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  • Game Developers Conference 06

    Die E3-Messe gilt als wichtigstes Ereignis des Videospiel-Jahres. Weniger bekannt ist die amerikanische Game Developers Conference. Dabei ist die Entwickler-Show ebenso wichtig wie die große Publikumsmesse!

    Auf der Game Developers Conference (GDC) geht es um die Zukunft der Computer- und Videospiele. Jedes Jahr im März referieren und diskutieren Game Designer, Sound Artists, Creative Directors und Producer vier Tage lang über neue Technologien und Entwicklungsprozesse, über Spielideen und Geschäftsmodelle.

    Zukunftsmusik

    Die GDC 2006 fand vom 20. bis 24. März in San Jose, Kalifornien, statt. In den insgesamt mehr als 400 Vorträgen und Gesprächsrunden äußerten sich angesehene Branchenvertreter zu einzelnen Aspekten der Software-Entwicklung. So sprach unter anderem Neil Young, Vizepräsident und Geschäftsführer von EA Los Angeles, darüber, wie man erfolgreiche Spieleserien mit Innovationen wieder interessant machen könne. Komponist Michael Giacchino ("Medal of Honor", "Mercenaries", "Black", etc) erläuterte, wie Musik die Story eines Games stützt.

    Aber nicht nur in den Konferenzsälen ging es um Entwicklungstheorien, neue Ansätze und Technologien. In einem separaten Ausstellungsbereich konnten Besucher der GDC die jüngsten Innovationen von Soft- und Hardwareherstellern ansehen und ausprobieren. Publikumsmagnet war dabei der Stand von Sony Computer Entertainment. Großen Andrang erlebten aber auch die Technik-Sessions von Sonys Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie Epic Games ("Unreal Tournament 2007"). Auch der Grundsatzrede von Phil Harrison, dem Präsidenten der Sony Worldwide Studios, lauschten viele Gäste. Warum? Ganz klar: Dort drehte sich alles um die PlayStation3.

    Daten-Highway

    Während sich Vangelis Kokkevis, Steven Osman und Eric Larsen von Sonys Simulation Technology Group in technische Details vertieften -- sie erklärten, wie man die Multi-Prozessoren-Architektur der PS3 nutzen kann, um die physikalischen Grundgesetze realistisch zu simulieren -- konzentrierte sich Harrison auf verständlichere Themen. Ein zentraler Aspekt war der Online-Service der PlayStation3.

    Der Basis-Dienst wird kostenlos angeboten. Er umfasst neben dem eigentlichen Online-Gaming eine Freundesliste, ein Rankingsystem, eine EyeToy-Videochatfunktion sowie einen Update-Service. Ähnlich wie für die PlayStation Portable wird Sony in unregelmäßigen Abständen ein Update des Betriebssystems zum Download anbieten. Damit werden auf der einen Seite laufend Sicherheitslücken geschlossen und zum anderen neue Features aktiviert. Das macht die PS3 im Vergleich zu anderen Konsolen zu einer extrem flexiblen Plattform -- sowohl für die Entwickler als auch für uns, die Zocker.

    Ein weiteres Schlüssel-Merkmal des Online-Dienstes ist der Marktplatz. In diesem virtuellen Shopping-Center kann sich der PS3-Besitzer Spielinhalte (zusätzliche Levels, Fahrzeuge, etc.) Musikstücke und Filme herunterladen oder Games und Merchandising-Artikel (T-Shirts und Actionfiguren) bestellen. Gegen ein entsprechendes Entgelt, versteht sich.

    Baukasten-System

    Um einen derart umfangreichen Online-Service auch nutzen zu können, braucht man ein großes Speichermedium. Die PS3 wird deshalb serienmäßig mit einer 60 GB großen Wechselfestplatte ausgestattet sein. Ein weiteres wichtiges Ausstattungsmerkmal, über dessen Design bereits viel diskutiert wurde, ist das Joypad der Next-Generation-Konsole. Auf der GDC war von einem silberfarbenen Bumerang allerdings nichts zu sehen! Erst auf der E3 im Mai, so Phil Harrison, wird das endgültige Modell des Controllers präsentiert.

