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  • Exklusiv dokumentiert: So lief die Bundestags-LAN wirklich ab!

    In punkto Computer - und Videospiele besteht bei vielen Abgeordneten der Republik dringender Nachholbedarf. Einen wichtigen Schritt zur Weiterbildung leistete die Bundestags-LAN am vergangenen Mittwoch. Von führenden Persönlichkeiten wie Merkel, Guttenberg und Westerwelle war auf dieser Veranstaltung aber keine Spur zu sehen. Wirklich? Wir zeigen euch ein diesem nicht ernst gemeinten Special, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielte.

    Spielen am Arbeitsplatz. Für Videospielredakteure etwas alltägliches, nicht aber für unsere vielbeschäftigten Politiker. Am vergangenen Mittwoch riefen Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz und Manuel Höferlin (beide FDP) zur LAN im Bundestag auf (GA war für euch vor Ort). Die Abgeordneten der Republik waren herzlich dazu eingeladen, sich selbst ein Bild von diesen ach so ominösen Computerspielen zu machen, mit denen sich Jugend und Erwachsene die Zeit vertreiben. Entgegen den Befürchtungen waren auch Spielstationen mit Counter-Strike und anderen Ego-Shootern aufgebaut worden. THQ präsentierte vor Ort etwa Homefront.

    Den Sinn dieser Veranstaltung hielten nicht alle Parlamentarier für einleuchtend. "Wozu soll ich lernen, wie man ein Killerspiel wie Counter Strike spielt?", fragte sich Hans-Peter Uhl, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Ähnlich dürften es auch die Kabinettsmitglieder gesehen haben, denn Karl-Theodor zu Guttenberg, Angela Merkel, Guido Westerwelle und andere hat man auf der Politiker-LAN nicht zu Gesicht bekommen. Terminlich verhindert, hieß es. Welche Szenen sich tatsächlich hinter den verschlossenen Türen abspielten, verraten wir Ihnen (frei erfunden!) in den nachfolgenden Zeilen.

    Das geschah wirklich...

    Es gäbe da so einen geschützten Raum, in dem ihre Kollegen die Möglichkeit hätten, "sich an Computerspielen ausprobieren zu können", enthüllt Mitinitiatorin Dorothee Bär gegenüber der Tagesschau. Welche öffentlichkeitsscheuen Politiker sich da so alle aufhalten, hat sie uns zunächst nicht erzählt. Dadurch ist die Überraschung am Ende umso größer, als wir Zutritt zum besagten Ort erhalten. In einem abgedunkelten Bereich im Regierungsgebäude hocken tatsächlich Kanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle, Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg, "Zensursula" von der Leyen und andere politische Größen, von denen wir dachten, dass sie sich auf einer LAN niemals freiwillig blicken lassen würden. Wir fackeln nicht lange, zücken Stift und Papier und entwickeln kurzerhand einen Fragenbogen, den wir den prominenten Teilnehmern der unglaublich geheimen Netzwerkparty in die Hand drücken (siehe Bilderstrecke).

    Dann geht es auch schon los. Gespielt wird das vermeintliche Killerspiel Counter-Strike. Über die Map sind sich fast alle einig: de_dust2 soll es werden. Nur Westerwelle meckert. Als Vize-Kanzler hätte er doch ein Wörtchen bei der Kartenwahl mitzureden. Regierungschefin Merkel weist den Einwand zurück und beschwört den Koalitionsfrieden. "In einer Demokratie gewinnt eben nun mal die Mehrheit", konstatiert die CDU-Politikerin. Das Match startet. Auf Seite der Terroristen finden sich Ursula von der Leyen, Mechthild Dyckmans, Hans-Peter Uhl und Peter Ramsauer wieder. Die Antiterroreinheit besteht aus Angela Merkel, Karl-Theodor zu Guttenberg, Guido Westerwelle und Kristina Schröder. Ministerin Annette Schavan will erst noch das letzte Kapitel von Dead Space 2 zu Ende spielen, ehe sie die Partie joint. Dorothee Bär fühlt sich in der Funktion als Kommentatorin des Matches pudelwohl.

