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  • Resident Evil: The Mercenaries 3D - Leser-Test von wesker70

    Am letzten Freitag ist mit Resident Evil: The Mercenaries 3D der aus mehreren Resident Evil-Teilen bekannte Söldner-Modus erstmals als Stand-Alone-Game erschienen. Aber reicht das für ein Game oder hätte es doch etwas mehr gebraucht?

    Resident Evil: The Mercenaries 3D fasst die Söldner-Modi aus Resident Evil 5 und seinem Vorgänger in einem Game zusammen. Ohne wirkliche Geschichte oder Rahmenhandlung werdet ihr mit einer Figur eurer Wahl auf's Feld geschickt und dürft dann gegen die Uhr Gegner erledigen. Das geht sowohl alleine als auch im Duo, entweder direkt mit einem anderen 3DS oder über's Internet mit Gamern weltweit.

    Jill, Wesker und Henker Jill, Wesker und Henker Quelle: Capcom Gameplay:
    Das bekannte System bleibt erhalten: Auf verschiedenen Maps erwartet euch eine bunte Auswahl der Gegner aus RE 5 und RE 4, die ihr möglichst schnell zur Strecke bringen solltet, denn dafür gibt es Combo-Punkte. Daneben sammelt ihr Zeit-Boni ein und erhaltet zusätzliche Sekunden für gekonnt eingesetzte Nahkampf-Attacken. Diese unterscheiden sich, genauso wie die Waffen, je nach gewählter Spielfigur.

    Die Bewaffnung der jeweiligen Figur könnt ihr freispielen oder freikaufen (10 Münzen pro Set, insgesamt acht, plus Zusatz-Set), um einen anderen Charakter damit auszurüsten und so z.B. Chris mit Barrys Waffensatz in den Kampf schicken. Hier kommt auch ein kleines, taktisches Element ins Spiel: Welche Figur hat für welche Map die beste Kombination aus Nahkampf und Bewaffnung? Wie kann man das im Co-op noch optimieren? Zudem nehmen einige Charaktere leichter Schaden, sind dafür einfacher zu heilen, andere brauchen dagegen einen Kräutergarten auf, wenn ihre Anzeige erstmal auf rot ist. Auch das muss man vor dem Einsatz bedenken.

    Als kleiner Ersatz für eine fehlende Story gibt es den Mission-Mode, der auch als Tutorial dient. In fünf Levels mit drei bis fünf Untermissionen lernt ihr die Steuerung und auch das Spielprinzip kennen. Das richtet sich hauptsächlich an Neulinge, aber auch alte Mercenary-Hasen lernen hier die Feinheiten der 3DS Steuerung:

    Steuerung: nicht gut! nicht gut! Quelle: Capcom
    Das Live-Inventar aus RE 5 wurde abgeschafft und befindet sich jetzt auf dem Touchscreen, zusammen mit einer sehr schlichten Landkarte. Waffen lassen sich per D-Pad, Buchstaben-Button oder Berührung wechseln oder nachladen. Vorbei sind damit auch die Zeiten, wo sich das dringend benötigte Heilkraut links oben im Inventar befand oder man erst umständlich per Hand mischen musste. Ihr sammelt nur noch grüne Kräuter auf, die ihr bequem z.B. per A-Taste nutzen könnt. Ist eure Figur dem Tode nahe, könnt ihr sie mit Y retten. Wagemutige bleiben stehen und nehmen D-Pad und Y, so geht es um einiges schneller.

    Das Laufen und Zielen mit dem Circle-Pad geht überraschend flüssig und präzise, und eingeschränkt auch gleichzeitig: Drückt ihr eine weitere Taste, hält die Figur weiter die Waffe auf das Ziel gerichtet und ihr könnt euch bewegen, um z.B. einer Attacke auszuweichen oder in eine bessere Schuss-Position zu kommen. Gleichzeitig auch noch das Ziel wechseln geht nicht, weil ihr ja mit den Circle-Pad die Figur bewegt. Es gibt drei verschiedene Steuerungstypen, die ihr auswählen könnte. Eine individuelle Taste-Programmierung ist nicht möglich.

    Umfang:
    Anfangs könnt ihr nur die erwähnten Missionen spielen und nacheinander freischalten. Die hat man locker in 5 Stunden durch. Dann sind die eigentlichen Maps spielbar, wie man es zB aus RE 5 kennt. Natürlich könnte ihr auch die Missionen wiederholen um neue Highscores aufzustellen. So schaltet ihr auch weitere Figuren, alternative Outfits und Skills frei.
    Leider lassen sich 'neue' Modi, wie das Überstehen mehrerer Angriffswellen nur im Missions-Mode wiederholen. Man kann sie nicht mit dem Maps kombinieren.

