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  • Pokémon GO im Test: Steckt da auch genug Spiel hinter dem Hype?

    Pokémon GO: Pokémon Quelle: buffed

    Endlich haben es die Pokémon-Macher geschafft! Wir gehen wieder vor die Tür - und das sogar freiwillig! Pokémon GO ist das Spiele-Phänomen des Sommers 2016 und lässt vielerorts Smartphone-Akkus schmelzen. Aber ist Pokémon GO nur ein netter Gag oder auch tatsächlich ein Spiel? Unser Review gibt die Antwort.

    Laaange haben wir gewartet und nun ist es endlich da: Pokémon Go. Nach vielen Aufregern bezüglich des Releasedatums in Deutschland, vielen vorzeitig bereits runtergeladenen APK-Dateien dürfen wir nun seit einigen Wochen auch offiziell auf die Jagd gehen und die Allerbesten werden. Ein kleiner Traum wird wahr, doch ob das AR-Spiel wirklich den Hype, die viele Bewegung und mögliche Beulen durch Begegnungen mit Straßenlaternen wert ist, verraten wir euch in unserem Test.

    Pokémon in der Realität

    Pokémon GO Das Fang-Minispiel ist denkbar simpel - oft genug aber auch frustrierend, wenn die Taschenmonster mal wieder am laufenden Band ausbrechen. Quelle: PC Games Zunächst mal für die (wahrscheinlich recht wenigen) unter euch, die tatsächlich noch nicht wissen, was Pokémon Go auszeichnet: Die kostenlos für Smartphones erhältliche App nimmt das spannende Grundprinzip der Pokémon-Reihe her und entschlackt dieses auf das Allernötigste. Ihr sammelt also wie gehabt Pokémon, entwickelt diese weiter und lasst sie im Kampf gegen die Tierchen anderer Trainer antreten. Die Kämpfe sind dabei sehr stark simplifiziert worden im Vergleich zu den Handheld-Spielen, eine Handlung gibt es abseits einer kurzen Erklärung von Professor Willow nicht und beim Fangen von Pokémon müsst ihr diese auch nicht zuerst im Kampf ermüden, bevor ihr sie euch mit einem Pokéball schnappt. Allerdings haben diese Vereinfachungen durchaus ihre Gründe, denn in einem Punkt hebt sich Pokémon Go enorm von anderen Vertretern der Reihe ab: Als Spielwelt dient unsere reale Erde! Mittels Internetverbindung und GPS-Funktion ermittelt Pokémon Go euren Standort, und auf den Straßen, Wiesen und Flüssen um euch herum können jederzeit Pokémon erscheinen. Diese werden mittels Zusammenspiel eurer Handykamera und einer Augmented-Reality-Funktion in die Welt projiziert und wirken, als wären sie tatsächlich vor euch. Darüber hinaus dienen bestimmte Orte in eurer Umgebung entweder als PokéStop, wo ihr verschiedene Items erhaltet, oder Arenen, in denen ihr euch mit anderen Trainern messen könnt.

    Schnapp sie dir fast alle!

    151 Pokémon könnt ihr bis jetzt fangen, rein theoretisch zumindest, denn die komplette erste Generation ist bisher in Pokémon Go mit dabei. Aber allzu lange werdet ihr vermutlich nicht mehr warten müssen, bis auch die restlichen 570 hinzugefügt werden und somit für viel mehr Auswahl und Variation auf unseren Straßen und Grünflächen sorgen. Natürlich ist es nicht völlig egal, wo ihr rumspaziert, manche Pokémon tauchen etwa nur auf einem Kontinent auf: Pantimos hier bei uns in Europa, Kangama nur in Australien, Porenta in Asien und Tauros nur in Nordamerika. Bekommen könnt ihr sie natürlich trotzdem, wenn ihr Glück, Ausdauer und vor allem die richtigen Eier habt. Denn nur mit den Pokémon-Eiern könnt ihr diese vier somit sehr, sehr seltenen Tierchen überall erhalten.

    Welche Pokémon bislang noch komplett fehlen - deswegen das "theoretisch" zu Beginn des Absatzes - sind die Legendären sowie Ditto. Diese sind zwar schon im Spiel implementiert, tauchen aber nicht in freier Wildbahn auf. Daher vermuten wir ebenso wie große Teile der Community, dass sie nur über spezielle Events erhältlich sein werden - wie in den Trailern angedeutet. Wer sie also wirklich alle haben will, muss entweder viel reisen, viel laufen oder mit dem von den Entwicklern für die nahe Zukunft versprochenen Tausch-Feature viel tauschen.

    03:03
    Pokémon GO: Video-Guide zum Shop - Münzen, Bonbons, Sternenstaub

    Kauf dich zum Sieg?

