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  • "Es wäre idiotisch zu sagen, wir wollen Steam angreifen" - Interview mit Bethesdas Vizepräsident Pete Hines

    Pete Hines ist Vizepräsident von Bethesda Softworks und verantwortlich für PR und Marketing Quelle: Gamespot

    Wir haben Bethesdas Vizepräsident Pete Hines auf der Quakecon getroffen und mit ihm über den Bethesda-Launcher, Fallout-4-Mods, die kommenden Konsolen-Upgrades Scorpio und PS4K, sowie über die Skyrim Special Edition gesprochen.

    PC Games: Im Rahmen der Veröffentlichung von Fallout Shelter auf PC und der Beta von Elder Scrolls: Legends habt ihr auch den Bethesda-Launcher eingeführt, welcher von Spielern ganz gut angenommen wurden. Wie sehen dafür die Zukunftspläne aus? Wollt ihr Steam Konkurrenz machen?

    Pete Hines: Es wäre idiotisch zu sagen, "wir wollen Steam angreifen". Steam ist riesig groß und echt toll. Aktuell geht es beim Bethesda Launcher nur darum, unsere Produkte selbst veröffentlichen zu können. Die Open-Beta-Fassung des Launchers enthält das Fallout 4 Creation-Kit, Fallout Shelter und die Alpha-Fassung von The Elder Scrolls Legends. Wir hatten nie im Sinn, deswegen andere Dienste zu vernachlässigen. Wir wollen, dass unsere Titel überall da erhältlich sind, wo Spieler sie erwarten und spielen wollen. Ich bin nicht so besessen von Framerates und Auflösungen wie andere. Wir nutzen ja unter anderem auch Steam für das Multiplayer-Matchmaking in Doom. Wir wollen also keine bestehenden Dienste ersetzen, die von Spielern schon genutzt werden, sondern unsere Inhalte zusätzlich auch auf BNet verfügbar machen. Die Plattform ist aber auch aus einem weiteren Grund wichtig für uns. Ohne das Bethesda Net wären Mods für die Konsolenvarianten von Fallout 4 nicht denkbar und somit wären auch die kommenden Skyrim Special Editions für Konsole nicht denkbar. Ich halte es für wichtig, dass die PC-Vorherrschaft, was Mods angeht, endlich endet. Konsoleros mussten diesbezüglich lange genug neidisch in Richtung PC schauen.

    18:54
    Fallout Shelter: PC-Version im Angespielt-Video


    PC Games: Die Skyrim Special Edition ist ein gutes Stichwort - warum Sykrim und nicht Oblivion oder Morrowind?

    Pete Hines: Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Einer der wichtigsten ist, dass Skyrim mit Abstand der beliebteste der drei Titel ist. Noch wichtiger ist aber, dass Skyrim die Basis für Fallout 4 auf der aktuellen Konsolengeneration war. Tatsächlich war der erste Schritt in der Fallout-4-Entwicklung, der Versuch Skyrim auf Xbox One und PS4 überhaupt zum Laufen zu bekommen. Es war klar, dass wir als Basis für Fallout 4 das technisch am nächsten liegende Spiel nehmen mussten und das war eben Skyrim. Das heißt nicht, dass wir Morrowind nicht machen könnten. Aber weil der Titel aus dem Jahr 2002 stammt, würden wir hier eher von einer kompletten Neuauflage und nicht von einer Überarbeitung sprechen. In vielen Fällen, vor allem bei der Grafik müssten wir hier fast von Null anfangen. Bei Oblivion wäre die Situation ähnlich. Auch dieser Titel ist zehn Jahre alt und angesichts der zahlreichen Fortschritte, die wir im Bereich der Programmierung in dieser Zeit gemacht haben, wäre ein Rückkehr dazu eine echte Herkulesaufabe.

    PC Games: Die Ankündigung der Skyrim Special Edition hat wegen eines Missverständnis in Sachen Kommunikation gerade bei Konsolenspielern ja für etwas Aufruhr gesorgt. Wie geht ihr als Firma mit so einem Shitstorm um?

    Pete Hines: Wir als Firma und ich als Vertreter von Bethesda versuchen den Leuten da draußen mit so viel Geduld wie möglich die Sachlage zu erklären. Ich bin jetzt seit fast 17 Jahre bei Bethesda und ich habe noch nie versucht, Menschen davon zu überzeugen, etwas tun oder einen bestimmten Titel zu kaufen. Oder Leuten gesagt, dass nur ich etwas richtig sehe und sie im Irrtum wären. Die Geschichte, auf die du da anspielst, ist eigentlich ganz einfach und Konsolenbesitzer haben gar keinen Grund sich darüber so sehr aufzuregen. Skyrim gibt es ja auf dem PC schon eine ganze Weile, während die PS4- und Xbox-One-Versionen ja eine Neuveröffentlichung darstellen. Außerdem schenken wir PC-Spielern den Titel ja auch nicht. Sie müssen nur nicht dafür bezahlen, wenn Sie Skyrim inklusive aller Add-ons bereits besitzen. Unsere Kommunikation diesbezüglich war klar und deutlich, die Leute müssen nur richtig zuhören oder entsprechende Meldungen ordentlich lesen.

