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  • Resident Evil Revelations auf der Xbox 360 - Leser-Test von GenX3601966

    Resident Evil 6 hatte viele Fans enttäuscht, weil es ein reines Action-Spiel war. Darüber konnte auch die erste Kampagne mit Leon S. Kennedy nicht hinwegtäuschen, denn Grusel- und Horror-Elemente wurden nur ansatzweise umgesetzt. Der Rest des Spiels bestand aus Quick-Time-Events und Daueraction im Shooter-Gewand mit Sturmgewehren, Maschinengewehren und Raketenwerfern. Resident Evil: Revelations zeigt, wie man das alte Flair wieder aufleben lassen kann.


    Wichtigste Frage: Was bietet der kleine Bruder Revelations im Vergleich zum AAA-Blockbuster Resident Evil 6?

    Bei Resident Evil 6 kracht es spätestens nach der Leon-Kampagne an jeder Ecke. Irgendwas explodiert ständig und man glaubt sich mehr in einem Call of Duty wiederzufinden, als in einem Teil der altgedienten Resident Evil-Reihe.Bei Revelations geht es von Anfang an viel ruhiger zur Sache. Dieser Ableger möchte gezielt die alten Fans der Reihe ansprechen und geht von Beginn an einen anderen Weg. Es werden einem zu Anfang keine übermächtigen Waffen zugeteilt. Man muss erst mal gar nicht wild herumballern, sondern man soll die Umgebung erkunden, bevor man das erste Mal mit dem sprichwörtlichen Grauen konfrontiert wird. Denn es gibt diesmal wieder echten Horror... und den muss man erst mal überleben!

    Wo bin ich?

    Wir, das sind erst mal Parker Luciani und die altbekannte Jill Valentine, sind erstmal ein Team, das es auf den herrenlosen Kreuzfahrtdampfer "Queen Zenobia" verschlagen hat, der irgendwo als steuerloses Geisterschiff im Mittelmeer herumtreibt.

    In der Person von Jill Valentine, die man die meiste Zeit über spielt (man schlüpft aber auch ständig in diversen Spielabschnitten in andere Charaktere), durchstreift man dunkle Gänge und muss erste Konfrontationen mit mutiertem Schiffspersonal überstehen. Dabei hat Jill anfangs nur eine Pistole bei sich und die Munition ist knapp!

    Los geht's!

    In einer Rückblende wird das Schicksal der Ozeanstadt Terragrigia erzählt, die von einer Terroristenorganisation namens Veltro plattgemacht wurde. Wir sind auf der Suche nach den Drahtziehern und dabei springt die Story von Kapitel zu Kapitel geschickt zwischen den Protagonisten hin und her. Was anfangs verwirrend wirkt, wird bald klar: Es gibt eine Verschwörung von Bioterroristen und staatlichen Behörden. Wir müssen der Sache auf den sprichwörtlichen Grund gehen und forschen auf der Queen Zenobia nach den Ursachen.

    Verseucht!

    Das marode Geisterschiff hat schon bessere Zeiten gesehen, aber als clevere Jill Valentine finden wir immer einen Weg, unsere Waffen aufzurüsten. Bald haben wir eine Schrotflinte und ein Sniper-Gewehr und da kommt auch schon der erste Bossgegner: ein mutierter Kommunikationsoffizier.

    Was hier so harmlos klingt, bewahrheitet sich in der Praxis als wirklich dicker Brocken, denn neben dem mutierten Offizier kommen noch jede Menge Standard-Zombies aus ihren Löchern gekrochen. Jetzt ist aber keine Panik angesagt, denn überall auf dem Promenadendeck liegen Munition und Heilkräuter herum. Das Timing ist entscheidend, noch ein paar gezielte Schüsse aus dem Sniper-Gewehr auf die explosiven Gasflaschen, dann ist der Boss erledigt! Nun schnell den Schlüssel für die passende Tür vom toten Gegner aufgesammelt und ab in Sicherheit durch die bisher verschlossene Tür!

    Ihr merkt schon, dass dieses Spiel das Adrenalin in Wallung bringt?

    Aber es gibt auch einige Rätsel. Die sind zwar einfach gestrickt und bestehen hauptsächlich aus einem simplen Minispiel zum Schlösser knacken. Aber immerhin, Resident Evil 6 bot keinerlei Rätsel.

    Auf jeden Fall kann man erst mal durchatmen, wenn man einen Zwischenboss erledigt hat. Denn danach gibt es nicht nur eine tolle Zwischensequenz als Belohnung, sondern man findet auch dank des neuen Genesis-Scanners jede Menge Upgrades für seine Waffen. Die braucht man auch, denn die Gegner werden nicht nur artenreicher, sondern auch wesentlich stärker. Im Laufe der Zeit bekommt man z.B. Elektro- oder Impuls-Granaten, neben den üblichen Handgranaten. Man muss also ein wenig experimentieren, welche Waffen gegen welchen Feind effektiv sind und welche weniger. Mutierte Feinde gibt es jedenfalls sehr viele und sie sind zum Teil sehr unberechenbar und kämpfen fies. Mit der richtigen Taktik kann man aber jeden Gegner besiegen. Soviel dazu.

    Wie geht es weiter?

    Die Kampagne ist in 20 Episoden aufgeteilt. Speichern kann man nach jedem der 2-4 Kapitel pro Episode. Das Spiel legt aber auch jederzeit einen automatischen Spielstand an, was sehr komfortabel ist. Wenn man eine neue Episode beginnt, kommt ein Rückblick wie in einer TV-Serie, was bisher geschah. Die kann man aber auch überspringen, wenn man mag.

