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  • Ryse: Son of Rome im Test: Pflichtkauf zum Launch der Xbox One?

    Ryse im Test: Ryse musste im Vorfeld viel Kritik einstecken - zu viele Quick Time Events, ein zu simples Kampfsystem und unnötig brutale Hinrichtungs-Szenen. Wir haben das Xbox-One-exklusive Action-Spiel von Crytek getestet und verraten, wie unterhaltsam der Ausflug in die römische Geschichte wirklich ausfällt.

    Der Barbar im Lendenschurz hat keine Chance: Der Schild von Legionär Marius zerschmettert dem unglücklichen Kontrahenten die Nase, das Schwert trennt seinen rechten Arm sauber ab und mit einem Todesstoß in die Brust setzt man den Angreifer endgültig außer Gefecht. Bereits die Beschreibung einer typischen Hinrichtung in Ryse klingt verstörend brutal, verblasst aber gegenüber dem Anblick solcher Szenen im Spiel - Crytek scheint es sich in ihrem hochpolierten Action-Spiel für die Xbox One zum Ziel gemacht haben, Gewaltdarstellung auf ein neues Level zu hieven.

    Panisches Todesröcheln, spritzendes Blut, und fast lebensecht animierter Gesichter, in denen sich die Todesangst spiegelt dürften auch bei dem einen oder anderen hartgesottenen Zocker ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend auslösen. Da erheben Feinde, denen ihr eben ein Bein abgehackt habt und auf dem Boden liegen hilflos die Hände, um sich (vergeblich) vor eurem tödlichen Schwertstoß zu schützen, die einwandfreie Technik sorgt sogar dafür, dass das Bauchfett der beleibteren Gegner bei einem tödlichen Hieb physikalisch korrekt herumschwabbelt.

    Die Pracht Roms
    Ob man nun Gefallen findet an der Darstellungsweise der Hinrichtungen ist Geschmackssache, ohne Zweifel hingegen überzeugt die restliche Technik im Spiel. Die Gesichter der Charaktere sehen lebensecht aus, die Animationen überzeugen durch die Bank und auch die Umgebung punktet mit abwechslungsreichen und hübschen Szenarien. Das unverbrauchte Antike-Setting überzeugt und wartet mit netten Details auf: In Rom prangt an einigen Stellen Graffiti ("Nero est eunuchus") an den Wänden, über den finsteren Wäldern Britanniens kreisen schreiende Krähenschwärme. Die deutsche Synchronisation ist gelungen, ist aber nicht lippensynchron, was die Faszination an der lebensechten Mimik der virtuellen Darsteller etwas schmälert.

    A, X, X, Y, A, X, X, Y ...
    Ryse: Son of Rome im Test. (4) Ryse: Son of Rome im Test. (4) Quelle: PC Games Spielerisch solltet ihr kein God of War erwarten, denn Ryse ist ein simples Vergnügen. Ihr attackiert mit dem Schwert oder mit dem Schild, ihr blockt und weicht aus. Es gibt keine zusätzlichen Waffen (vom Wurfspeer abgesehen) und neue Kombos könnt ihr auch nicht kaufen. Meistens stehen die Gegner um euch herum und greifen der Reihe nach an, jede normale Attacke könnt ihr mit dem A-Knopf blocken – egal, ob ihr euch gerade in einer Kombo befindet. Das Zeitfenster für Eingabe des Abwehrbefehls ist zudem großzügig bemessen. Es gibt nur eine Handvoll unterschiedliche Gegnertypen, das Prinzip bleibt immer gleich: Hacken, Stoßen, Blocken, und wieder von vorne.

    Alternativ wechselt ihr in den Fokus-Modus, bei dem ihr kurze Zeit stärker und schneller seid. Die Ausführung der eingangs erwähnten Hinrichtungen ist optional, wird aber mit Erfahrungspunkten, Ehre (damit könnt ihr eure Fähigkeiten verbessern) oder Gesundheitsregeneration belohnt. Natürlich erhält ein Spieler mit perfektem Timing die bessere Wertung und mehr Erfahrung, aber reines Button-Mashing tut es genauso, der Schwierigkeitsgrad ist niedrig. Zudem sammelt man rasch genug Ehre, um sich schon weit vor dem Ende des Spiels jede Verbesserung kaufen zu können. Die seltenen Momente, in denen ihr eure Legionäre befehligt und zum Beispiel in Schildkrötenformation voranmarschiert sind leider zu kurz und wie der Rest des Spiels zu einfach. Ryse: Son of Rome - Pflichtkauf zum Launch der Xbox One? Ryse: Son of Rome - Pflichtkauf zum Launch der Xbox One? Quelle: PC Games Ein kurzer Ausflug in die Antike
    Und das Ende kommt schneller, als es vielen lieb sein dürfte. Mit etwa fünf Stunden Spielzeit für die Kampagne gehört Ryse definitiv nicht zu den Titeln, die euch mehrere Wochen vor die Konsole fesseln. Der Mehrspielermodus unterhält zumindest noch eine kurze Weile, hier tretet ihr im Kolosseum an um die blutrünstige Menge mit euren brutalen Hinrichtungen zu erfreuen. Der Lohn ist Geld, mit dem ihr eure Spielfigur individualisiert oder eure Fähigkeiten aufpoliert.

