Ridge Racer 7

Test Fabian Käufer

Bleifüße angetreten! Wie bei jeder neuen Sony-Konsole lässt Namco auch zum PS3-Start eine Fortsetzung der Drift-Saga aus der Garage donnern.

Namco ist zurück im Sony-Lager: Nachdem "Ridge Racer 6" Ende 2005 nur für die Xbox360 erschien, geht "Ridge Racer 7" nun wieder auf einer Sony-Plattform an den Start. Allerdings handelt es sich bei dem Spiel nicht um ein wirklich neues Sequel, sondern vielmehr um eine aufgebohrte Fassung von Teil sechs. Bei einem "Ridge Racer" überrascht uns das allerdings nicht sonderlich, schließlich werden in der Serie seit jeher Spielelemente wie Autos und Strecken munter recycelt.

Drift- und Angelpunkt für Solisten ist der Karriere-Modus. Hier rackern Sie sich durch unzählige Renn-Events, schalten regelmäßig neue Wagen frei und -- ein neues Feature! -- möbeln bereits freigespielte Kisten auf. Das Tuning-Feature ist zwar bei Weitem nicht so umfangreich wie beispielsweise in "Need for Speed: Carbon", aber eine nette Ergänzung.

Serientypisch wird in jeder Kurve munter gedriftet. Einfach kurz vom Gaspedal gehen, einlenken und schon schleudert das Auto los. (PS3) Serientypisch wird in jeder Kurve munter gedriftet. Einfach kurz vom Gaspedal gehen, einlenken und schon schleudert das Auto los. (PS3) Auf der Piste gibt sich "Ridge Racer 7" exakt so wie seine Vorgänger. Im Klartext: Der Schlüssel zum Sieg liegt in mörderischen Drifts. Kurz vom Gas gehen, einlenken, dann das wild schlitternde Auto wieder einfangen -- und ab geht die Post. Wer schon einen Teil der Serie gespielt hat, steigt sofort durch. Anfänger hingegen benötigen einige Fahrstunden, bevor sie sich mit der eigentümlichen Drifterei angefreundet haben, zumal jede Karre einer bestimmten Drift-Kategorie zugeordnet ist: Während sich die Mild- und Standard-Modelle recht simpel bändigen lassen, brechen die Dynamic-Boliden extrem leicht aus. Ungeübte Rennfahrer eiern dann von einer Leitplanke in die nächste. Die optionale Steuerung über die Bewegungssensoren des PS3-Controllers können Sie getrost ignorieren: Sie klappt zwar durchaus ordentlich, doch fehlt die nötige Präzision für exakte Drifts. Eine gelungene Premiere feiert hingegen der Windschatten, in dem Sie sich hin und wieder an Ihre Konkurrenten heransaugen können.

BOOOOOST!

Ein voller Nitro-Tank erlaubt das Zünden eines Turbo-Boosts. Dieser lässt die Umgebungsgrafik vor den Augen verschwimmen. (PS3) Ein voller Nitro-Tank erlaubt das Zünden eines Turbo-Boosts. Dieser lässt die Umgebungsgrafik vor den Augen verschwimmen. (PS3) Wie schon in "Ridge Racer 6" und den PSP-Ablegern werden Sie für fleißiges Driften mit Nitro belohnt. Sie können maximal drei "Turbo-Tanks" auffüllen, um bei Bedarf mit Höchstgeschwindigkeit über die Strecke zu pusten. Richtig packend wird das Ganze, wenn Sie den Online-Nachbrenner zünden: Mit bis zu 13 menschlichen Konkurrenten läuft "Ridge Racer 7" zu voller Größe auf und macht deutlich mehr Laune als gegen die starken, aber etwas roboterhaft agierenden CPU-Piloten.
"Ridge Racer"-typisch ist nicht nur der Spielverlauf, sondern auch die Präsentation. Die wummernde Mucke passt ganz gut, die Grafik läuft superflüssig. Allerdings wirken viele Abschnitte seltsam leblos. Ein dicker Pluspunkt von "Ridge Racer 7" ist jedoch die 1080p-Auflösung. Ohne Geschwindigkeitsverlust können Sie das Treiben in der aktuell höchstmöglichen HD-Auflösung genießen.

Wertung zu Ridge Racer 7 (PS3)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Flüssige Grafik, die auch in 1080p läuftGelungenes DriftVerhaltenDicker OnlinePart
Wirkt etwas sterilSchwierigkeitsgrad nicht einstellbar
Fazit

Immer noch richtig gut, aber langsam schleicht sich eine spürbare Raser-Routine ein.

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