Exklusiv Sega Rally bei uns gespielt
Bei einer exklusiven Präsentation durften wir sehen, wie weit Sega Rally inzwischen gediehen ist, und uns einen ersten Eindruck von dem viel versprechenden Spiel machen. Der Rallye-Klassiker soll zwischen Herbst und Ende 2007 bei uns erscheinen. Also noch genug Zeit für Guy Wilday (bekannt geworden durch Colin McRae Rallye) und Konsorten, ein richtig fettes Rallye-Game auf die Beine zu stellen.
Sega Rally unterstützt 720p. Zunächst zeigt man uns eine Trainingsfahrt ohne Zeitdruck oder Konkurrenten. Besonders gespannt sind wir auf die viel gepriesenen dynamischen Oberflächen. Auf den ersten Metern erhaschen unsere erwartungsvollen Blicke allerdings nur dezente Reifenspuren, die der Mitsubishi Evo VIII auf den harten Sandboden malt, bevor die Staubwolke die Sicht vernebelt. Während wir das hübsch modellierte, sehr detaillierte Fahrzeug und die an Far Cry oder Lost erinnernde Umgebung prüfen, schießt der Fahrer auf eine matschige Kurve zu. Realistisch wirkende Spiegelungen und Reflexionen werden in Echtzeit berechnet. Kaum erreicht unser Präsentations-Chauffeur den weichen und feuchten Untergrund, spritzt der Schlamm am Wagen hoch. An der Kurveninnenseite wartet eine große Pfütze auf ambitionierte Wasserratten. Anstatt die Biegung zügig zu durchfahren, bremst der Pilot und zieht einen hübschen, tiefen Graben in den Matsch.
Ungefähr so hätte der Morast bei MotorStorm aussehen sollen, denken wir uns. Doch es kommt noch besser. Nach einigen Donuts ist die Kurve derart durchpflügt, dass das Wasser aus der Pfütze beginnt, in die Spurrillen zu fließen. Grobe Verunreinigungen am Gefährt lassen sich in Pfützen sogar wieder abwaschen. Wahnsinn!
Nach einigen Runden ist die Ideallinie übel zerfurcht. Die tiefen Rillen sollen das Fahrverhalten deutlich beeinflussen, beziehungsweise erschweren. Um dies zu verdeutlichen, zeigt man uns ein Rennen über drei Runden mit insgesamt sechs Fahrzeugen. In der letzten Runde sah man deutlich, wie die Rallye-Kisten über zuvor in die Oberfläche gefahrenen Wellen sprangen und in tiefen Wasserlöchern immer langsamer wurden. Obwohl diese Punkte den Simulationsaspekt verstärkten, soll das Spiel traditionellerweise eher arcadelastig sein. Ein Schadensmodell war noch nicht zu bewundern, wird aber im Endprodukt enthalten sein. Es wird allerdings nur optischer Natur sein und sich nicht auf das Fahrverhalten auswirken.
Das fertige Spiel wird auch weitere Umgebungen mit verschiedenen Oberflächen bieten. Neben unterschiedlichen Matschsorten erwarten den Spieler u.a. Schnee, Wüste und Vulkangestein. Insgesamt 30 Original-Rallye-Fahrzeuge sind im Entwicklungsprozess vorgesehen, darunter Marken wie Ford, VW, Mitubishi, Subaru, Peugeot, Citroen und Skoda. Auch Klassiker wie der Lancia Delta werden dabei sein. Um Tuning oder Set-up braucht ihr euch indes keine Gedanken zu machen, Sega verzichtet auf derartige Spielereien. Dabei sein sollen aber auf jeden Fall umfangreiche Online-Funktionen. Über deren Inhalt ist aber noch nichts bekannt.