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  • Review: Pirates of the Caribbean 3

    Simples Actionspielchen trifft Leinwand-Lizenz und geht ordentlich baden. Marschieren Sie lieber freiwillig über die Planke!

    Während sich Johnny Depp im Kino von der Karibik bis ans Ende der Welt tuckt und tolpatscht, tolpatschen und tucken wir uns im Spiel zum Film von einem Säbelrasseln zum nächsten. Der Unterschied: Der Film macht Spaß, das Spiel nicht. Jedenfalls nicht lange. Die monotonen Fechtduelle sind nämlich zermürbender als alle giggelnden Chipstütenknisterer im Lichtspielhaus zusammen. Und angesichts der billigen Präsentation, die qualitativ irgendwo zwischen »Retro« und »hässlich wie ein überfahrener Iltis« pendelt, mutiert jeder Eroll-Flynn-Schinken zum optischen Meisterwerk.

    Gut so, Steuermann!

    Auf dem Ausguck hauen wir Davy Jones’ Zombie-Piraten. Ob wir dabei als Jack Sparrow oder Will Turner unterwegs sind, macht spielerisch keinen Unterschied. Auf dem Ausguck hauen wir Davy Jones’ Zombie-Piraten. Ob wir dabei als Jack Sparrow oder Will Turner unterwegs sind, macht spielerisch keinen Unterschied. Dabei macht Pirates of the Caribbean vieles goldrichtig: Die Steuerung klappt tadellos, und die automatische Kameraführung verhindert Spider-Man 3-typische Irrfahrten. Mit Hilfe der Pfeiltasten steuern wir Jack Sparrow, Will Turner und Elizabeth Swan durch die grausam verstümmelte Handlung der beiden letzten Pirates-Filme, per X und Y lösen wir starke oder schwache Angriffe aus und reihen sie zu verheerenden Kombos aneinander. Das geht unkompliziert und flott von der Hand, ist aber so abwechslungsreich wie drei Wochen Rote Beete Essen. Theoretisch können wir aus verschiedenen Kombos wählen, praktisch tut’s die immer gleiche auch -- weil die Gegner hirn- und planlos sind und mit Vorliebe in so großen Massen auftauchen, dass ein wildes Tastenbombardement effektiver ist als taktische Finesse.

    Wirklich schwierig ist Pirates of the Caribbean nicht -- eher fies. Die Missionsziele sind in den seltensten Fällen klar umrissen; so kann es schon mal vorkommen, dass wir uns zehn Minuten lang durch eine Feindlawine schnetzeln, um am Ende festzustellen, dass wir gerade ein Schiff verpasst haben, von dem uns vorher niemand sagte, dass wir es erreichen sollen. Game over. Geduld auch.

    Totgeschwiegen

    Der »Jackanismus«: Wir piecksen die Dame, Sie ballert dafür dem Rotrock eine. Wenn wir die falsche Taste drücken, ist es Essig mit der Bonusbelohnung. Der »Jackanismus«: Wir piecksen die Dame, Sie ballert dafür dem Rotrock eine. Wenn wir die falsche Taste drücken, ist es Essig mit der Bonusbelohnung. Ähnlich einsilbig springt man auch bei den Miniquests mit uns um. Davon gibt’s in jeder Mission mehrere -- welche, das erfahren wir freilich erst am Ende. Theoretisch schalten wir nach Erfüllung Bonusgegenstände und -figuren frei, praktisch tun wir das bestenfalls aus Versehen, weil uns geflissentlich verschwiegen wurde, dass wir just in diesem Level eine bestimmte Kombo zehnmal hätten ausführen sollen. Und nochmal spielen wollen wir den ganzen Zinnober dann auch wieder nicht. Das ist insofern schade, als dass manche Quests sehr amüsant sind. Wie jene, bei der sich Jack von zehn Frauen eine Backpfeife abholen muss. Die haben wir zum Beispiel ohne Hilfe entdeckt. Und prompt Spaß gehabt.

