Review: Sega Rally

Test Sascha Adermann

Aufwändig in Szene gesetzte Boliden fräsen mit ihren grob profilierten Rally-Reifen filigrane Spuren in den matschigen Untergrund.

Aus dem letzten Loch pfeifen

Review: Sega Rally Sega Rally ist - Gott bewahre - aber trotzdem keine Simulation. Die Positionskämpfe und Überholvorgänge sind packend, aber nicht unfair schwer. Die Gegner-KI ist eher mittelmäßig, allerdings zieht der Schwierigkeitsgrad konstant an. Auf der dritten von vier Stufen innerhalb einer Meisterschaft wird uns schon Einiges abverlangt, um Siege zu erringen. Da es keine umständlichen Fahrzeug-Einstellungen gibt, mit denen wir hier und da noch etwas schneller sind, helfen uns in erster Linie gute Streckenkenntnisse. Lediglich zwischen Straßen- und Rally-Setup dürfen wir vor einer Meisterschaft wählen. Die erste Option bietet mehr Tempo, die zweite mehr Bodenhaftung auf losen Oberflächen. Letztlich sorgen bei Sega’s Schmutzorgie eine saubere Linie, Vollgas und extreme Driftwinkel für Freude am Fahren. Ganz ohne SloMo-Taste oder Nitro. Die Wagen unterscheiden sich innerhalb der Klassen kaum anhand ihrer Leistung. Manche Wagen erreichen zwar höhere Geschwindigkeiten, andere sind dafür aber etwas gutmütiger zu steuern. Das Fahrverhalten ist - fünf Euro in das Phrasen-Schwein - leicht zu erlernen aber nur schwer zu meistern. Die Musik im Spiel ist auf Dauer nervig, der Sound der Fahrzeuge geht in Ordnung. Die Klangwelten der Renner unterscheiden sich deutlich, (fast) kein pfeifender Turbolader gleicht dem anderen.

Mit 33 Wagen, da macht das Fahren Spaß

Review: Sega Rally Insgesamt stehen 33 Rallyfahrer-Arbeitsgeräte mit drei verschiedenen Designs zur Ausfahrt bereit. Jeweils elf dieser Vehikel sind gleichmäßig in drei Fahrzeug-Kategorien unterteilt. Die Premier-Gruppe besteht aus Wagen vom Schlage eines Subaru Impreza, Mitsubishi Lancer und Ford Focus. In der Riege der getunten Fahrzeuge finden sich u.a. Oktavia, Golf GTI und Fiat Grande Punto. Die Masters-Serie besteht schließlich aus klassischen Rally-Fahrzeugen wie Lancia Delta HF Integrale, Ford Escort RS Cosworth und Audi quattro A2. Sonderwagen wie der knallig orange Andorra Racer, der mächtige Hummer H3 SUV »customized« und der pfeilschnelle Ruf Rt12 bringen ebenfalls genug Pferde mit zum Galopp. Um solche Pretiosen zu ergattern, sind möglichst viele Siege in den drei Meisterschaften erforderlich. Diese Spezialfahrzeuge selbst dürfen jedoch nicht in Meisterschaften eingesetzt werden. Fünf verschiedene Streckenarten sind dabei in einzelnen aus jeweils drei Rennen bestehenden Cups bunt gemischt. Safari, Tropical, Canyon, Alpine und Arctic bieten charakteristische Oberflächen wie z.B. Sand und Matsch oder Eis und Schnee. Ein Schicksal teilen deshalb auch alle zu Beginn auf Hochglanz polierten Kisten: Sie werden dreckig. So klebt der feuchte Matsch in dicken Klumpen an unserem Lancia Stratos, bis wir ihn in einer Pfütze sauber waschen.

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