    Skills:
    Ihr könnt jeder Figur bis zu drei Skills (z.B. Stärke, Handgun Technik, Medic) zuweisen und nun fleißig Skill-Punkte sammeln. Bei genügend Punkten werden eure Skills in drei Stufen aufgelevelt. So verlängert ihr Combo-Zeiten, verbessert Nahkampf Attacken, könnt schneller nachladen oder effektiver heilen. Freigeschaltete und gelevelte Skills könnt ihr nach Belieben auf eure Figuren verteilen.

    Zu guter Letzt gibt es auch noch Medallien, ähnlich dem Trophy/Erfolge System von PS3 und Xbox360: Für bestimmte Leistungen erhaltet ihr Medallien (50iger-Combo, alle Gegner im Nahkampf erledigt, alle Figuren freigeschaltet etc). Das Erspielen aller Medallien hat allerdings keinen weiteren Vorteil.

    Insgesamt gibt es acht Maps (fünf aus RE 5, drei aus dem Vorgänger), die etwas verkleinert und für die Missionen angepasst wurden. So ist das Dorf aus RE 4 auch bei Nacht spielbar.

    Schwerpunkt des Games liegt eindeutig auf dem Wiederspielwert und dem Jagen nach Höchstpunktzahlen, weniger auf dem Freispielen neuer Features usw. Könnt ihr euch dafür begeistern immer wieder eigenen Rekorde zu brechen, werdet ihr auch längere Zeit mit dem Game beschäftigt sein. Schade, dass Capcom hier den Reiz nicht mit einer Online Highscore-Liste erhöht hat.

    Schwierigkeitsgrad: Partytime! Partytime! Quelle: Capcom
    Die Missionen lassen sich auch von Mercs-Anängern mit etwas Übung leicht meistern. Bei den Maps zieht der Schwierigkeitsgrad etwas an. Selbst gestandene Söldner-Veteranen werden erstmal an ihrer Strategie arbeiten, wenn der große rote Henker auftaucht und seine beiden neuen Freunde mitbringt, zwei Garradores, während unterschiedlich gepanzerte Majini messerschwingend um euch herum schleichen...

    3D, Graphik und Perspektive:
    Auf Effekte wie Gegenstände, die aus dem Bildschirm fliegen, wurde verzichtet. Stattdessen wurden die Anzeigen für Ammo etc etwas nach vorne gestellt, wodurch eine Tiefenwirkung entsteht. Zudem wirkt das Geschehen plastischer, längere Gänge haben Perspektive und die Figuren vor euch wirken sehr greifbar. Manchem ist dieser 3D-Effekt vielleicht etwas zu flach. Doch dafür ist das Bild angenehm und weniger gewöhnungsbedürftig, so dass man auch bei viel Action auf dem Bildschirm nicht die Übersicht verliert.

    Verstärkt wird der 3D-Effekt, wenn man beim Zielen die First-Person-Ansicht aktiviert. Damit wird nicht nur das Zielen auf dem kleinen Bildschirm noch genauer: Wenn so ein Big Man Majini mit Ellenbogen voraus auf euch zustürzt, steigt der Adrenalin-Spiegel spürbar an. So nah wollte man ihm nicht kommen... Nachteil ist, dass ihr nur noch Ausschnitte aus den Gegner-Texturen seht, wenn sie zu dicht vor euch stehen. Hier muss man selbst ausprobieren, welche Perspektive einem am meisten zusagt. Insgesamt ist die Grafik sehr schön: Details wie Lichteffekte und Schatten sind gelungen. Das die Texturen nicht ganz so aufwendig wie z.B. auf der PS3 ist, darf man einem Handheld nicht vorhalten.

    Sound: Der Klang des 3DS ist über die Lautsprecher nicht der beste, auch Mercenaries klingt sehr dünn und blechern. Mit Kopfhörer kommt der Sound um einiges besser. Die Waffen klingen wie in RE5, die Musik ist von den Original-Games genommen und entsprechend gut. Bässe und Tiefen wie auf der heimischen Dolby/Stereo-Anlage dürft ihr aber nicht erwarten. Nur die Stimmen der Charaktere kommen sehr dünn rüber.

