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  • Review: Penumbra - Im Halbschatten

    Der Name ist hier tatsächlich mal Programm: Penumbra bewegt sich im Halbschatten der Mystery-Adventures -- nicht wirklich gut, aber auch alles andere als schlecht.

    Nützlich: Ein Vorgänger hat auf diesem Regal ein paar Tipps für die artgerechte Spinnenhaltung hinterlassen. Das Zippo haben wir schon -- wo ist das Benzin? Nützlich: Ein Vorgänger hat auf diesem Regal ein paar Tipps für die artgerechte Spinnenhaltung hinterlassen. Das Zippo haben wir schon -- wo ist das Benzin? Spätestens seit der erfolgreichen Fernsehserie Lost ist hinreichend bekannt: Verschlossene Bodenluken sind ganz furchtbar faszinierend. Im Falle von Penumbra befindet sich besagte Luke allerdings nicht auf einem lauschigen Südsee-Eiland, sondern im öde-kalten Grönland, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen würden, wenn sie nicht vorher erfroren wären. Das tut der Faszination natürlich keinen Abbruch: Professor Philip ohne Nachnamen will da unbedingt rein, weil er in einem Brief seines vor Ewigkeiten verschwundenen Vaters schrecklich mysteriöse Dinge darüber gelesen hat. Dass es sich dabei nicht unbedingt um einen brillanten Einfall handeln könnte, kommt Philip -- ganz der typische Spieleheld -- selbstverständlich nicht in den Sinn. Also klettert er runter -- und wir mit ihm.

    Unausgegorene Kämpfe

    Näher sollten Sie sich nicht an die herumstreunenden Gegner heranwagen -- es sei denn, Sie aktivieren den einfachen Kampfmodus. Näher sollten Sie sich nicht an die herumstreunenden Gegner heranwagen -- es sei denn, Sie aktivieren den einfachen Kampfmodus. Wie es sich für ein ordentliches Mystery-Adventure gehört, findet Philip in Grönlands Stollen aber erst einmal keine Antworten, sondern eine ganze Menge neuer Fragen: Was ist das eigentlich für eine Einrichtung? Wo sind die Minenarbeiter? Und wer zum Teufel hat dieses Kampfsystem verbrochen? Schon nach ein paar Minuten sollen wir nämlich mit einem gerade gefundenen Hammer ein paar Bretter zerdeppern -- klar, denken wir, kein Problem, immer weg mit den Dingern, die waren uns sowieso ein Dorn im Auge. Blöderweise steuert sich der Hammer jedoch wie ein Zitteraal: Theoretisch müssen wir nur mit gedrückter Maustaste ausholen und schwingen, praktisch reagiert das vermaledeite Ding allerdings nur sporadisch so, wie wir uns das vorstellen, dreht dabei aber raffinierterweise die Kamera, so dass wir mit hübscher Regelmäßigkeit ins Leere dreschen.

    Glücklicherweise lässt sich das verunglückte Kampfsystem im Optionsmenü spürbar vereinfachen -- allerdings werden auf diese Weise die eigentlich spannenden, aber deutlich zu lang geratenen Schleicheinlagen obsolet, weil wir die sporadisch auftauchenden Gegner im einfachen Modus kurzerhand zu Kleinholz verarbeiten. Wirklich befriedigend ist also keine der beiden Alternativen: Entweder wir kämpfen, aber schleichen nicht, oder wir schleichen, aber kämpfen nicht. Eine ausbalancierte Mischung aus beiden Spielweisen wäre der bedrohlichen Atmosphäre gerechter geworden.

