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  • Skandale und Aufreger 2013: Sim City, Pleite von THQ, Disney schließt Lucas Arts - mit Video

    PC-Spieler mussten in diesem Jahr einige Tiefschläge erdulden. Vor allem die Städtebausimulation Sim City wurde heiß diskutiert. Auch die Auflösung des Traditionsunternehmens THQ gehört zu den Tiefpunkten 2013. In unserem Video stellen wir euch die Schlagzeilen und Aufreger des Jahres vor.

    Trotz zig schöner Trends und Ideen mussten PC-Spieler auch in diesem Jahr einige Tiefschläge erdulden. Besonders Sim City, das Fans wie Kritiker mit halbgaren Features und Online-Zwang nervte, wurde heiß diskutiert. Auch sonst führte Electronic Arts in diesem Jahr die negativen Schlagzeilen an: Ob Command & Conquer, Dead Space 3, Plants vs. Zombies 2 oder aktuell der Fußball Manager 14, sie alle sorgten für Unmut bei vielen Fans. Dass der oft gescholtene Publisher aber auch eine ganze Menge richtig macht, wird dabei häufig übersehen – zu Unrecht, wie wir im Folgenden feststellen.

    Ein weiterer Tiefpunkt in diesem Jahr war die Auflösung des Traditionsunternehmens THQ. Doch es gab auch ein wenig Glück im Unglück: Viele beliebte Marken wie Homeworld, Saints Row, Company of Heroes oder Metro kamen schnell bei anderen Studios unter und werden nun beherzt weitergeführt. Weniger erfreulich scheint da das Schicksal von Lucas Arts: Auch dieses Kultstudio musste in diesem Jahr sein Personal entlassen, die Zukunft von Guybrush & Co ist immer noch ungewiss. Neue Star Wars-Spiele wird es allerdings in jedem Fall geben – mit der Lizenz wurde Electronic Arts betraut.

    THQ - Das Erbe eines Totgeweihten

    Am 23. Januar 2013 ist alles zu spät für THQ: Der Publisher ist pleite (unter anderem wegen des millionenfach produzierten, aber kaum verkauften Zeichentabletts uDraw), die Rechte an den wichtigsten Spielemarken werden versteigert. Sega schnappt sich mit Company of Heroes 2 eines der Filetstücke, muss nach Release aber viel Fan-Kritik ertragen, hauptsächlich wegen der happigen Systemanforderungen. Reibungslos verläuft der Wechsel der Metro-Reihe zu Deep Silver: Metro: Last Light erfüllt Spieler-Erwartungen und verkauft sich blendend.

    Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Entwicklung des Ego-Shooters beim Transfer der Markenrechte schon weit fortgeschritten war. Anders sieht die Sache beim South Park-Rollenspiel Der Stab der Wahrheit aus: Die neuen Chefs aus dem Hause Ubisoft hatten offensichtlich noch einige Verbesserungsvorschläge an Entwickler Obsidian Entertainment. Ein untrügliches Zeichen dafür ist die mehrfache Verschiebung des Veröffentlichungstermins, inzwischen auf März 2014. Noch völlig unklar ist derweil, was die Zukunft für die Darksiders-Serie bringt: Die Angestellten von Entwickler Vigil arbeiten inzwischen bei Crytek, die Lizenz für weitere Spiele im gleichen Universum liegt aber beim kleinen schwedischen Publisher Nordic Games (Deadfall Adventures).

    Electronic Arts - Der meistkritisierte Publisher

    Wenn ein Hersteller die neu entdeckte Bissigkeit der Spieler dieses Jahr besonders zu spüren bekam, dann war das EA. Als erstes beschwerten sich Fans der Horror-Serie Dead Space über zu viel banale Action in Teil 3, eine Flut an DLC-Waffen und den stärkeren Fokus des Unternehmens auf Mikrotransaktionen in Einzelspieler-Spielen. Viele Spieler fragen sich inzwischen (auch wegen sich widersprechender Aussagen der Geschäftsführung), ob künftige EA-Spiele überhaupt noch ohne kostenpflichtige Zusatzkäufe Spaß machen werden. Die Antwort darauf blieb EA schuldig, zumindest ein fester Teil der Unternehmensphilosophie sind DLCs und Item-Shops für bessere Knarren und mehr aber schon heute.