    Zusatz-Info:
    Speicherstände werden auf der Game-Card angelegt und können nicht gelöscht werden.

    Pro:
    - der Söldner-Modus, pur und ohne Schnörkel

    - beliebte Figuren: Chris Redfield, Hunk, Jill Valentine, Claire Redfield, Jack Krauser, Rebecca, Barry Burton, Albert Wesker

    - sehr gute Steuerung/Zielfunktion

    - hoher Wiederspielwert. Das Game legt man auch nach Monaten mal wieder für ein paar Runden ein

    - ihr braucht nur eine Spiel-Cartridge um mit anderen 3DS Besitzern im Wi-Fi-Lan spielen zu können

    - neuer Boss: Popokarimu erweist sich als echte Herausforderung

    Contra:
    - Umfang: Nur acht Maps? Alle aus RE 5 und dem Vorläufer und ein paar neue wären ein Minimum für ein Vollpreis-Game. Wenn schon Rebecca, Barry und RE 3-Jill dabei sind, sollte es auch Maps aus diesen Games geben!

    - fehlende Charaktere: Ada, Leon, Sheva...

    - keine noch so simple Story. In den Missionen weist euch einfach eine anonyme Stimme in eure 'neuen' Aufgaben ein. Etwas mehr Hintergrund hätte hier den Spass erhöht.

    - keine Cutscenes, weder um die Charaktere oder Bosse vorzustellen, noch geglückte Missionen zu feiern oä.

    - wenig Neuerung: neue Gegner und Bosse wären nett gewesen

    - 'neue' Modi wie Gegner-Wellen erledigen oder ohne Zeit-Boni alle vorhandenen Gegner erledigen sind fest mit den Missionen verbunden und können nicht als eigene Modi angewählt werden.

    - Tag/Nacht läßt sich bei den entsprechenden Maps nicht anwählen

    - Figuren haben noch weniger Kommentare zur Verfügung, was im Co-op problematisch werden kann

    - aufgelevelte Skills verändern nur begrenzt das Spielerlebnis

    - kein Online Highscore-Vergleich

    Fazit:
    Mercenaries 3D ist eine gelungene Umsetzung des Söldner-Modus für den 3DS. Es macht Laune und ist ein klasse Game für Zwischendurch. Leider wurde an Umfang und Ausstattung gespart, wohl um alles auf eine möglichst kleine Cartridge zu packen..

    Wie so oft in den letzten Monaten hat Capcom hier wieder ein gutes Konzept nur halbherzig umgesetzt. Aus der Idee eines eigenen Mercs-Games hätte man mehr herausholen können als nur ein "Best of Söldner-Modus". Insgesamt ist es ein technisch gut gemachtes Spiel, dem es an Umfang mangelt und eher ein Budget-Titel als ein Vollpreis-Spiel ist.

  • Resident Evil: The Mercenaries 3D
    Resident Evil: The Mercenaries 3D
    Publisher
    Capcom
    Developer
    Capcom
    Release
    01.07.2011
    Es gibt 15 Kommentare zum Artikel
    Von wesker70
    Danke!
    Von GenX66
    Sehr sehr guter Test! Fast so gut wie meine. :D;):hoch:
    Von wesker70
    Danke  Freut mich, dass dir der Test gefallen hat! 

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    • Es gibt 15 Kommentare zum Artikel

      • Von wesker70
        Zitat von GenX3601966
        Sehr sehr guter Test! Fast so gut wie meine. :D;):hoch:
        Danke!
      • Von GenX66
        Sehr sehr guter Test! Fast so gut wie meine. :D;):hoch:
      • Von wesker70
        Zitat von natzy78
        Hättest Spieletesterin werden sollen! Da erblasst man vor Neid :)
        Danke  Freut mich, dass dir der Test gefallen hat! 
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Resident Evil: The Mercenaries 3D
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Am letzten Freitag ist mit Resident Evil: The Mercenaries 3D der aus mehreren Resident Evil-Teilen bekannte Söldner-Modus erstmals als Stand-Alone-Game erschienen. Aber reicht das für ein Game oder hätte es doch etwas mehr gebraucht?
http://www.gamesaktuell.de/Resident-Evil-The-Mercenaries-3D-Spiel-29930/Lesertests/Resident-Evil-The-Mercenaries-3D-Leser-Test-von-wesker70-832648/
06.07.2011
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2011/07/Partytime_.jpg
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