    Logische Rätsel

    In einem der ersten Physik-Rätsel überqueren wir einen elektrischen Zaun, indem wir aus herumliegenden Holzbrettern eine provisorische Rampe bauen. In einem der ersten Physik-Rätsel überqueren wir einen elektrischen Zaun, indem wir aus herumliegenden Holzbrettern eine provisorische Rampe bauen. Ansonsten steuert sich Penumbra tadellos: Per WASD bewegen wir Philip durch die finsteren Korridore, Inventar sowie Taschenlampe stehen per Hotkey zur Verfügung, rennen und kriechen dürfen wir auch. Was sich wie ein Shooter anfühlt, ist im Herzen ein klassisches Adventure. Wenn wir uns nicht gerade an Hunden oder Spinnen vorbeischleichen, tüfteln wir an diversen Logik-Rätseln. Mal müssen wir einen heruntergekommenen Generator in Gang setzen, indem wir die verschiedenen Ventile in der richtigen Reihenfolge bedienen, dann warten Morsenachrichten auf unsere Dechiffrierkünste und verraten uns einen wichtigen Code. Für die meisten dieser Rätsel existieren verstreute Hinweise in Form herumliegender Notizen, die nebenbei auch die (leider allzu aufgesetzt wirkende) Hintergrundgeschichte erzählen.

    Deutlich kniffliger sind da bisweilen die Physik-Rätsel im Stile von Half-Life 2: Um einen elektrischen Zaun zu passieren, müssen wir uns mit Holzbalken eine Rampe bauen. Und an den Inhalt einer robusten Kiste gelangen wir, indem wir sie einen Schacht hinunterschubsen.

    Beklemmende Atmosphäre

    Neben den logischen, herausfordernden Rätseln punktet Penumbra mit einer beklemmenden Atmosphäre, die ohne billige Schockeffekte auskommt. Während wir durch die Tunnel schleichen, zehren flüsternde Stimmen, trappelnde Spinnenfüße und wütendes Hundegeknurre an den Nerven. Schade nur, dass die Taschenlampe in der Bedeutungslosigkeit versinkt -- wären Lichtquellen spärlicher platziert, könnte Penumbra tatsächlich eine beängstigend klaustrophobische Stimmung erzeugen.

    Diesen Stromgenerator müssen wir zum Laufen bringen. Welche Ventile wir dabei in welcher Reihenfolge drehen müssen, verrät die Bedienungsanleitung. Diesen Stromgenerator müssen wir zum Laufen bringen. Welche Ventile wir dabei in welcher Reihenfolge drehen müssen, verrät die Bedienungsanleitung. Das gleiche dumpfe Gefühl verschenkter Möglichkeiten hinterlässt auch die Geschichte. Hinter der albernen Prämisse stecken etliche spannende Einfälle, die unglücklicherweise nie konsequent verfolgt werden. So bleibt am Schluss ein latent wirrer Storybrei, der zwar nicht langweilt, aber auch selten zum Weiterspielen animiert. Apropos Weiterspielen: Gespeichert wird in Penumbra entweder automatisch oder an den verstreuten Speicherpunkten. Der Sinn dieser Restriktion bleibt uns allerdings verschlossen -- wer nicht gerade eine diebische Freude daran hat, sechs Mal am selben Hund vorbeizuschleichen oder ihn zu verdreschen, sehnt sich nach einer komfortablen Quicksave-Funktion. Zumal sich der Verdacht aufdrängt, dass die Spieldauer auf diese Weise künstlich verlängert wird; nach sechs bis acht Stunden ist der Mystery-Spaß nämlich vorbei und das Warten auf die Fortsetzung beginnt.

  • Penumbra: Im Halbschatten - Episode Eins
    Penumbra: Im Halbschatten - Episode Eins
    Publisher
    Kalypso Media GmbH
    Developer
    Frictional Games
    Release
    29.03.2007

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Penumbra: Im Halbschatten - Episode Eins
Review: Penumbra - Im Halbschatten
Der Name ist hier tatsächlich mal Programm: Penumbra bewegt sich im Halbschatten der Mystery-Adventures -- nicht wirklich gut, aber auch alles andere als schlecht.
http://www.gamesaktuell.de/Penumbra-Im-Halbschatten-Episode-Eins-Spiel-27113/Tests/Review-Penumbra-Im-Halbschatten-725052/
31.05.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/04/t_penumbra_03_05.jpg
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