Perfect Dark Zero

Test

Joanna Darks Xbox360-Comeback ist endlich fertig. Wir testen die Shooter-Hoffnung auf Spielspaß-Herz und Action-Nieren.

Wer im Sprichwörterlexikon unter "Gut Ding will Weile haben" nachschaut, findet mit ziemlicher Sicherheit einen Eintrag zum englischen Entwickler Rare. Denn stets werkeln die Eigenbrötler heimlich, still und leise so lange an ihren Spielen, bis diese perfekt ausgereift sind. Und das kann auch gerne mal fünf Jahre dauern!

Das Paradebeispiel für diese eher gemütliche Firmenphilosophie ist das Ego-Geballer "Perfect Dark Zero": Ursprünglich als GameCube-Titel geplant, wurde die Entwicklung der Ego-Schießerei tatsächlich erst auf der Original-Xbox begonnen und nun als Xbox360-Fassung vollendet. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Fans: Mindestens so revolutionär wie der N64-Vorläufer sollte das Spiel schon sein, schallt es durch die Internetforen. Ob das fertige Stück Action-Software diesem Erwartungsdruck standhalten kann? Wir geben die Antwort!

STORY: Im Mittelpunkt der Schützen-Software steht der Solo-Modus: Sie schlüpfen in den knackigen Körper von Geheimagentin Joanna Dark und erfüllen eine extrem geheime Mission. Mehr Details verraten wir aber nicht, schließlich wollen wir Ihnen die Spannung nicht verderben? Nur so viel: "Perfect Dark"-Kenner dürfen sich auf einige Déjà-vus gefasst machen!

SPIEL: Jetzt aber rein ins Spiel: Die 14 Missionen könnten glatt aus einem James-Bond-Streifen stammen. Ob nun in einer südamerikanischen Tempelanlage, auf einer schwimmenden Raketenbasis oder in einem japanischen Herrenhaus -- die drahtige Dark geht ihrem Job in den exotischsten Ecken der Erde nach. Egal wo sie auch hinkommt, immer wird sie herzlich empfangen -- und zwar mit blauen Bohnen!

Zum Glück kann Ihre Heldin nicht nur mit Nagellack, sondern auch mit Knarren hervorragend umgehen. Vor jedem Einsatz stellen Sie sich ein Bleipustensortiment zusammen: Maschinengewehr, Schrotflinte oder Plasmakanone -- die Wahl liegt ganz bei Ihnen. Allerdings ist der Platz in Joannas Handtäschchen begrenzt, mehr als drei Schießeisen passen nicht rein.

Was die Wahl der Waffen zudem erschwert, sind deren reichhaltige Sekundär-Funktionen: So verfügen manche Ballermänner beispielsweise über Infrarot-Sichtgeräte, während andere gar ein Abbild von Fräulein Dark ins Level projizieren, um angreifende Halunken zu narren.

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