Kein Geringerer als Tetsuya Mizuguchi, Schöpfer von Kultspielen wie Rez und Lumines gab sich die Ehre.
Wählen Sie aus: Das Interview als Videostream, zum Download (für unsere Gold-User) oder zum Nachlesen!
play: Vielen Dank, dass Sie uns dieses Interview geben. Erzählen Sie uns doch bitte erst mal, wie Sie Ihre Konzepte entwickeln.
Tetsuya Mizuguchi beim Besuch in der play-Redaktion
Tetsuya Mizuguchi: Bei "Rez" sollten sich Musik und Grafik gegenseitig beeinflussen – Synästhesie also. Ich habe dann sogar noch Vibrationseffekte eingebaut. Ich trug diese Idee ziemlich lange mit mir herum, aber ich musste noch einige Jahre warten, bis wir die richtige Plattform hatten. In diesem Fall eben Dreamcast und PlayStation2. Das Konzept alleine war damals einfach nicht genug. Wir brauchten die richtige Technologie, Synthesizer und solche Sachen. Als ich die Idee zum ersten Mal hatte, war es unmöglich, sie umzusetzen.
Und dann war da noch "Lumines". Als ich das erste Mal von der PSP hörte, dachte ich: "Oh, das ist ja ein interaktiver Walkman!" Also hab ich mir überlegt, welche Art von Spiel auf einem solchen System Spaß machen würde. Auf keinen Fall dürfte es ein langwieriges, kompliziertes Spiel sein. Leute wollen auf einem solchen System keine Rollenspiele oder Action-Adventures spielen. Also war unsere Hauptidee, ein sehr leicht zu verstehendes und einfaches Spiel mit toller Grafik und tollem Sound zu machen, das man zwischendurch spielen kann.
Mizuguchis erstes Spiel für die Xbox360 ist eine Schlägerei im Stil von "Dynasty Warriors".
Mein nächstes Projekt wird nicht nur ein Spiel, sondern auch ein Musikvideo. Ich habe die Texte geschrieben und die Musik auch für "Lumines 2" verwendet. Ich habe versucht, Musik zu schreiben, die überall ankommt. Ich bin deswegen momentan ziemlich aufgeregt. Das ist ein erster Versuch. Ich denke, ein Spiel spricht eine universelle Sprache und mit Musik ist es genauso. Jeder liebt Musik. Also habe ich einen fröhlichen Song geschrieben ... einen sehr fröhlichen Song. Vielleicht hören ihn sich die Leute an und mögen ihn.
Ich wollte Synästhesie wie in "Rez" haben: Die Musik, die Farben und die Bewegung sollten sich gegenseitig bedingen. Ich habe dann sehr helle Farben und fröhliche Klänge eingesetzt. Wenn man auf die Beats und die Farben achtet, merkt man es.