    Auch für das mit Spannung erwartete Serien-Reboot Sim City hat EA in Zusammenarbeit mit Entwickler Maxis etliche Download-Inhalte von zweifelhaftem Nutzen und mit teils unverschämtem Preis veröffentlicht. Gleichzeitig gehört der vermasselte Server-Start von Sim City zu den spektakulärsten Fehlschlägen 2013: Hunderttausende Käufer hatten tagelang keine Chance, mit ihrem Spiel online zu gehen. Die frustrierten Spieler, denen das Error-37-Debakel von Diablo 3 aus dem Vorjahr noch lebhaft in Erinnerung war, reagierten verärgert. Bis zum heutigen Tag leidet das Spiel zudem unter Bugs und Simulationsfehlern. Der Image-Schaden durch diese beiden Nullnummern zu Beginn des Jahres war gewaltig, auch deshalb wurde EA in den USA wohl zum zweiten Mal in Folge zur "Worst Company of America" gewählt.

    Seitdem hat die Firma unter der Leitung des neuen CEOs Andrew Wilson jedoch Schritte unternommen, um das Firmen-Image bei den Spielern zu verbessern. Die Erlöse eines Humble Bundles mit EA-Spielen kamen etwa komplett Wohlfahrtsverbänden zugute. Der Download-Service Origin bietet seit Oktober eine 24-Stunden-Garantie an, um gekaufte Spiele bei Nichtgefallen zurückzugeben – das ist mehr Kulanz, als Marktführer Steam seinen Kunden zugesteht. Und für die Zukunft hat EA mit Mirror's Edge 2 und der neuen Inkarnation von Star Wars: Battlefront zwei Fan-Favoriten im Portfolio, welche die Wogen des Jahres 2013 wieder glätten könnten.

    Lucas Arts - Disney zieht den Stecker

    Auf die vielen Negativ-Schlagzeilen von 2012 folgten dieses Jahr ähnlich niederschmetternde Neuigkeiten. Kein Studio schien vor Entlassungen sicher, oft reichte ein einzelner finanzieller Fehlschlag, um über das Schicksal Hunderter Menschen zu entscheiden. Mit Lucas Arts traf es diesmal einen der ganz großen Namen. Wenn auch einen, der über die Jahre hinweg schon mehr als einmal daneben gegriffen hat: Die Glanzzeiten des Studios mit Adventure-Hits wie Day of the Tentacle und Monkey Island oder Star Wars-Lizenspielen vom Kaliber eines X-Wing, Jedi Knight sowie Rebel Assault sind schon lange vorbei.

    Langjährige Mitarbeiter wie Tim Schafer oder Ron Gilbert verließen die Firma und nach der Jahrtausendwende sank vor allem die Qualität der direkt bei Lucas Arts entwickelten Spiele, darunter die Flops Lucidity, Bounty Hunter und The Force Unleashed 2. Dass der Name Lucas Arts dennoch kaum an Popularität einbüßte, lag vor allem an Projekten externer Studios: Knights of the Old Republic, Jedi Knight 2, Battlefront oder Empire at War gehören noch heute zu den besten Star Wars-Adaptionen für den PC. Lucas Arts stempelte die Verpackungen mit dem Firmenlogo und erntete die Lorbeeren anderer.

    Jedenfalls bis zum 3. April 2013, der das endgültige Aus für Lucas Arts als eigenständiges Unternehmen mit sich brachte: Unter dem prestigeträchtigen Namen veröffentlicht Lucasfilm-Besitzer Disney zwar auch in Zukunft Spiele (aktuell die Smartphone- App Tiny Deathstar) , die 150 Mitarbeiter des Studios mussten sich jedoch einen neuen Job suchen. Außerdem bedeutet die Schließung das Aus für das Actionspiel Star Wars 1313. PC-Spiele zur Sternenkrieg-Saga kommen in Zukunft vorrangig von Lizenznehmer Electronic Arts.

    02:18
    Worst of 2013: Die Skandale des Jahres - in der Hauptrolle: EA
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PC-Spieler mussten in diesem Jahr einige Tiefschläge erdulden. Vor allem die Städtebausimulation Sim City wurde heiß diskutiert. Auch die Auflösung des Traditionsunternehmens THQ gehört zu den Tiefpunkten 2013. In unserem Video stellen wir euch die Schlagzeilen und Aufreger des Jahres vor.
http://www.gamesaktuell.de/Panorama-Thema-233992/Specials/Skandale-und-Aufreger-2013-im-Video-1101516/
25.12.2013
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