    Kampflöwin Ursula von der Leyen hält nichts von Teamplay und stürmt im Alleingang los - mit Erfolg. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales holt sich den ersten Frag. Ihr Opfer: Karl-Theodor zu Guttenberg. Der fängt an zu fluchen und alt-tabbt kurzerhand aus dem Spiel. Er müsse "die Config-Dateien von Pro-Gamern raussuchen und von dort etwas kopieren", erklärt er im mürrischen Ton. Derweil erhöht Frau von der Leyen ihren Killcount auf zwei Zähler. Herr Westerwelle fühlt sich hinter seinen Teamkollegen zu sicher und wagt es, im falschen Moment nachzuladen. Von der Leyens Grinsen hält aber nur wenige Sekunden. Plötzlich wird sie selbst gefraggt - und zwar von ihrer Teamkollegin Mechthild Dyckmans. Die "Spielverderberin" hat sich zum Ziel gesetzt, das Match zu sabotieren und ignoriert Friendly Fire.

    Ursula reagiert entsetzt und greift zu einem umstrittenen Mittel. Sie kickt ihre Partnerin vom Server. "Das ist Zensur", schimpft Dyckmans. "Eine Zensur findet nicht statt", entgegnet von der Leyen. Rückenwind genießt sie von der Kanzlerin. Kein Wunder angesichts der Spielsituation "3 gegen 4". So will - außer der Regierungschefin - niemand mehr weiterspielen. Nach und nach verlassen alle Teilnehmer die laufende Partie. Am Ende wird die Poliker-LAN als Erfolg bezeichnet, was sich am Fazit von Dorothee Bär zeigt. Sie sei "mehr als zufrieden". Weit weniger euphorisch sehen es Merkel und Co. Die Kabinettsmitglieder wollen sich aber auf jeden Fall noch einmal treffen. Es gäbe da noch ein Hühnchen zu rupfen.

    Übrigens: Falls ihr es nicht zwischen den Zeilen gelesen haben solltet: Das Special ist natürlich augenzwinkernd zu verstehen und dient in erster Linie der reinen Unterhaltung.

  • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
    Von UmbraMentor
    Würden Politiker echtes Interesse am gamen zeigen, wäre wohl der ein oder andere gamer auch mal wieder bereit sich für…
    Von KingDingeLing87
    hahaha...Ich finds super.Aber was der Herr Hans-Peter Uhl von sich gegeben hat, ist ja wohl ne Frechheit.Wenn die…
    Von GenX66
    Umgekehrt könnte ich mich als Gamer fragen: "Wozu soll ich mir einen Artikel durchlesen, in dem sich unglaubwürdige…
    • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

      • Von UmbraMentor
        Würden Politiker echtes Interesse am gamen zeigen, wäre wohl der ein oder andere gamer auch mal wieder bereit sich für politik zu interessieren. So bleibt es wohl eher, wie es stehts war. Politiker nerven Gamer und Gamer die Politiker.
      • Von KingDingeLing87
        hahaha...
        Ich finds super.
        Aber was der Herr Hans-Peter Uhl von sich gegeben hat, ist ja wohl ne Frechheit.
        Wenn die Politiker so an die Sache rangehen, wird sich leider nie etwas ändern.
        Aber nun ja...
        Das Special aufjedenfall war super
      • Von GenX66
        Zitat
        "Wozu soll ich lernen, wie man ein Killerspiel wie Counter Strike spielt?", fragte sich Hans-Peter Uhl, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion.
        Umgekehrt könnte ich mich als Gamer fragen: "Wozu soll ich mir einen Artikel durchlesen, in dem sich unglaubwürdige Politiker mit einem Thema…
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Exklusiv dokumentiert: So lief die Bundestags-LAN wirklich ab!
In punkto Computer - und Videospiele besteht bei vielen Abgeordneten der Republik dringender Nachholbedarf. Einen wichtigen Schritt zur Weiterbildung leistete die Bundestags-LAN am vergangenen Mittwoch. Von führenden Persönlichkeiten wie Merkel, Guttenberg und Westerwelle war auf dieser Veranstaltung aber keine Spur zu sehen. Wirklich? Wir zeigen euch ein diesem nicht ernst gemeinten Special, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielte.
http://www.gamesaktuell.de/Panorama-Thema-233992/Specials/Exklusiv-dokumentiert-So-lief-die-Bundestags-LAN-wirklich-ab-813567/
26.02.2011
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