Prince of Persia: Kindred Blades
N och in diesem Jahr will Ubisoft die Trilogie komplettieren: Nach "The Sands of Time" und "Warrior Within" soll im vierten Quartal das dritte Abenteuer des orientalischen Königssohns erscheinen. Es wird aller Voraussicht nach den Untertitel "Kindred Blades" ("Verwandte Klingen") tragen, der auf die Entstehung des Antihelden Dark Prince anspielt.
Dieser verkörpert die finstere Seite unseres Blaublüters, genau genommen ist er das Individuum, zu dem der "gute" Prinz selbst geworden wäre, hätte es den Zeitsand nie gegeben. Klingt verwirrend? Ist es auch -- und das ist erst der Anfang!
Krisen und Konflikte
Durch Störungen im Raum-Zeit-Kontinuum, die der Protagonist mit seinen wiederholten Zeitsprüngen verschuldet hat, ist eine Art alternative Gegenwart entstanden. Diese vermischt sich auf unliebsame Weise mit der tatsächlichen Gegenwart und stellt den Prinzen vor neue Probleme.
Als der Königssohn nach Babylon zurückkehrt, ist die Stadt vom Krieg verwüstet und wird von einer dunklen Armee belagert. Nicht einmal seine Untergebenen stehen mehr zu ihm, und so wird der Prinz gleich zu Beginn gefangen genommen. Seine Geliebte Kaileena muss daraufhin den Zeitsand benutzen, um ihn zu retten. Dafür bezahlt sie mit ihrem Leben. Immer auf der Flucht vor seinen Feinden in Babylon, muss sich der Held nun auch noch gegen den Dark Prince in ihm zur Wehr setzen, der versucht, seine Seele in Besitz zu nehmen.
Dieser finstere Geselle ist laut Ubisoft die körperliche Manifestation aller negativen Charakterzüge des Prinzen. Der Spieler steuert beide Figuren nach Belieben und kann so auf unterschiedliche Waffen und Kampftechniken zugreifen. Doch zunächst einmal muss sich der Prinz verwandeln. Für die Metamorphose benötigt ihr stets bestimmte Stoffe: Wollt ihr zum Dark Prince werden, braucht ihr glühende Kohlen oder Feuer. Um euch zurückzuverwandeln, müsst ihr in Kontakt mit Wasser kommen.
Leben in den Schatten
Beim Überleben im feindseligen Babylon hilft euch besonders die neue Schleichfähigkeit des Dark Prince. Auf leisen Sohlen ist dieser in der Lage, Aufsehen erregende Kämpfe geschickt zu umgehen -- und zu meucheln: Mit seiner Daggertail-Peitsche kann er Gegner strangulieren oder ihnen sogar das Genick brechen.
Wer knifflige Auseinandersetzungen mit vielen Feinden auf diese Art und Weise meis-tert, den erwartet laut Yanis Mallat, Executive Producer des Dreiteilers, eine dickere Belohnung. Freunden der offensiven Metzelei bleibt aber nach wie vor der königliche Säbel -- inklusive überarbeitetem Kampfsystem und neuer Moves! Wollt ihr die Levels erfolgreich meistern, ist es jedoch unabdingbar, zwischen den beiden Figuren und ihren Stilen hin und her zu wechseln.
Die Zeit ist wieder einmal eure Verbündete: Wie in den Prequels könnt ihr den Fluss der Zeit mittels des Zeitsandes verlangsamen, um eure erlahmten Gegner sodann blitzschnell zu vertrimmen. Alternativ springt ihr einfach in der Zeit zurück und macht Geschehenes ungeschehen. Es wird auch neue Zeitsand-Kräfte geben, diese sind aber noch geheim. Mehr können wir euch über das ebenfalls neue Speed Kill System berichten: Bleibt ihr einem Gegner durch geschickten Einsatz eurer Schleichfähigkeit lange genug verborgen, dürft ihr spektakuläre Moves ausführen. Ihr könnt dann etwa von einem Dach springen, einem Feind die Kehle durchschneiden und einem weiteren Opfer aus einer geschmeidigen Körperdrehung heraus den Kopf abschlagen. Sieht gut aus, ist aber nicht ganz unblutig, weswegen das Abenteuer wohl genau wie sein Vorgänger erst für Spieler ab 16 Jahren freigegeben sein wird.