    Als ich während der E3 die Ankündigung machte, konnte ich nicht einmal meinen Satz beenden, bevor buchstäblich die Hölle losbrach. Daher noch mal: Wer Skyim auf PC inklusive aller DLCs bereits besitzt, muss für die Special Edition auf dieser Plattform nichts bezahlen. Alle anderen zahlen den vollen Preis. Das gilt verständlicherweise auch für PS4 und Xbox One, weil wir den Titel auf diesen Plattformen ja erstmals veröffentlichen. Und was vielleicht nicht jeder weiß: die Special Edition auf PC entspricht zwar inhaltlich dem alten Skyrim, das Mod-Tool ist aber ein anderes und der Titel läuft auch in 64 Bit. Daher ersetzt die Special Edition in eurer Steam-Spieleliste auch nicht den alten Eintrag, sondern wird dort separat aufgeführt.

    00:58
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    PC Games: Mit dem Erscheinen der letzten DLCs ist Fallout 4 ja praktisch abgeschlossen. Welche Erkenntnisse sind bezüglich dieses Titel bei euch hängengeblieben? Was würdet ihr anders machen?

    Pete Hines: Ich könnte eh nichts ändern, ich bin ja kein Programmierer oder Spiele-Designer. Ich habe den Titel nur ausführlich getestet und Feedback gegeben. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dass die PS4-Mods schon erhältlich wären. Insgesamt haben wir bei der Entwicklung und auch nach der Veröffentlichung von Fallout 4 viel gelernt. Das ist ja bei jedem Spiel der Fall. Wir verstehen das Spielverhalten von aktuellen Rollenspielern jetzt besser, wissen, was sie mögen und was nicht. Und wir können auch besser einschätzen, welche Inhalte von Fallout 4 gut ankamen und welche eben nicht. Wir versuchen das zu verarbeiten, um bei der Entwicklung des nächsten Titels von vorneherein mehr "richtige" Entscheidungen zu treffen. Der Prozess ist ja immer derselbe: Man hat unzählige gute Ideen, die sich in der vorgegebenen Zeit niemals realisieren lassen. Also wird rigoros ausgesiebt, was natürlich deutlich einfacher ist, wenn man auf Erfahrungswerte von vergleichbaren Spielen hat zurückgreifen kann.

    Ich bin jetzt seit fast 17 Jahre bei Bethesda und ich habe noch nie versucht, Menschen davon zu überzeugen, etwas tun oder einen bestimmten Titel zu kaufen.

    PC Games: Glaubst du, dass die kommenden Konsolen von Microsoft und Sony - Scorpio und PS4K bzw. Neo - , die deutlich mehr Hardware-Power haben werden, einen positiven Effekt auf die Gamesbranche haben?

    Pete Hines: Auch wenn ich grundsätzlich der Meinung bin, dass die beiden Konsolen richtig gut werden - für die Spieleindustrie und die Spieler -, halte ich den Zeitpunkt für zu früh. Ich kann auch jetzt nicht sagen, ob PS4K und Scorpio alle darin gesteckten Erwartungen erfüllen werden. Dafür habe ich von Hardware einfach zu wenig Ahnung. Ich weiß nur eines: Programmierer und Designer wollen für ihre Arbeit immer "mehr Power" haben und dementsprechend zufrieden sind die Jungs im Team mit dieser Entwicklung. Als man mir Scorpio vorgestellt hat, hab ich nur einen Bruchteil von den Erklärungen verstanden, während Todd Howard neben mir vor Freude aus dem Häuschen war. Ich besitze auch keinen 4K-Fernseher und habe dementsprechend auch keine Vorstellung davon, was es bedeutet in 4K zu zocken. Ich bin ehrlich gesagt auch nicht so besessen von Framerates und Auflösungen wie andere. Wenn man mir ein Spiel in 1080p zeigt und daneben das gleiche Spiel in 720p, dann kann ich oft nicht mal einen Unterschied erkennen. Spielt aber auch keine Rolle, schließlich haben wir im Team Experten für solche Geschichten. Ich bin definitiv keiner dieser Experten.

    19:31
    Prey & Quake Champions: Videofazit von der QuakeCon


    Das Interview führten unsere Redakteure Oliver Nitzsche und Max Falkenstern im Rahmen der diesjährigen Quakecon-Veranstaltung, die vom 4. bis 7. August im amerikanischen Dallas stattfindet.

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http://www.gamesaktuell.de/Quakecon-Event-239727/News/Pete-Hines-Interview-Bethesda-Launcher-Steam-Fallout-Shelter-Skyrim-1203800/
05.08.2016
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