    Es kommen noch viele Storywedungen und Überraschungen und Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat. Die will und kann ich aber hier nicht spoilern, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

    Zur Technik:

    Revelations ist eine HD-Portierung des gleichnamigen Nintendo 3DS-Spiels für die "erwachsenen" Systeme PC, PS3 und Xbox 360. Die Grafik wurde nicht nur hoch skaliert (wie z.B. bei Resident Evil 4 HD für Xbox und PS3), sondern auch komplett für die Konsolen bzw. den PC angepasst.

    Das macht sich nicht nur in den famosen Zwischensequenzen bemerkbar, die bei der Resident Evil-Reihe ohnehin schon immer gut aussahen, sondern auch in der knack scharfen Darstellung der Hauptprotagonisten wie der bekannten Jill Valentine (u.a. RE 1,3,5) und Chris Redfield (u.a. RE 1,5,6).

    Die Grafik auf der von mir gespielten Xbox 360-Version bewegte sich unter dem Niveau von Resident Evil 5, aber weit über dem von Resident Evil 4 HD (XBL Arcade), welches nur hoch skaliert wurde und nicht komplett überarbeitet wurde wie Revelations für die aktuellen Konsolen. Das Spiel lief immer flüssig und ohne Ruckler oder Bildzerreißen (Tearing).

    Leider gibt es auf PC und den Konsolen weder stereoskopisches 3D, noch einen Splitscreen-Modus, warum auch immer.

    Atmosphäre und Sound...

    ...ist das A und O eines jeden Kenners der Kult-Reihe Resident Evil. Erst wenn die maroden Dielen knirschen und ein Stöhnen eines Zombies das Unheil im Gang um die nächste Ecke ankündigt, erst dann ist es auch ein echtes Resident Evil!

    Das gibt's hier alles. Die Hintergrundmusik ist allerdings teilweise etwas aufdringlich. Man kann sie allerdings ohne weiteres einzeln auswählbar herunter regeln.

    An den Waffensounds wurde auch nochmal etwas herum gefeilt. Auch wenn die MP5 immer noch gleich klingt, hat das neue G36 jetzt eine authentischere Klangcharakteristik, auch wenn ich noch nie selber mit dem Ding geschossen habe. Ich denke, das passt schon so.

    Die Atmosphäre für ein Resident Evil zu beschreiben ist immer am schwersten. Denn auch Resident Evil 6 hatte seine Highlights, z.B. teilweise auf dem Flugzeugträger. Resident Evil 4 hatte seine atmosphärischen Highlights eigentlich in jedem der drei Kapitel: das Dorf war cool, das Schloß und die Insel waren die Highlights.

    Bei Revelations gibt es ein (?) Schiff, die Queen Zenobia. Die Atmosphäre reicht aber eigentlich für drei Schiffe!

    Freispielbares und Multiplayer

    Der Raubzugmodus ist etwas neues. Hier kann man nach (oder vor) dem Beenden der Singleplayerkampagne alleine oder im Koop die einzelnen Shooter-Passagen nochmal spielen.

    Es gibt völlig unterschiedliche und neue Gegner (und -spawns).

    In 20 Stufen plus dem Geisterschiff-Level (ultra-hard!) kann man sich durch 20 mehr oder weniger schwere Levels kloppen, Punkte verdienen, die man wiederum in neue Waffen oder Fähigkeiten investiert. Das kann man solo spielen oder im Online-Koop, was natürlich etwas einfacher ist.

    Es gibt wie in jedem Resident Evil nach dem durchspielen der Kampagne auch ein "Neues Spiel+". Das ist vielleicht nichts neues, aber dieses Mal darf man auch alle Waffen, Fähigkeiten und Gegenstände in den Durchgang eines höheren Schwierigkeitsgrades mit übernehmen. Das bedeutet, dass der Schwierigkeitsgrad "höllisch", gar nicht mehr so unschaffbar ist, wenn man erst mal gut ausgerüstet ist.

    Für den Endloswerfer braucht man aber leider immer noch die Absolvierung auf "höllisch".

    Fazit:

    Resident Evil: Revelations hat das Genre des Survival-Horror nicht neu erfunden oder es neu definiert. Es findet aber wieder zurück zu den Wurzeln der Reihe. Die vereinzelten Schockmomente und Rätsel, so rar sie auch gesät sein mögen, haben wir sehr vermisst und Revelations hat sie uns wenigstens teilweise wieder zurück gegeben. Mehr davon, Capcom!

    03:34
    Resident Evil: Revelations: Der Test zum Horror-Spiel als Video
    Spielecover zu Resident Evil: Revelations
    Resident Evil: Revelations

    Resident Evil: Revelations

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GenX66
    90 %
    Multiplayer
    80%
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Atmosphäre
    10/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Resident Evil: Revelations
    Resident Evil: Revelations
    Release
    24.05.2013
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Tito
    Du hast mir jetzt das Spiel mehr als schmackhaft gemacht.Gut geschrieben.

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Tito
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Resident Evil: Revelations
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http://www.gamesaktuell.de/Resident-Evil-Revelations-Spiel-29925/Lesertests/Resident-Evil-Revelations-auf-der-Xbox-360-Leser-Test-von-GenX3601966-1071589/
29.05.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/05/92452442-vollbild.jpg
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