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  • Prometheus: Dunkle Zeichen - Ridley Scotts neuestes Werk in der Gamezone-Filmkritik

    Mit Prometheus - Dunkle Zeichen beweist uns der Altmeister des Science Fiction persönlich, dass er auch im hohen Alter noch nichts von seiner Schöpferkraft verloren hat. Allerdings sind die Ansprüche mit dem philosophischen Ansatz und der Frage nach dem Ursprung der Menschheit recht hoch. Ob er diese mit seinem neuesten Werk erfüllen kann, oder ob er sich bei dem Versuch dabei überhob, lest ihr in der Filmkritik unserer Schwesterseite gamezone.de.

    Wenn Ridley Scott einen Science Fiction dreht, dann darf man die Ansprüche getrost hochschrauben, erst recht wenn es sich um ein Prequel zu Alien handelt. Über 30 Jahre ist es her, seit wir mit Hans Rudi Gigers Alien in die Alptraumwelt des schweizer Künstlers eintauchen durften, welches Scott in die abgeschlossene Welt eines Raumschiffs verfrachtete, wo ihm die Mannschaft praktisch hilflos ausgesetzt war. Nie zuvor gab es im Kino ein so perfekt gestaltetes Monster, eine augenlose und instinktgeleitete biomechanische Tötungsmaschine deren Ursprung bis heute nicht geklärt wurde. Mit Prometheus nun soll sich das ändern, endlich sollen wir erfahren woher diese Geschöpfe des absoluten Horrors stammen, in deren Adern Säure fließt und die menschliche Körper als Brutplätze für ihre Nachkommen nutzen. Doch nicht nur das, Ridley Scott verspricht uns zudem eine Konfrontation mit der wichtigsten Frage der Menschheit überhaupt, der nach unserem eigenen Ursprung, der Quelle des Menschseins.

    Man kann es gleich zu Beginn sagen, wer eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema des menschlichen Ursprungs erwartet, der wird enttäuscht werden. Natürlich ist Prometheus in erster Linie ein ultramoderner Science Fiction der uns mit seiner Technik und auch mit der schauspielerischen Leistung der Akteure zu faszinieren versucht, die tiefgreifenden Fragen nach dem Leben aber werden nur als Vehikel benutzt um die einfache These zu transportieren, dass wir Menschen nur ein Konstrukt einer außerirdischen Rasse sind. Dabei wirft der Film auch viele Fragen auf über die man noch lange diskutieren wird können, beantwortet aber kaum eine davon. Nach der Vorstellung geht man zwar durchaus mit einigen neuen Erkenntnissen bezüglich des Alien-Universums aus dem Kino, hat aber viele neue Fragen im Kopf, weswegen der Eindruck bleibt, dass Scott wohl schon einen Nachfolger plant. Von der Prometheus-Rasse abgesehen, die wahrlich faszinierend ausfiel, kommen aber die restlichen Wesen nicht einmal im Ansatz an das original Alien heran. Derweil sind sie ihrer zugedachten Aufgabe nach durchaus gut in die Geschichte integriert, können nur ihrer Optik und Funktion wegen kaum faszinieren, vor allem aber schlicht keine Angstgefühle beim Zuschauer wecken. Wo einem das Alien seit 1979 bis heute noch die Haare zu Berge stehen lässt, fragt man sich bei den neuen, eigentlich ja älteren Geschöpfen permanent, wo man Ähnliches schon gesehen hat. Ein paar Tentakel und riesige Zähne reichen einfach nicht aus, um das beklemmende Gefühl einem Alien ausgeliefert sein zu erzeugen.

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    Prometheus - Der internationale Launch Trailer
    Spielecover zu Prometheus - Dunkle Zeichen
    Prometheus - Dunkle Zeichen


    Trotzdem aber ist Prometheus ein Film den man besonders als Alien-Fan gesehen haben muss. Denn auch wenn er den philosophischen Ansprüchen nicht gerecht wird, werden uns doch viele faszinierende Szenen geboten. In Prometheus gibt es einfach keine Zufälle, alles hat eine bestimmte Bedeutung und doch wird vieles nicht ausformuliert, sondern entsteht erst im Kopf des Zuschauers. So sehen wir gleich zu Beginn den Tod eines der Ingenieure der Menschen, der gleichzeitig der Beginn des Lebens auf unserem Planeten darstellt, was natürlich sofort die Frage aufwirft, in welcher Beziehung diese zu ihren eigenen Geschöpfen stehen. Dazu wimmelt es nur so vor Zweideutigkeiten, über die sich nach dem Kinobesuch herrlich diskutieren lässt.

    David am Kontrollpult des fremden Raumschiffes David am Kontrollpult des fremden Raumschiffes Quelle: 20th Century Fox Am gelungensten aber sind die Kulissen in Prometheus. Hier bemerkt man deutlich die Hand von Ridley Scott, der Umgebungen schuf die an Perfektion grenzen. Besonders das Innere des Forschungsraumschiffes stellt schon für sich gesehen ein Meisterwerk dar, in dessen Licht die Kulissen der meisten anderen Science Fiction wie aus Pappmaschee zusammengezimmert wirken. Die Brücke des Schiffs taugt um jedem Technik-Freak das Herz aus der Brust springen zu lassen, während die Wohnräume tatsächlich so wirken als hätten sie Psychologen entwickelt um einen langen Aufenthalt im Weltraum zu ermöglichen. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Pyramiden der Prometheus-Rasse und die lebensfeindliche Umgebung von LV-223, die kein bisschen heimelig wirken. Schade aber, dass man es nicht mehr schaffte hier das Alien-Gen einfließen zu lassen, man möchte sich gar nicht vorstellen wie das Ergebnis ausgefallen wäre, hätte man H. R. Giger für diese Aufgabe gewinnen können. So aber versteht es gerade noch der gigantische Sessel des Space Jockeys an das ursprüngliche Design anzuknüpfen, während der Rest im inneren der Pyramide fast nur aus trostlosen Höhlen besteht. Zugegeben, das macht auch Sinn, schließlich handelt es sich nur um funktionelle Bauwerke die zu einem bestimmten Zweck geschaffen wurden, trotzdem hätte man von den Ingenieuren der Menschen etwas mehr erwartet.