    In seinem Vortrag kam der Präsident des Sony Worldwide Studios natürlich nicht umhin, auf die technischen Möglichkeiten der PlayStation3 einzugehen. Das Entwickler-Kit bietet standardisierte Tools und Middleware-Applikationen von 16 Herstellern (Autodesk, Metrowerks, Kynogon S.A., usw.). Zu den Tools zählen unter anderem die Unreal-3-Game- oder die Havok-Physik-Engine. Was diese in Verbindung mit dem Cell-Prozessor können, zeigten Sony sowie Entwickler wie Factor 5 ("Lair") oder Epic Games ("Unreal Tournament 2007") auf der GDC anhand verschiedener Tec- und Spiele-Demos.

    Theorie und Praxis

    Neben der bekannten Enten-Demo -- diesmal hatten sich noch ein paar schwerere und größere Gummierpel dazu gesellt -- veranschaulichte der Hardwarehersteller das Crowd-Controll-Feature (Darstellung mehrerer hundert oder tausend selbstständig agierender Objekte) mit mehreren in Echtzeit durchs Meer schwimmenden Fischschwärmen und einer Rotte fliegender Teekessel.

    Eine weitere Demo zeigte, wie ein Auto nach und nach von Gewehrsalven in seine Bestandteile zerlegt wird. Die Projektile hinterlassen nicht nur Einschusslöcher. Einige reißen auch die Stoßstange ab oder beschädigen die Verrieglung der Motorhaube, woraufhin diese aufspringt.

    Das gab es in ähnlicher Form zwar auch schon auf der PS2, aber dort war beziehungsweise ist es bei weitem nicht so detailliert und realistisch.

    Erstmals in Echtzeit und nicht nur als Video zu sehen waren die Spiele "Heavenly Sword", "WarHawk", "Formel Eins" und "MotorStorm". Bei den Ingame-Präsentationen konzentrierte man sich aber nicht auf die Spielinhalte, sondern auf technische Aspekte. Bei der "Formel Eins"-Demo stand der Online-Modus im Mittelpunkt des Interesses. Trotzdem konnten sich die Besucher einen ersten Eindruck verschaffen von der hochauflösenden Grafik mit ihrem enormen Detailreichtum und den vielen Effekten. In "MotoStorm" blieb durch das Partikel-System jeder einzelne Schlammspritzer -- und davon gibt es in dem Offroad-Rennspiel jede Menge -- an Objekten wie Felsen, Bäumen und natürlich auch Fahrzeugen hängen.

    Abwärts-Support

    Dennoch drehte sich auf der GDC bei Sony und den kooperierenden Herstellern nicht alles um die PlayStation3. Man kündigte auch die Entwicklung von Soft- und Hardware für PlayStation2 und PlayStation Portable an. Im Softwarebereich für PSP ging es in erster Linie um das Action-Adventure "Daxter" (Siehe Test Seite 85), den Shooter "Metal Slug" und das außergewöhnliche Puzzle-Spiel "LocoRoco".

    Nicht minder außergewöhnlich sind die beiden neuen Zubehörteile: Sowohl das GPS-System als auch die EyeToy-Kamera für PSP wurden bereits im März auf dem PlayStation Business Briefing (wir berichteten) vorgestellt, erregten aber dennoch große Aufmerksamkeit.

    Für die PS2 gab es nur eine Ankündigung. Die hatte es jedoch in sich. Wir haben im letzten Monat schon darüber geschrieben, aber jetzt ist es offiziell: Im Frühjahr kommenden Jahres erscheint für die PlayStation2 "God of War II: Divine Retribution". Details wurden auf der GDC nicht verraten. Die gibt es dafür hier bei uns im großen "God of War II"-Special auf Seite 22!

  • PlayStation 2
    PlayStation 2
    Hersteller
    Sony
    Release
    24.11.2000
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PlayStation 2
Game Developers Conference 06
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http://www.gamesaktuell.de/PlayStation-2-Konsolen-18123/News/Game-Developers-Conference-06-720914/
01.06.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/gdc1eps.jpg
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