Pro Evolution Soccer 5

Test Swen Harder

Der alte und neue Meister steht fest! Wieder einmal überzeugt er mit tollem Fußball, ausgefeilter Taktik und liebevollen Spieldetails.

Letzten Monat betrat "FIFA 06" unser Teststadion. Nun marschiert der größte Konkurrent ein: "Pro Evolution Soccer 5". Ob die Japaner einmal mehr das Werk aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten in die Schranken weisen können? Unser Test liefert die Antwort.

UMFANG: Internationale Prominenz auf dem "PES 5"-Cover: Arsenal-Stürmerstar Thierry Henry und Chelsea-Verteidiger John Terry blicken sich finster an. Diese beiden Herren wurden keineswegs wahllos herausgepickt, sie stehen vielmehr symbolisch für die zehn neu lizenzierten Clubs. Diese ergänzen die bereits aus "PES 4" bekannten französischen, niederländischen und italienischen Original-Mannschaften.

Unter den Neuzugängen befinden sich so namhafte europäische Spitzenvereine wie Arsenal, Chelsea, Porto und Galatasaray Istanbul. Auf lizenzierte deutsche Mannschaften müssen Sie allerdings weiterhin verzichten -- noch immer lesen Sie anstelle der echten nur Fantasienamen. So heißt Bayern München schlicht "Isar", Werder Bremen entsprechend "Weser". Immerhin sind die Spielernamen, Gesichter und Trikotnummern größtenteils authentisch.

Zudem können Sie im Editor alle Abweichungen korrigieren, sogar die Namen von Pokalen, Ligen oder Stadien dürfen Sie verändern. Diesbezüglich sind PC-User übrigens im Vorteil -- einen entsprechenden Patch wird es sicher kurz nach Erscheinen des Titels zum Download auf diversen Fan-Sites geben.

Die Präsentation von "PES 5" ist funktionell und bietet nur wenige Extras. Immerhin können Sie beim Einkaufsbummel im Shop nach und nach weitere Gimmicks wie neue Bälle, Stadien oder historische Spieler freischalten. Der überarbeitete Online-Modus ist weniger anfällig für nervige Zeitverzögerungen während des Spiels, da ab sofort sämtliche Matches über eigens eingerichtete Server laufen. So soll eine gewisse Chancengleichheit unter den Kontrahenten gewährleistet werden. Insgesamt dürfen bis zu vier Spieler an einem Online-Match teilnehmen, wobei diese sich paarweise vor je einem Bildschirm versammeln müssen.

SPIEL: Konsequente Verbesserungen im Spielablauf machen die kleinen Unzulänglichkeiten des Vorgängers vergessen. Gab es bei "PES 4" noch Aufreger wie schlechte Einwürfe, die etwas merkwürdige Vorteilsauslegung oder unsichere Torhüter, sind nun fast alle Mankos ausgemerzt. Lediglich zwei Dinge haben uns noch gestört. Erstens: Einige Schiris pfeifen viel zu kleinlich und hemmen so den Spielfluss. Zweitens: die unsägliche neue Abseitsregel; gepfiffen wird erst, wenn der im Abseits Stehende den Ball annimmt.

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