Games World
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • Rising Kingdoms

    Willkommen, liebe Retro-Freunde: Rising Kingdoms hat eine epische Fantasy-Geschichte, abwechslungsreiche Einheiten -- und eine vollkommen veraltete Technik. Wer das nächste WarCraft nicht abwarten kann, sollte trotzdem weiterlesen.

    Es ist etwas faul im Staate Equiada: Statt auf gute Nachbarschaft zu setzen, fragen die acht Völker nicht lange nach dem Grund, sondern lassen lieber gleich Fäuste und Geschosse fliegen. Zum Glück berichtet eine alte Prophezeiung von der Ankunft des Auserwählten, der in einem alles entscheidendem Kampf gegen eine dunkle, am Horizont auftauchende Bedrohung doch noch alles zum Guten wenden und in Equiada für Frieden sorgen soll ...

    Das kennen wir doch irgendwo her?

    Genau so altbacken wie die Story spielt sich Rising Kingdoms auch. Interface, Steuerung und Spielprinzip erinnern frappierend an Genre-Kollegen wie WarCraft 3 oder Armies of Exigo. Daher stehen Basenbau und das schnelle Erforschen neuer Technologien im Vordergrund, während taktische Überlegungen eher notwendige Nebensache sind.

    Nachdem Sie sämtliche Rohstoffvorkommen in Reichweite abgegrast haben, stellen Sie sich eine schlagkräftige Armee zusammen und suchen die Karte nach Feinden ab. Egal, für welche der drei spielbaren Rassen Sie sich entscheiden, das Grundprinzip ändert sich auch in späteren Missionen nur sporadisch.

    Auf ins Feld!

    In drei Kampagnen steuern Sie jeweils die Menschen, die Waldwesen und die Sinistri. In welcher Reihenfolge Sie die Feldzüge angehen, bleibt Ihnen überlassen. Aus Kontinuitätsgründen empfiehlt Ihnen das Programm aber, die vorgeschlagene Reihenfolge beizubehalten. Jede Mission gliedert sich in mehrere Aufträge: Zuerst müssen Sie etwa einen Vorposten der Trolle einnehmen, dann ein Rohstoff-Vorkommen ausbeuten und abschließend die gegnerische Basis schleifen. Löblich: In der Quest-Übersicht können Sie sich die entsprechenden Zielorte auf der Übersichtskarte anzeigen lassen. Die ist stets aufgedeckt und muss nicht extra erforscht werden. Lediglich der »Schlachtennebel« verhindert die Sicht auf den Feind.

    Ohne Ruhm keine Ehre

    Sie müssen drei Ressourcen in Rising Kingdoms erschließen. Gold und Edelsteine finden Sie in einzelnen Vorkommen auf der Karte. Während das Schürfen nach dem wertvollen Edelmetall normalerweise keine Probleme bereitet, ist die Suche nach Diamanten weit schwieriger. Die brauchen Sie für besonders starke Einheiten und Gebäude.

    Der dritte »Rohstoff« ist das entscheidende Element, wenn es um Upgrades geht: Ruhm. Den erlangen Sie in Form von Punkten, indem Sie die Basen so genannter Niederer Völker erobern. Wie eingangs erwähnt, tummeln sich noch mehr Völker in Equiada. Die werden vom Computer gesteuert und haben sich in Kolonien zusammengerottet. Darunter fallen so illustre Zeitgenossen wie Trolle, Drachen oder Elfen.

    Positiver Nebeneffekt: Wenn Sie eine Kolonie besetzt haben, können Sie Ihre Armee um neue Einheiten des entsprechenden Volkes erweitern. Haben Sie eine Troll-Filiale unter Ihren Fittichen, stehen Ihnen etwa die mächtigen Bergtrolle zur Verfügung. Außerdem gibt es zusätzliche Upgrades für Ihr Volk. Zum Beispiel den Troll-Schatz, der Ihrer Schatzkammer alle paar Minuten eine frische Ladung Gold beschert. Das schnelle Besetzen der Kolonien ist auch in Multiplayer-Duellen der Schlüssel zum Erfolg.

    Rassenkampf

    Auch Spieler, die es nur selten zu einer Echtzeit-Partie zieht, kommen mit den Menschen sofort zurecht. Die Bauern haben in Rising Kingdoms nichts mit Korn und Kuh am Hut, sondern werkeln emsig in Goldminen und kratzen die zumeist in Flüssen vorkommenden Edelsteine zusammen. Jede schlagkräftige Menschenarmee ist gut gemischt: Pikeniere, Ritter (oder Paladine) und Bogenschützen halten die Gegner auf Trapp, während in den hinteren Reihen magiebegabte Einheiten wie Mönche und Hexen um die Wette heilen, aufdecken, verzaubern und wiederbeleben.

    So wie man in den Wald ruft...

    Die Waldwesen erinnern an die Elfen aus WarCraft 3. Das naturverbundene Völkchen pflanzt Gebäude, die dann selbständig aus dem Boden wachsen. Zu den wichtigsten bewohnbaren Pflanzen gehören die Magischen Häuser, die nicht nur das Einheitenlimit heraufsetzen, sondern auch die einzige Möglichkeit für die Waldwesen sind, angeschlagene Einheiten zu heilen. Das Manko machen sie durch starke Einheiten wie den Wolfsreitern oder den Werwolf wieder wett. Letzterer kann nach einem Upgrade offene Wunden bei Angreifern reißen, die eine spätere Heilung der gegnerischen Figur verhindern.