    So kurz die Einzelspielererfahrung auch ist, die Geschichte hinter Ryse ist recht unterhaltsam und erzählt im Rückblick, wie Protagonist Marius im fernen England kämpft und seinen Glauben an den Kaiser verliert. Auch wenn die Story ohne große Überraschungsmomente auskommt punktet sie mit dem Auftritt des einen oder anderen Gottes und den gut inszenierten und schönen Zwischensequenzen. Die musikalische Untermalung erinnert teilweise stark an die Filmmusik der Herr-der-Ringe-Trilogie, passt aber immer gut zum blutigen Bildschirmgeschehen.

    Ryse (XBO)

    Spielspaß
    7 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungene Charaktermodelle
    Lebensechte Mimik
    Saubere Optik
    Koop-Mehrspielermodus
    Hinrichtungen sind optional
    Ordentliche Synchronsprecher
    Sprachausgabe nicht lippensynchron
    Anspruchsloses Kampfsystem
    Kaum taktische Aspekte
    Sehr kurz
    Blutrünstige Inszenierung
    Ziemlich einfach, auch in den beiden hohen Schwierigkeitsgraden
    Wenig Abwechslung
    Viele Quick-Time-Events
    Fazit
    An der Gewaltdarstellung werden sich die Geister scheiden. Gegen Ende des Spiels war ich aber merklich abgestumpft: ich habe jede Hinrichtungsart gefühlte tausendmal gesehen. Und wieso bin ich als Zenturio eigentlich die meiste Zeit alleine unterwegs, anstatt in einer Formation zu kämpfen und Befehle zu geben? Etwas mehr Tiefe hätte Ryse nicht geschadet, die seltenen Momente, in denen man seine Mannen anweist, sind völlig belanglos. Auch die Bossfights haben mich enttäuscht. Begeistert bin ich aber von den liebevoll modellierten Gesichtern, den flüssigen Animationen und den tollen Umgebungen.

    04:14
    Ryse: Cryteks brutale Römer-Action für die Xbox One im Testvideo
  • Ryse
    Ryse
    Developer
    Crytek
    Release
    22.11.2013
    Es gibt 41 Kommentare zum Artikel
    Von Bloodshoot111
    Ich muss sagen mir macht Ryse sehr viel Spaß, find es ist mal was anderes, Story is ganz gut und Spiele im alten Rom…
    Von occ86
    Hab es jetzt ein wenig bei einem Kumpel gespielt. Zur Story kann ich natürlich noch nichts weiter sagen, aber es ist…
    Von JackNorthface
    An dir ist wirklich ein "guter" Politiker verloren gegangen  ich wollte auch sicher keine Grundsatzdiskussion…
    • Es gibt 41 Kommentare zum Artikel

      • Von Bloodshoot111
        Ich muss sagen mir macht Ryse sehr viel Spaß, find es ist mal was anderes, Story is ganz gut und Spiele im alten Rom find ich immer Super. Nur den Multiplayer muss ich noch austesteb
      • Von occ86 Gelöscht
        Hab es jetzt ein wenig bei einem Kumpel gespielt. Zur Story kann ich natürlich noch nichts weiter sagen, aber es ist so wie ich es mir anfangs schon immer gedacht habe.

        Grafik und Präsentation sind wirklich hervorragend, aber man merkt halt auch das die 30fps nicht immer gegeben sind, zumindest wenn man…
      • Von JackNorthface Gelöscht
        Zitat von GenX3601966
        Als wenn es keine Fortsetzungen geben würde, wenn ich diese Spiele nicht kaufe. :rolleyes:
        Ich beschwere mich jedenfalls über fehlende Innovationen und diskutiere in den Foren darüber. Die Games, die ich für die One gekauft habe sind alles Blockbuster, wo ich…
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1098491
Ryse
Ryse: Son of Rome im Test: Pflichtkauf zum Launch der Xbox One?
Ryse im Test: Ryse musste im Vorfeld viel Kritik einstecken - zu viele Quick Time Events, ein zu simples Kampfsystem und unnötig brutale Hinrichtungs-Szenen. Wir haben das Xbox-One-exklusive Action-Spiel von Crytek getestet und verraten, wie unterhaltsam der Ausflug in die römische Geschichte wirklich ausfällt.
http://www.gamesaktuell.de/Ryse-Spiel-31218/Tests/Ryse-Son-of-Rome-im-Test-Pflichtkauf-zum-Launch-der-Xbox-One-1098491/
22.11.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/10/Ryse_Son_of_Rome__6_.jpg
ryse,action,microsoft
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