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  • Rise of Legends

    Brian Reynolds' jüngster Streich fordert nicht nur Generäle, sondern auch Forscher, Architekten und Verwalter. Selten war Echtzeit-Strategie komplexer.

    Die Fantasiewelt von Rise of Legends heißt Aio -- was fast klingt wie Fränkisch für »schon in Ordnung«. Doch auf Aio liegt einiges im Argen. Unter den Vinci tobt der Bürgerkrieg. Auf der einen Seite die Truppen des Dogen, auf der anderen die aufrechten Streiter des Erfinders Giacomo. Klar, in wessen Rolle Sie in dem Echtzeit-Strategiespiel schlüpfen.

    Watt ihr Volt

    Selten hat das Genre so ein faszinierendes Völkchen wie die Vinci hervorgebracht. Die genialen Ingenieure tüfteln Dampfmaschinen aus, wie sie sich Jules Verne nicht schöner hätte ausmalen können. Eine beeindruckende Mischung aus Science-Fiction und viktorianischer Technik. Furcht einflößende mechanische Spinnen etwa, die auf acht Beinen quietschend übers Schlachtfeld staksen. Gewaltige Transportluftschiffe, fahrende Festungen oder der Leviathan, eine stählerne Krabbe höher als ein Wolkenkratzer.

    Bis Sie diesen Koloss ins Feld führen dürfen, vergehen allerdings einige Spielstunden. Wie schon im Vorgänger Rise of Nations gehört die Entwicklungsarbeit zu den wichtigsten Spielbestandteilen. Auch wenn der Technologiebaum sich nicht so weit verzweigt wie etwa in Empire Earth oder gar Civilization.

    Durch Module zur Metropole

    In der Tat verbringen Sie in manchen Missionen mehr Zeit als Architekt und Forscher denn als General. Kaum ein Echtzeit-Strategiespiel wartet mit einem derart umfangreichen Aufbaupart auf. Meistens beginnen Sie mit einem Dörfchen, das Sie nach und nach zur Metropole erweitern. Dazu fügen Sie immer wieder neue Module für Forschung, Militär und Handel hinzu. Erstere schalten neue Technologien frei, Militärgebäude erhöhen das Bevölkerungslimit, letztere bringen klingende Münze. Die können Sie beispielsweise investieren, um Ihrem Reich neue Städte einzuverleiben und Ihren Einflussbereich auszudehnen. Der spielt eine wichtige Rolle: Außerhalb der Grenzen erleiden Ihre Truppen ständig Schaden, innerhalb werden sie dagegen automatisch repariert.

    Der zweite Rohstoff in Rise of Legends trägt den Namen Timonium. Den brauchen Sie, um Produktionsanlagen hochzuziehen oder Rekruten auszubilden und Maschinen zu konstruieren.

    I need a hero!

    Der Aufbauteil allein sorgt schon dafür, dass Rise of Legends Echtzeit-Generälen deutlich mehr abverlangt als übliche Genre-Ware. Dazu kommen zahlreiche taktische Feinheiten. Zum Beispiel verteuern sich sowohl Gebäude als auch Einheiten, je mehr Sie vom gleichen Typ produzieren. Das fördert Truppenvielfalt. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass das Stein-Schere-Papier-Prinzip besser zum Tragen kommt. Jeder noch so starke Kämpfer findet einen noch schlagkräftigeren Widerpart. Dazu kommen Spezialbefehle, neutrale Stützpunkte, die Sie erobern oder kaufen können, und nicht zuletzt die Helden.

    Im Verlauf des Feldzugs schließen sich Giacomo immer mehr Anführer an, die nicht nur besonders kräftig reinhauen, sondern auch einige Tricks auf Lager haben. Giacomo selbst heilt Verwundete, wirft Gegner per Druckwelle zu Boden oder schickt stählerne Kamikaze-Kämpfer los, die mit ihren Sprenggürteln Stadtmauern zum Einsturz bringen. Seine Gefährtin Lenora düst in einem Helikopter durch die Gegend, nimmt feindliche Einheiten gefangen oder feuert Raketensalven. General Pulitores Stinkbomben demoralisieren Angreifer.