    Den vergällte uns im Anschluss aber gleich wieder der »Jackanismus«. Hinter dem albernen Namen verbirgt sich ein Fahrenheit-ähnliches Minispiel, bei dem wir zum richtigen Zeitpunkt die korrekte Taste drücken müssen. Machen wir auch nur einen winzigen Fehler, geht der Jackanismus in die Hose und wir müssen die Mission noch mal von vorne spielen, wenn wir die Belohnung haben wollen. Wollen wir aber nicht. Ebensowenig wie wir Texas Hold Em oder Schummeln spielen wollen -- die beiden anderen Mini-Spiele, die kreativerweise unter den Namen »Piratenpoker« und »Piratenwürfeln« feilgeboten werden.

    Tuntig charmant

    Zum Vergleich: Ein Bild der Xbox-360-Version. Wasseranimationen, dynamische Schatten und hochauflösende Texturen gibt’s auf dem PC nicht. Dreist. Zum Vergleich: Ein Bild der Xbox-360-Version. Wasseranimationen, dynamische Schatten und hochauflösende Texturen gibt’s auf dem PC nicht. Dreist. Trotz des müden Missionsdesigns und der repetiven Kämpfe hat Pirates of the Caribbean durchaus seine lichten Momente -- und zwar in den kurzen Zwischensequenzen. Die ergeben storytechnisch zwar vorne und hinten keinen Sinn, fangen den Witz und Charme der Filmvorlage aber bisweilen wunderbar ein. Johnny Depps herrlich überzogene und latent tuntige Jack-Sparrow-Interpretation macht auch auf dem PC Spaß. Die Handlung umfasst übrigens den zweiten und dritten Teil, verstümmelt aber beide Filme selbst für die Fans der drei Streifen an den Rand der Unkenntlichkeit.

    Blöd auch, dass es nicht die Originalsprecher zu hören gibt. Der Ersatz gibt sich zwar redlich Mühe, kommt aber nicht einmal ansatzweise an den lakonischen Wortwitz der Filme heran. Wenigstens die Stimme von Johnny Depp hätte es sein dürfen; in die Entwicklung der Grafik-Engine kann Disneys atemberaubendes Marketing-Budget schließlich kaum geflossen sein ...

    Abgesoffene Optik

    Die Bosskämpfe funktionieren ähnlich wie der Jackanismus: Drücken wir die richtigen Tastenkombinationen, haut’s die Obermotze aus den Piratenlatschen. Die Bosskämpfe funktionieren ähnlich wie der Jackanismus: Drücken wir die richtigen Tastenkombinationen, haut’s die Obermotze aus den Piratenlatschen. Weil wir gerade beim Thema Grafik sind: Welcher Schlaubi-Schlumpf auch immer auf die Schnapsidee kam, die potthässliche PS2-Version auf den PC zu portieren, er sollte umgehend über die Planke gehen -- oder wenigstens ohne Essen ins Bett. Während Pirates of the Caribbean auf der PS3 und Xbox 360 richtig hübsch aussieht, ist die PC-Version so ansehnlich wie ein ersoffener Pudel. Passend zu den Matschtexturen gibt’s genau 0 (in Worten: null) Grafikoptionen sowie eine maximal einstellbare Auflösung von bahnbrechenden 1.024 mal 768 Pixeln -- was in diesem Fall übrigens wörtlich zu verstehen ist, da sie sich netterweise einzeln zählen lassen.

  • Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt
    Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt
    Publisher
    Disney Interactive Studios
    Developer
    Eurocom Entertainment
    Release
    13.11.2009

    Aktuelles zu Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt

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Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt
Review: Pirates of the Caribbean 3
Simples Actionspielchen trifft Leinwand-Lizenz und geht ordentlich baden. Marschieren Sie lieber freiwillig über die Planke!
http://www.gamesaktuell.de/Pirates-of-the-Caribbean-Am-Ende-der-Welt-Spiel-14801/Tests/Review-Pirates-of-the-Caribbean-3-726477/
07.07.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/07/t_pirates_999_07.jpg
tests