Der Berg ruft! EA jagt Sie erneut die steilsten Hänge hinunter, Ihre einzige Rettung: die Wiimote und der Nunchuk-Controller.
Hut ab, EA! Es gehört schon eine ordentliche Portion Mut dazu, eine so erfolgreiche Serie komplett umzumodeln und ihr die Wii-Steuerung aufzudrücken. Doch die kanadischen Snowboard-Experten ließen sich eiskalt auf das Experiment ein – im Großen und Ganzen mit Erfolg.
Durch die Verwischeffekte wird ein gutes Geschwindigkeitsgefühl vermittelt. Während so eines Sprunges lassen Sie so viele Tricks wie möglich vom Stapel. (Wii)
Als halbherzig kann man die Steuerungsrevolution, die die Coder angezettelt haben, jedenfalls nicht bezeichnen. Die Bedienung per Wiimote und Nunchuk-Controller hat nichts mehr mit der bekannten Bretter-Navigation der letzten Teile zu tun. Ergo: SSX-Profis wie Neulinge fühlen sich zunächst wie blutige Skianfänger. Wie auf der richtigen Piste, muss man die Grundlagen des Sports lernen und dabei auch den ein oder anderen blauen Flecken in Kauf nehmen. Die Steuerung funktioniert im Prinzip so: Sie benutzen den Nunchuk, um die steilen Berge hinunterzubrettern: Durch entsprechende Bewegungen stellt sich Ihr Wintersportler auf die Kanten, beschleunigt, bremst oder springt. Die Wii-Fernbedienung ist für die akrobatischen Kunststücke zuständig. Besonders aufregend sind die Übertricks, die man ausführt, indem man per Nunchuk-Controller und Remote bestimmte Symbole in die Luft malt. Klingt skurril? Ist es auch. Und auch nicht ganz schmerzfrei, denn das Verbindungskabel zwischen den zwei Steuergeräten kann dabei schon mal ins Gesicht peitschen. Insgesamt ist die Anzahl der Tricks um einiges geringer als in "On Tour".
Virtuelle Pistensau
Technisch ist der Wintersport-Spaß ganz solide und läuft sehr flüssig über die Mattscheibe. (Wii)
Im Karriere-Modus steigen Sie in die Skistiefel einer coolen Pistensau. Um die Schneehasen zu beeindrucken, müssen Sie Medaillen gewinnen. Sie nehmen an den verschiedensten Wettbewerben teil: Rennen, Slalom, Slopestyle-, Halfpipe- oder Big-Air-Events. Nebenbei vertreiben Sie sich die Zeit mit Schneeballschlachten oder Eins-gegen-Eins-Races.
Leider ist der Multiplayer-Modus weniger überzeugend. Hier kann man lediglich gegen einen Freund in Splitscreen-Rennen oder Slopestyle-Events antreten. Beim Hotseat-Modus können bis zu vier Player abwechselnd ihr Können zeigen.
Technisch ist "Blur" kein Meilenstein, aber für Wii-Verhältnisse doch hübsch anzusehen. Die waghalsigen Abfahrten werden mit einer konstanten Framerate und in satten 480p dargestellt. Wirklich gelungen ist der Soundtrack, der sich der Snowboard-Action stets anpasst.