    Natürlich gibt es wie in fast jeder kostenlosen App Ingame-Käufe, die das gesamte Spiel finanzieren sollen. Währung in Pokémon Go sind hierbei die PokéMünzen, die man sich unter anderem für echtes Geld kaufen kann. Fraglich ist nun, ob sich das auch wirklich lohnt? Das kann man sehen, wie man will, Pokébälle zu kaufen lohnt sich auf jeden Fall nicht, schließlich könnt ihr euch diese an den vielen PokéStops einfach für lau im Vorbeilaufen schnappen. Beliebte Items im Shop sind aber mit Sicherheit die Lockmodule und die Glücks-Eier. Ersteres ist - zur kurzen Erklärung - wie der Rauch, den man bereits am Anfang des Spiels bekommt, mit dem feinen Unterschied, dass diese Module in einen PokéStop eingesetzt werden müssen, dort aber dann für ALLE Spieler 30 Minuten lang Pokémon anziehen. Außerdem sind Lockmodule wirkungsvoller als der Rauch.

    Ebenso beliebt sind die Glücks-Eier. Auch sie wirken eine halbe Stunde, in der ihr die doppelte Anzahl an Erfahrungspunkten erhaltet. Mit Entwicklungen und dem Sammeln von Erfahrungspunkten bis zum nächsten Glücks-Ei-Einsatz zu warten lohnt sich also richtig. All diese käuflichen Gegenstände erhaltet ihr aber hin und wieder auch bei Levelaufstiegen, die Anschaffung muss also nicht unbedingt sein - und durch die Arenen muss man auch nicht zwingend Geld für PokéMünzen investieren.

    Die drei Teamleiter Die drei Teamleiter Quelle: Niantic

    Das ist ... war meine!

    Arenen sind die derzeit einzigen Schauplätze für die Kämpfe in Pokémon GO Arenen sind die derzeit einzigen Schauplätze für die Kämpfe in Pokémon GO Quelle: PC Games Die Arenen sind Anlaufstelle für Kampflustige, aber auch Leute, die ihr Geld lieber sparen oder nicht gerade in ein Mobile Game investieren wollen. Hier könnt ihr PokéMünzen verdienen, indem ihr eine Arena für euer Team erobert und ein Pokémon zur Verteidigung darin abstellt. Klingt anstrengend, ist es aber nicht. Grundsätzlich müsst ihr hierfür erst mal auf Level 5 kommen und euch dann in der nächsten Arena eine Teamfarbe wählen. Ihr habt die Wahl zwischen Team Blau alias Team Weisheit - laut der hier schreibenden Redakteurin das einzig wahre Team -, Team Rot oder auch als Team Wagemut bekannt und Team Gelb alias Team Intuition. Abseits der Schmach, die man sich mit manchen Teams - hust ... gelb - gibt, ist es völlig egal, welches ihr wählt. Allerdings solltet ihr darauf achten, das ihr möglichst die gleiche Farbe wie eure Freunde wählt, um gemeinsam auf PokéMünzen-Jagd zu gehen oder aber auch eben nicht. Rivalitäten wie bei Ash und Gary sind ja auch eine Art der Freundschaft. Um nun an das Geld zu kommen, müsst ihr lediglich eine Arena besetzen, das heißt, die bereits darin untergebrachten Pokémon besiegen und dann nur noch eure eigenen einsetzen. Wenn es jedoch eine Arena eurer Farbe ist, könnt ihr diese nur mit einem eurer Pokémon unterstützen, sofern noch Platz ist.

    Dabei gilt: je höher der Level einer Arena, desto mehr Monsterchen passen rein. Habt ihr das erst mal gemeistert, könnt ihr dann alle 21 Stunden pro in einer Arena platziertem Pokémon zehn der Münzen ergattern. Je mehr Arenen ihr besetzt, umso besser also. Leicht ist es aber natürlich nicht, eine solche Arena dauerhaft zu verteidigen. Wenn erst mal ein Mob an gegnerischen Spielern auftaucht, habt ihr mit einem einzelnen, eher schwachen Pokémon natürlich nur geringe Chancen. Es ist somit also immer besser, eine Arena gleich mit Freunden einzunehmen, ihren Level durch Trainingskämpfe zu steigern und somit mehr Platz für Verteidiger zu schaffen. Gekämpft wird dabei nicht wie in den Hauptspielen rundenbasiert, sondern in Echtzeit. Wenn ihr auf den Bildschirm tippt, greift euer Pokémon mit einer schwächeren Standardattacke an. Für Spezialattacken haltet ihr den Bildschirm länger gedrückt - allerdings müsst ihr zunächst mit normalen Angriffen Energie für die starken Special Moves aufladen. Mit einem Wischen von links nach rechts oder umgekehrt weicht euer Pokémon gegnerischen Angriffen aus. Bei alledem kommen wie gewohnt die üblichen Typen-Vorteile zum Tragen. Das gegnerische Pokémon agiert dabei selbstständig und greift immer wieder mal an. Und das war auch schon das ganze Kampfsystem in Pokémon Go. Duelle mit anderen Spielern gibt's aktuell noch nicht, diese sollen später aber folgen.