    Veni, Vidi, Vinci

    Die Vinci teilen sich Aio mit zwei weiteren Stämmen, die Sie im Kampagnenverlauf kennen und kommandieren lernen. Erstens die Alin, die an Sagengestalten aus Tausendundeiner Nacht erinnern. Zweitens die Cuotl, entfernte Verwandte der irdischen Azteken. Alle drei Völker haben ihre Stärken und Schwächen, eigene Truppentypen, Technologien und besondere Gebäude, die unterschiedliche Spielweisen erfordern. Vielleicht nicht so ausgeprägt wie bei Zergs, Menschen und Protoss in StarCraft, aber deutlich eigenständiger als beim Vorgänger Rise of Nations.

    Zwo, eins, Risiko!

    Als Dreh- und Angelpunkt des Feldzugs nutzen Sie eine Risiko-ähnliche Übersichtskarte. Auf der planen Sie Ihre Eroberungen, bilden Ihre Helden aus (für Siege gibt's Erfahrungspunkte, die neue Spezialbefehle aktivieren), rüsten Ihre Armee auf (eine Handvoll Kerneinheiten begleitet Sie von Einsatz zu Einsatz), erforschen neue Truppentypen und errichten Nachschubgebäude. Wenn Sie beispielsweise in einer Ihrer Provinzen eine Kaserne konstruieren, schickt die Ihnen bei Scharmützeln in angrenzenden Gebieten Verstärkungen. Wenn Sie sich für eine Mine entscheiden, erhalten Sie automatisch Rohstoff-Nachschub.

    Skir-Mischmasch

    Die Schlachten selbst teilen sich in zwei Kategorien. Zum einen die optionalen Nebenmissionen. Das sind Konflikte um vergleichsweise unbedeutende Provinzen, in denen Ihr einziger Auftrag lautet, den Gegner restlos von der Karte zu putzen. Quasi ein klassisches Skirmish-Match. Zum anderen die Story-Missionen, die mit deutlich abwechslungsreicheren Einsatzzielen aufwarten. Mal sollen Sie einen Tag gegen eine feindliche Übermacht ausharren, mal verhindern, dass gegnerische Sprengtrupps eine Brücke in die Luft jagen, mal eine Superwaffe oder einen gegnerischen General ausschalten. Oft kombinieren die Szenariodesigner gleich mehrere Aufgaben und sorgen zusätzlich mit Skript-Ereignissen wie Luftlandungen oder Überfällen für Spannung.

    Zwar können Sie Ihre Route durch die insgesamt 36 Grafschaften frei wählen; ohne die ein- oder anderer Skirmish-Schlacht werden Sie die Kampagne aber kaum abschließen. Zumal die Story-Missionen umso einfacher werden, je mehr Provinzen Sie unter Ihre Fuchtel bringen.

    Rusher an die Front

    Wie der erste Teil überzeugt auch Rise of Legends mit einem umfangreichen Mehrspieler-Modus. Bis zu acht Kombattanten toben sich auf satten 46 Karten aus. Auf Wunsch lassen sich zufällige oder asymmetrische Startpositionen zuschalten, Blitz-Matches einrichten (wer eine Stadt verliert, scheidet aus), Wettkampfregeln und Handicaps aktivieren. Nur die Start-Rohstoffe sind festgelegt. Trotz optionaler Anti-Rush-Funktion werden defensive Spieler an Rise of Legends wenig Freude haben. Wer sein Reich so schnell und weit wie möglich ausdehnt, hat den Sieg schon beinahe in der Tasche.

    Rüdiger Steidle

  • Rise of Legends
    Rise of Legends
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Big Huge Games
    Release
    26.05.2006

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Rise of Legends
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Brian Reynolds' jüngster Streich fordert nicht nur Generäle, sondern auch Forscher, Architekten und Verwalter. Selten war Echtzeit-Strategie komplexer.
http://www.gamesaktuell.de/Rise-of-Legends-Spiel-30282/Tests/Rise-of-Legends-717293/
01.06.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_riselegends_03_06eps.jpg
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