Katapultiert Ubisoft das Shooter-Genre dank innovativer Wii-Steuerung in neue Dimensionen? Unser Test klärt es!
Dank eingeblendetem Fadenkreuz können Sie lässig aus der Hüfte ballern.
So hat sich Held Scott seinen Besuch beim Schwiegervater in spe sicher nicht vorgestellt. Nicht nur, dass sich der alte Herr seiner Verlobten als mächtiger Yakuza-Boss entpuppt. Das Anstandstreffen wird zu allem Übel auch noch von einer rivalisierenden Mafia-Sippe gestört.
Das Resultat des unerfreulichen Intermezzos: Der Gangster-Papa liegt von Kugeln durchsiebt auf der Krankenpritsche, das Töchterchen hat das japanische Killer-Kommando gleich mitgenommen. Ergo ist es an Scott, die Familie wieder zu vereinen. Mit einem Dutzend Wummen und Katana im Handgepäck macht er sich auf zu einer blutigen Vendetta.
Hart wie Kruppstahl
Flammendes Inferno: Allerlei erlesene Grafikeffekte machen die stellenweise öde Umgebungsoptik wieder wett. Einzig dezentes Ruckeln stört die schicke Partikelpracht.
Die Story des 3D-Spektakels wirkt langatmig, gleiches gilt für die Präsentation. Pseudo-coole, mit Sprachausgabe unterlegte Standbilder sind im Jahre 2006 nicht mehr zeitgemäß. Aber wir wollen uns nicht an Äußerlichkeiten aufhängen, schließlich interessieren bei Red Steel die inneren Werte. Immerhin ist das Baller-Epos aus Ubisofts Pariser Entwicklungsschmiede neben Call of Duty 3 der erste Shooter, der das Steuerungskonzept der Wii-Konsole voll ausnutzt.
Grundsätzlich dirigieren Sie den Helden mit dem Analog-Stick des Nunchuk-Controllers durch die Gegend, während Sie mit der Fernbedienung zielen. Natürlich hat der Yakuza-Söldner wider Willen noch einige Manöver mehr auf Lager. Auf Knopfdruck springen Sie über niedrige Hindernisse oder ducken sich hinter Mauern. Sollte sich mal kein Kugelfang in der Nähe befinden, wirft Scott Tische und Levelinventar um und nutzt es als Barrikade.