    02:03
    Pokémon GO: Guide-Video zu Pokéstops und Lockmodulen

    Wo nicht mal Raupys kriechen

    Aber genug zu den Kämpfen und Geldbeschaffungsmaßnahmen in Pokémon Go. Diese bringen euch nämlich rein gar nichts, wenn ihr zu weit ab vom Schuss lebt. In vielen ländlichen Gegenden gibt es nämlich nichts. Und damit meinen wir auch wirklich NICHTS. Keine PokéStops, keine Arenen und das Traurigste und Deprimierendste an der ganzen Thematik: auch keine Pokémon. Persönliche Erfahrungen der Redakteurin untermauern dies; eine sechs Kilometer lange Radtour durch die Gegend, vorbei an Seen und Wäldern hat lediglich Folgendes hervorgebracht: Muskelkater, eine leere Trinkflasche, eine aufgegessene Banane, einen platten Reifen und ... kein einziges Pokémon. Stadtmenschen haben hier also deutliche Vorteile. Pokémon auf der Toilette fangen, kein Problem. Schnell mal ein Paras am Müllcontainer entdecken, ganz normal. Landmenschen sollten sich daher oft einen Grund suchen, in die nächste Stadt zu fahren, und sei es nur, um ein Eis zu essen. Niantic hat dieses Problem natürlich bereits erkannt und kurzzeitig ein Portal geöffnet, in welchem man neue PokéStops einreichen konnte. Dies wurde allerdings innerhalb der ersten Tage so mit Einsendungen überschwemmt, dass man es sogleich wieder offline nehmen musste. Landmenschen bleibt also nur die Hoffnung auf eine baldige pokémonreiche Zukunft.

    06:39
    Pokémon GO: Wo sind die Glumandas - Video-Special

    Nur zehn Prozent

    Natürlich waren der Hype und die Aufregung am Anfang riesig. Völlig verständlich bei einer so lebendig zurück ins Gedächtnis gerufenen Kindheitserinnerung für Viele an die Pokémon-Anfänge. Gleichzeitig kamen mit dieser übertriebenen Aufmerksamkeit auch die Probleme. Servercrashs und sogar eine DDoS-Attacke sorgten für viel Unmut unter den Spielern. Nun, wo mittlerweile alles recht stabil läuft, gehen die Spielerzahlen aber schon zurück. Der anfängliche Hype steht der geringen Menge an Inhalten gegenüber und wie Entwickler Niantic selbst sagt, sind erst zehn Prozent der eigentlich geplanten Features wirklich umgesetzt. Ein wenig früh für einen Release oder vielleicht genau richtig, um die Leute immer wieder mit neuen Updates bei Laune zu halten? An sich ist Pokémon Go genau das, was man sich davon erwartet hat, sogar mehr. Man geht endlich wieder vor die Tür, bewegt sich in der Natur und genießt die frische Luft. Im Gegenzug starrt man aber auch ständig, wie ein Zombie, auf sein Handy. Unfälle, bei denen Leute vor Autos oder gegen Laternenmäste laufen, Letzteres ist natürlich für Zuschauer zumindest lustig, sind nun keine Seltenheit mehr. Spieler sollten also nie vergessen, den Kopf einzuschalten, bevor sie auf eine Klippe zu laufen, wo sich angeblich ein Krabby aufhalten soll. Ebenso müssen aber auch die Entwickler noch einiges tun, um das Niveau des Spiels dem Hype auch gerecht zu machen. Tausch, Chat und Freundeslisten sind nur wenige Punkte, die der Community noch fehlen. Man darf also durchaus gespannt sein, wann die restlichen 90 Prozent folgen und wie diese unser neues Trainer-Dasein verbessern werden.

    09:13
    Pokémon GO: Patch 1.1.1 für iOS & 0.31.0 für Android - der "Shitstorm"-Patch in der Analyse


    Pokémon GO (iOS/Android)

    Spielspaß
    7 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Lebendige Kindheitserinnerungen
    Grund, um rauszugehen und sich zu bewegen
    Viel Potenzial, das hoffentlich genutzt wird
    Nebenbei spaßig, besonders mit Freunden
    Hakelige Steuerung und noch viele Bugs
    Wenig Content bisher
    Auf dem Land kaum Pokémon
    Immer wieder Serverprobleme

  • Pokémon GO
    Pokémon GO
    Release
    13.07.2016

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Sons of Anarchy: The Prospect Release: Sons of Anarchy: The Prospect
    Cover Packshot von Firefly Online Release: Firefly Online Fox Searchlight Pictures
    Cover Packshot von Trials Frontier Release: Trials Frontier Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von Infinity Blade Release: Infinity Blade Chair Entertainment Group , Epic Games
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Pokémon GO
Pokémon GO im Test: Steckt da auch genug Spiel hinter dem Hype?
Endlich haben es die Pokémon-Macher geschafft! Wir gehen wieder vor die Tür - und das sogar freiwillig! Pokémon GO ist das Spiele-Phänomen des Sommers 2016 und lässt vielerorts Smartphone-Akkus schmelzen. Aber ist Pokémon GO nur ein netter Gag oder auch tatsächlich ein Spiel? Unser Review gibt die Antwort.
http://www.gamesaktuell.de/Pokemon-GO-Spiel-56108/Tests/Review-1203562/
03.08.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/08/Pokemon-in-WoWl-buffed_b2teaser_169.jpg
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