Pro Evolution Soccer 5

Test

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Wenn Sie noch nie einen Teil der Serie gespielt haben, dann eignet sich der fünfte Teil von Pro Evolution Soccer perfekt zum Einstieg -- die Tutorials sind diesmal wesentlich umfangreicher als zuvor. In über einem Dutzend Lektionen werden Ihnen die wichtigsten Kniffe vom gelungenen Freistoß bis zum perfekten Dribbling zunächst in einem Video vorgeführt, danach dürfen Sie selbst ran.

Langsamer und schwieriger

So gravierend, dass auch Profis noch einmal ins Training müssten, sind die spielerischen Änderungen zwar nicht, PES-Veteranen sollten sich trotzdem darauf einstellen, in den ersten Matches Lehrgeld zu zahlen. Vor allem die überarbeitete Ballphysik schiebt vielen Taktiken, die im Vorgänger regelmäßig zu Toren führten, einen Riegel vor. Alleingänge durchs Mittelfeld? Für Gamepad-Akrobaten und dribbelstarke Mannschaften noch immer machbar, aber eher Ausnahme als Regel. Die Kombination aus schnellem Sprint entlang der Seitenlinie, Flanke und Tor? Auch das klappt nur, wenn es exzellent getimt wird.

Pro Evolution Soccer 5 ist schwerer als sein Vorgänger, und »Schuld« daran ist vorrangig die schärfere Trennung von Ball und Spielerfüßen. Gerade als wir in den ersten Redaktionsbegegnungen mit besonders gewieften Dribblings glänzen wollten, vertändelten wir immer wieder die Kugel. Während die ballführenden Spieler die Pille nicht mehr so sicher unter Kontrolle haben wie noch in Pro Evo 4, ist es für die Verteidiger wesentlich leichter, den Angreifern das Leder ohne Grätschen oder Fouls abzuluchsen. Positiver Nebeneffekt: In Pro Evolution Soccer 5 gewinnt das Mittelfeld an Bedeutung, wir verbringen nicht mehr den Großteil der Spielzeit in Strafräumen.

Mehr Tricks, weniger Tore

Pro Evolution Soccer 5 ist aber nicht nur schwerer, sondern auch langsamer geworden. Im Vergleich zu den äußerst temporeichen Partien des Vorgängers ist das Spieltempo einen Gang zurückgeschaltet. Durch den etwas trägeren Ablauf haben Sie mehr Zeit, anspruchsvolle Dribblings aufs Parkett zu legen und den Ball am eigenen Fuß zu behalten. Wirklich gute Chancen auf einen Treffer gibt's nur, wenn Sie dem Ball mit den Schultertasten richtig Schmackes oder mit dem Steuerkreuz Effet verpassen und sicher platzieren.

Einen faden Beigeschmack hat das Ganze allerdings: Während wir uns für schön herausgespielte Tore richtig ins Zeug legen müssen, landen Schüsse aus der zweiten Reihe und Freistöße auffällig häufig im Netz.

¬ Originaltest in Heft 11/2005

Florian Stangl

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