtungsgerät verstößt gegen jedes Tierschutzgesetz, denn Sam nutzt die -- offensichtlich dressierten -- Vögel, um hochexplosive Bomben mit traumwandlerischer Sicherheit ins Ziel zu lenken. In der Praxis bedeutet dies, dass wir den explosiven Papagei »abfeuern«, er selbstständig zum nächsten Gegner in Reichweite fliegt und sich dort selbstlos in die Luft sprengt.

    Einsamer Streiter, Teil zwei

    Das umfangreiche Waffenarsenal unseres Helden kommt natürlich nicht von ungefähr, denn auch Serious Sam 2 steht vor allem für eines: Ballern, bis die Rohre glühen. Wie in den Vorgängern rennen wir von Punkt A (Levelanfang) zu Punkt B (Levelende) und metzeln auf dem Weg Scharen von Gegnern nieder. Die Gefechte laufen dabei allerdings einen Tick abwechslungsreicher als im Vorgänger ab. Zwar gibt es auch weiterhin die klassischen Serious Sam-Ballerszenarien, in denen wir alleine auf weiter Flur stehen und von allen Seiten immer neue Gegnergruppen vor unsere glühende Mündung laufen. Doch diesmal folgen eben nicht alle Schlachten diesem altbekannten Schema. So ist etwa einer der zahlreichen Innenlevel wie eine natürliche Wendeltreppe aufgebaut, auf der sich Sam immer weiter nach oben kämpfen muss. Auf der Innenseite dieser Treppe liegen zudem auf Felsvorsprüngen heiß begehrte -- weil lebenswichtige -- Gegenstände wie Rüstungen oder große Verbandskästen. Sobald wir uns nach oben vorgeschossen haben, können wir diese Hilfsmittel mit einigen geschickten Sprüngen endlich erhaschen. Dadurch allerdings kommen wir fast unweigerlich an den Anfang der Wendeltreppe zurück und müssen uns durch eine zweite Gegnerwelle erneut an die Spitze durchkämpfen.

    Ballern oder abnippeln

    In einem anderen Level hingegen geht es in guter alter Serious Sam-Tradition zur Sache. Hier kämpfen wir uns auf einer Außenwelt durch einen engen Canyon, um schließlich auf eine riesige Ebene zu gelangen. Bevor wir die richtig betreten, stolpern wir über einen Stapel von Kisten. Ein, zwei Schüsse mit der Schrotflinte, und die Behälter geben ihren Inhalt preis: jede Menge Gesundheit und eine schwere Rüstung. Kombiniere: Hier wird es gleich mächtig rund gehen. Einige hundert Meter in Richtung Zentrum der Ebene wird unsere Vorahnung bestätigt. Wie aus dem Nichts werfen feindliche Helikopter immer neue Schwärme von Killerfröschen, halbnackten Barbaren und anderem Kroppzeug ab, und zu allem Überfluss teleportieren sich immer wieder schwer bewaffnete Cyber-Dämonen direkt vor unsere Nase. Wir können nur hoffen, dass wir noch genügend Raketen, Patronen und Granaten im Gepäck haben, um der Alien-Plage Herr zu werden.

    Der Pulverdampf hat sich verzogen, wir warten nur noch auf den Ladebildschirm für den nächsten Level. Doch plötzlich staksen riesige Metallbeine direkt über unserem Kopf durch die Landschaft. Was zum Geier greift uns denn jetzt an? Es hilft nichts, wir müssen mit Sam einige Meter zurückweichen, da dieses Monster so riesig ist, dass es anders gar nicht auf den Bildschirm passt. Das Ungetüm entpuppt sich als gigantische Cyberspinne! Da wir mit Serious Sam unterwegs sind, greift uns nicht etwa ein einzelnes dieser Monstren an, sondern gleich ein halbes Dutzend auf einmal! Also die Knarre noch einmal durchladen und hoffen, dass unsere Gesundheit für eine weitere epische Schlacht mit Mentals Schergen ausreicht ...

    Der rollende Tod

    Auch wenn sich am Spielprinzip nichts Grundlegendes geändert hat: Serious Sam 2 kommt im Detail mit zahlreichen Neuerungen daher. Da wären etwa die Vehikel und stationären Waffen, mit denen uns die Entwickler die Monsterjagd erleichtern. In vielen Abschnitten stehen feste Geschütztürme, die wir benutzen können. Diese Mega-Wummen sind natürlich so platziert, dass wir sie kurz vor einer besonders heftigen Großoffensive der Killeraliens übernehmen, um so Horden von Gegnern relativ gefahrlos dahinzumetzeln. Die Kanonen verfügen allesamt über unendliche Munitionsvorräte und schonen somit Sams knappe Ressourcen. Allerdings stecken die Türme nur begrenzt Schaden ein. Sobald ein Geschütz zu stark beschädigt wird, fliegt es unweigerlich in die Luft, und Sam muss den Kampf zu Fuß fortsetzen.

    Ganz ähnlich verhält es sich mit den Vehikeln, etwa dem bewaffneten Landspeeder oder dem waffenstarrenden Helikopter, die ebenfalls nur eine begrenzte Zahl an Trefferpunkten besitzen. Allerdings sind viele der Gefährte derart flott, dass wir mit ihnen dem feindlichen Feuer leichter ausweichen können als auf den eigenen Füßen. Eine Ausnahme bildet hier allerdings eine Art Killerkugel, die entfernt an die Laufgeräte der TV-Show »American Gladiators« erinnert. Allerdings ist Sams Variante natürlich mit Stahlzacken bestückt -- wenn wir genügend Anlauf nehmen, können wir mit diesem Teil ganze Horden von Gegnern zu Mus verarbeiten, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern.

    16 Freunde sollt ihr sein!

    Ein Shooter ohne Multiplayer? Undenkbar. Natürlich schickt uns auch Serious Sam 2 im LAN oder Internet auf die Jagd. In der von uns probegespielten Version funktionierte der Koop-Multiplayer bereits mit bis zu vier Spielern, in der endgültigen Fassung sollen hier maximal 16 (!) Gleichgesinnte die Galaxis von der Alien-Plage befreien können. Die Anzahl der Gegner steigt übrigens mit jedem Mitspieler (und abhängig vom Schwierigkeitsgrad), was bei 16 Teilnehmern geradezu wahnwitzige Monsterhorden vermuten lässt. Derzeit läuft diese Variante zwar schon sehr stabil, Feinheiten wie ein Text-Chat oder eine Spielerliste fehlten in unserer Vorabversion allerdings noch. Die sollen in der Verkaufsfassung aber ebenso enthalten sein wie andere klassische Multiplayer-Spielarten. Bislang jedoch ist von Deathmatch, Team Deathmatch oder Capture the Flag noch nichts zu sehen.

    Sascha Gliss

  • Serious Sam 2
    Serious Sam 2
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Croteam
    Release
    14.10.2005

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Serious Sam 2
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http://www.gamesaktuell.de/Serious-Sam-2-Spiel-32389/News/Serious-Sam-2-715578/
01.09.2005
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