Phantasy Star Universe

Test David Bergmann

Hier gibt’s Action-Rollenspiel für Einzelgänger und Online-Rollenspiel für Gesellige. Ein Schnäppchen?

Ethan Waber heißt der Struwwelkopf, der bei einem Angriff der Seed -- gemeingefährlichen Aliens -- fast sein Leben lässt. Jetzt will er sich den intergalaktischen Ordnungshütern der Guardians anschließen, um die Typen zu vertreiben. Und wir begleiten ihn bei seiner Odyssee.

Charaktere und Gegner sehen schick aus und sind wunderbar animiert. Die Umgebungsgrafik ist allerdings durchweg trist und matschig. Charaktere und Gegner sehen schick aus und sind wunderbar animiert. Die Umgebungsgrafik ist allerdings durchweg trist und matschig. In den 20 Kapiteln der Solo-Kampagne von Phantasy Star Universe schnetzeln wir uns dann durch streng lineare Levels, kämpfen in bester Diablo-Manier gegen unzählige Gegner und lassen uns dabei alle Nase lang von ausufernden Zwischensequenzen oder Dialogen unterbrechen. Der Spielablauf ist dabei extremst simpel und langweilt bereits nach einer knappen halben Stunde: Raum betreten, alle Monster metzeln, Raum verlassen.

Diablo im All

Die dämlichen Gegner sind keine Herausforderung -- das raubt sowohl Online- als auch Offline-Modus die Motivation zum Weiterspielen. Die dämlichen Gegner sind keine Herausforderung -- das raubt sowohl Online- als auch Offline-Modus die Motivation zum Weiterspielen. Gegen die Langeweile kann auch der Rollenspiel-Anteil nichts ausrichten. Unser Held verbessert nach und nach seine Fähigkeiten, unsere Party wird größer und bekommt bessere Ausrüstung -- blöd nur, dass sich am Spiel nichts ändert. Wir machen imposanten, aber auch strunzdummen Widersachern wie Robo-Rhinos und mutierten Pflanzen mit simplen Schlagkombinationen den Garaus. Unsere Begleiter machen entweder mit oder stehen derweil nutzlos in der Ecke.

Halsabschneider

Kurzweiliger wird’s da schon im Online-Modus. Hier treffen wir uns mit anderen Spielern zum Plauschen und Feilschen -- oder wir stürzen uns mit fünf anderen Abenteuern in vorgefertigte Missionen; vergleichbar mit Instanzen aus anderen Online-Rollenspielen. Die spielen sich allerdings alle gleich und werden ähnlich schnell öde wie die Offline-Einsätze.

Einziger Vorteil: Kaum ein Auftrag dauert länger als eine Stunde. Und da es ansonsten nichts zu tun gibt, müssen Sie für Phantasy Star Universe nicht Ihr Privatleben wegwerfen, sondern können dann und wann ein Ründchen spielen. Allerdings schlägt der Online-Quickie monatlich mit Gebühren von 10 Euro zu Buche. Eine Frechheit, denn die Konkurrenten bieten ungleich mehr fürs gleiche Geld.

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