    Während wir es im Verlaufe der gut zwei Stunden durchaus auch mit einigen blassen Charakteren zu tun bekommen, gibt es doch zwei deren Entwicklung in der Geschichte begeistern kann. An erster Stelle steht natürlich der Androide David, gespielt von Michael Fassbender, der eigentlich gar nicht menschlich sein will, es aber trotzdem versucht, einzig um besser mit den Forschern zusammenarbeiten zu können. Schon auf dem vierjährigen Flug hin zu LV-223, während sich der Rest der Mannschaft im Tiefschlaf befindet, trainiert er sich menschliches Verhalten an. Er isst, er treibt Sport und er schaut sich Filme an. Besonders Lawrence von Arabien hat es ihm angetan, aus dem er Zitate auswendig lernt und er sogar seine Frisur der von Peter O'Toole anpasst. Daraus resultierend wirkt er mitunter auch ziemlich hochmütig, besonders in den Situationen später im Film in denen er einer anderen Agenda folgt als der der Wissenschaftler. Diese Rolle verkörpert Fassbender brillant.

    Elizabeth in ihre Arbeit vertieft Elizabeth in ihre Arbeit vertieft Quelle: 20th Century Fox Eine fast schon kometenhafte Entwicklung aber legt Elizabeth Shaw hin, gespielt von Noomi Rapace, die sich von einer von ihrer eigenen Forschung mitunter verklärt wirkenden Wissenschaftlerin hin zu einer wahren Kämpfernatur entwickelt. Aus jedem Leid das ihr zugefügt wird schöpft sie neue Kraft und stählt sich in ihrem Überlebenskampf. Hier sind deutliche Parallelen zur Entwicklung von Ripley zu erkennen, die sich bis zuletzt nicht aufgibt, sondern einen unglaublichen Willen zu überleben entwickelt, ohne sich dabei selbst untreu zu werden. Ganz anders wirkt hingegen Charlize Theron, welche die Expeditionsleiterin Meredith Vickers spielt. Sie wirkt wie ein Fels in der Brandung, ihr Wort ist Gesetz und vom geplanten Vorgehen wird keine Abweichung geduldet. Dabei wirkt sie mitunter so hart, dass man es regelrecht als Befreiung empfindet, als sie der Kapitän des Schiffes fragt, ob sie nicht vielleicht auch ein Roboter sei, wie David. Doch auch sie ist nicht in alles eingeweiht, was Weyland plant und so wird sie schlussendlich selbst zum Opfer, um das fulminante Ende der Geschichte, welcher auch der Anfang einer neuen sein wird, zu ermöglichen.

    Prometheus – Dunkle Zeichen erscheint in Deutschland am 9. August in den Kinos, sowohl in 2D, 3D und auch im IMAX-Format.

  • Prometheus - Dunkle Zeichen
    Prometheus - Dunkle Zeichen
    Vertrieb
    Twentieth Century Fox
    Kinostart
    09.08.2012
    Film-Wertung:
     
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Tabako
    "die tiefgreifenden Fragen nach dem Leben aber werden nur als Vehikel benutzt um die einfache These zu transportieren,…
    Von day
    So viel Sand und keine Förmchen... Wertung?
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Tabako
        "die tiefgreifenden Fragen nach dem Leben aber werden nur als Vehikel benutzt um die einfache These zu transportieren, dass wir Menschen nur ein Konstrukt einer außerirdischen Rasse sind" - wir wäre es mit Spoilerwarnung? Vielen Dank auch...
      • Von day
        So viel Sand und keine Förmchen... Wertung?
    • Aktuelle Prometheus - Dunkle Zeichen Forum-Diskussionen

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Prometheus - Dunkle Zeichen
Prometheus: Dunkle Zeichen - Ridley Scotts neuestes Werk in der Gamezone-Filmkritik
Mit Prometheus - Dunkle Zeichen beweist uns der Altmeister des Science Fiction persönlich, dass er auch im hohen Alter noch nichts von seiner Schöpferkraft verloren hat. Allerdings sind die Ansprüche mit dem philosophischen Ansatz und der Frage nach dem Ursprung der Menschheit recht hoch. Ob er diese mit seinem neuesten Werk erfüllen kann, oder ob er sich bei dem Versuch dabei überhob, lest ihr in der Filmkritik unserer Schwesterseite gamezone.de.
http://www.gamesaktuell.de/Prometheus-Dunkle-Zeichen-Film-238840/Specials/Prometheus-Dunkle-Zeichen-Ridley-Scotts-neuestes-Werk-in-der-Gamezone-Filmkritik-892831/
19.06.2012
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2012/05/prometheus-ridley-scott-screens-004.jpg
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