    Praktisch: Sowohl bei den Menschen als auch bei den Waldwesen müssen Sie keine Arbeiter zum Gebäudebau abstellen. Den gewünschten Komplex wählen Sie im Haupthaus aus, anschließend kümmert sich automatisch ein eigens dafür abgestellter Arbeiter um den Bau. Ausnahme: Wenn Sie weit von Ihrer Basis entfernte Rohstoffvorkommen abschöpfen wollen, müssen Sie mit einem Arbeiter einen Handelsposten errichten.

    Heißer Apostel

    Weit spannender als Menschen und Waldwesen spielen sich die Sinistri, der dritte Konkurrent um die Vorherrschaft im Fantasy-Reich. Arbeiter haben die aus Feuer und flüssigem Gestein bestehenden Wesen nicht nötig; wenn die Gebäude zur Rohstoffgewinnung per Beschwörung errichtet sind, werden die Ressourcen vollautomatisch abgebaut. Die Einheiten gehören zu den interessanten im Spiel. Der Dunkle Reiter etwa kann Heilzauber feindlicher Einheiten umleiten und sie auf sich anwenden. Der Apostel des Todes ist von Haus aus unsichtbar -- wehe dem Gegner, der nicht einen Aufdecker für getarnte Einheiten in seiner Truppe hat!

    Veteranentreffen

    Wie es sich für einen WarCraft-Klon gehört, kommen auch besonders starke Helden ins Spiel, hier als Veteranen bezeichnet. Einige davon sind für die Story relevant -- sterben sie, gilt eine Mission meist als gescheitert. Andere können Sie für Gold und Ruhmpunkte in ihrem Haupthaus anwerben. Jedem Veteran stehen zahlreiche Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die Sie ihm kostenpflichtig beibringen können. Sterben die angeworbenen Helden im Kampf, treten Sie als Geistererscheinung auf, die Sie für Geld wiederbeleben dürfen. Nach einer abgeschlossenen Mission verlernen die Veteranen ihre Spezialfähigkeiten wieder. Überhaupt müssen Sie auf den meisten Karten von Null beginnen und können einmal gebaute Basen nicht übernehmen, was die Spieldauer künstlich in die Länge zieht.

    Immerhin sind Veteranen mit einem Inventar ausgerüstet, dass Sie mit auf der Karte verstreuten und vom Gegner fallen gelassenen Items befüllen können. Einige davon erhöhen die Eigenschaften Ihres Helden dauerhaft, Gegenstände wie Heiltränke lassen sich nach Bedarf einsetzen.

    Willkommen im Jahr 2005

    Klingt ja alles nach einem zwar nicht unbedingt innovativen, dafür aber grundsolidem Strategiespiel. Wäre es auch, wenn die Präsentation dem aktuellen Standard nicht um mindestens drei Jahre hinterherhinken würde. Im Zeitalter von Grafik-Schwergewichten wie Earth 2160 oder Act of War sieht Haemimonts Echtzeit-Beitrag hoffnungslos veraltet aus. Zwar sind die Hintergründe hübsch gezeichnet, aber bis auf etwas Rauschen, das zum Beispiel animierte Blätter in den Bäumen vortäuschen soll, völlig statisch. Die meisten Einheiten bewegen sich mit ihren wenigen Animationsphasen so holprig, dass wir uns im ersten Moment vor einer höher aufgelösten Version von WarCraft 2 wähnten.

    Das könnte man noch verschmerzen, allerdings lässt sich die Auflösung von 1.024 mal 768 Bildpunkten nicht ändern. Das sorgt für dramatische Übersichtsprobleme, zumal man die Ansicht weder drehen noch sonst wie verstellen kann. Auch die akustische Untermalung hält mit der Konkurrenz nicht mit. Immerhin wird der Soundtrack auf CD mitgeliefert.

    Simon Fistrich

  • Rising Kingdoms
    Rising Kingdoms
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Haemimont Games
    Release
    09.05.2011

    Aktuelles zu Rising Kingdoms

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Halcyon 6: Starbase Commander Release: Halcyon 6: Starbase Commander
    Cover Packshot von Champions of Anteria Release: Champions of Anteria Ubisoft , Blue Byte
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 09/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 10/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 08/2016
    PC Games 10/2016 PCGH Magazin 09/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
715609
Rising Kingdoms
Rising Kingdoms
Willkommen, liebe Retro-Freunde: Rising Kingdoms hat eine epische Fantasy-Geschichte, abwechslungsreiche Einheiten -- und eine vollkommen veraltete Technik. Wer das nächste WarCraft nicht abwarten kann, sollte trotzdem weiterlesen.
http://www.gamesaktuell.de/Rising-Kingdoms-Spiel-15572/Tests/Rising-Kingdoms-715609/
01.07.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_risingkingdoms_999_07eps.jpg
tests