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  • Review: Overspeed - High Performance Street Racing

    Ein Tuning-Rennspiel, das echte Rennfahrer herausfordert: Overspeed sieht aus wie Nachkriegsdeutschland, fährt sich aber wie ein Wirtschaftswunder.

    Bei Overspeed sollten Sie den Windschatten nutzen. Bei Overspeed sollten Sie den Windschatten nutzen. Eigentlich braucht kein Mensch mehr Tuning-Rennspiele. Mittlerweile ist doch alles getunt, was nicht bei drei auf’m Baum ist. Lachgas-Einspritzung ist so lustig wie ein Auffahrunfall, der Kenwood-Aufkleber auf der Heckscheibe überflüssig wie ein Reifenplatzer. Was also macht Overspeed hier? Ein Spiel ohne Namen, ohne Lizenz, ohne Vorgänger – mutige Entwickler oder wahnsinnige Markt-Ignoranten?

    Angenommen, die Entwickler wären tatsächlich bekloppt – dann wären wir es auch. Denn wir gönnen Overspeed satte drei Seiten Testbericht. Weil wir wohl doch etwas mit den Entwicklern Invictus gemeinsam haben: die Liebe zum (schnellen) Autofahren. Und zu realitätsnahen Simulationen. Denn Overspeed ist ein Kleinod unter den Tuning-Rennspielen. Es ist der einzige Titel, der sich Tuning-Rennsimulation nennen darf!

    Hässliches Entlein

    Unser Gegner ist weit weg. Wir könnten jetzt unsere Wäsche bügeln, da wir das Bügelbrett dabei haben. Unser Gegner ist weit weg. Wir könnten jetzt unsere Wäsche bügeln, da wir das Bügelbrett dabei haben. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Overspeed kaum von seinen vielen Konkurrenten. Der Spieler soll als Neuling in der illegalen Rennszene von Los Angeles die Nummer eins werden. So weit, so gähn. Kennt man ja. Overspeed macht sich dabei sogar noch das Leben künstlich schwer, indem es keine echte Story oder Karriere bietet. Auch keine klar definierten Charaktere, die man hassen oder lieben könnte. Das schreckt Einsteiger ab, das erschwert Fans der auf Hochglanz polierten Blender à la Need for Speed den Zugang. Wenn man sich Overspeed im Regal neben NFS Carbon und Juiced oder sogar deren Nachfolger Pro Street beziehungsweise Juiced 2 vorstellt, kommt einen das Bild vom Tanzkurs in den Sinn: Die hübschen Mädels drängelten sich in den Vordergrund, aber die Schüchterne hinten links war dafür netter. Und hatte mehr auf dem Kasten.

    Overspeed ist das hässliche Entlein, der 2CV unter lauter BMWs, Audis und Daimlers. Dafür ist es realistischer; schließlich ist die echte Welt auch nicht immer nur schöner Schein. Overspeed bietet eine echte Cockpitperspektive, die im Gegensatz zum bald erscheinenden Juiced 2 erstens gut aussieht und zweitens vor allem funktional ist. Sprich: In dieser Ansicht fährt man tatsächlich wie in echt. Das Fahrgefühl passt zu unseren praktischen Erlebnissen mit realen Autos, die man ja erst mal kennenlernen muss, bevor man weiß, wo die vordere Stoßstange tatsächlich endet. Fahren nach Gehör, leider viel zu oft praktiziert, lässt sich in Overspeed ungestraft ausprobieren. Naja, teilweise ungestraft. Manchmal hört man schon, dass man Zeit verloren hat. Und das tut dann natürlich doppelt weh.

    Fahren wie die Profis

    Mit riesigen Icons klicken wir die Tuning-Teile an unseren Flitzer. Der ist hier schon ziemlich aufgemotzt. Mit riesigen Icons klicken wir die Tuning-Teile an unseren Flitzer. Der ist hier schon ziemlich aufgemotzt. Lässt man die technischen Schwächen der etwas grobschlächtigen Grafik mal außen vor (und ignoriert den zu synthetischen Motorensound), dann fallen schnell zwei elementare Dinge auf: das Design der Rennstrecken und das Fahrverhalten der Autos. Die kreuz und quer durch Los Angeles gezirkelten Parcours weisen herausfordernde Details auf: fies geparkte Autos (mitten im Scheitelpunkt einer Kurve), tückische Kuppen vor 90-Grad-Kehren, versteckte Abkürzungen (meist knifflig anzusteuern) oder plötzlich zumachende Kurven fordern echte Autofahrer. Wer hier ans Limit gehen will, hat gleich zwei Vorteile: Zum einen macht es tierisch Spaß, Auto und Strecke zu beherrschen. Zum anderen ist man so mit den vielen kleinen Finessen beschäftigt, dass die Umgebungsgrafik gar nicht mehr weiter auffällt, geschweige denn stört. Wer in Need for Speed Carbon mit Höchstgeschwindigkeit durch die Stadt braust, kann dagegen in aller Seelenruhe die Anzahl der beleuchteten Fenster in den Hochhäusern zählen.

    Overspeed lässt uns wie erwähnt durchs nächtliche Los Angeles düsen. Durchs enge, Neon-geflutete Downtown pflügen wir uns ebenso wie durch düstere Industrieanlagen. Highlight sind aber die Rennen in den Hügeln, die an die Canyon-Duelle aus Need for Speed Carbon erinnern. Doch wo wir beim Konkurrenten mit dem großen Namen auf Canyon-Pisten unterwegs sind, die eher an Landebahnen für Jumbojets erinnern, kommt bei Overspeed Hardcore-Rallyefeeling auf. Stellenweise fühlt sich das Spiel ein wenig an wie die großartige Simulation Richard Burns Rally, denn die Hügelpfade sind eng, fies verwinkelt und mit ebenjenen tückischen Bodenwellen bestückt. Eine kleine Unachtsamkeit, und wir knallen gegen unnachgiebigen Fels. Dann kommt das Schadensmodell zum Einsatz, das wir Ihnen gleich ausführlich beschreiben.

  • Overspeed: High Performance Speed Racing
    Overspeed: High Performance Speed Racing
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    Groove Games (CDN)
    Release
    10.08.2007

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
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Overspeed: High Performance Speed Racing
Review: Overspeed - High Performance Street Racing
Ein Tuning-Rennspiel, das echte Rennfahrer herausfordert: Overspeed sieht aus wie Nachkriegsdeutschland, fährt sich aber wie ein Wirtschaftswunder.
http://www.gamesaktuell.de/Overspeed-High-Performance-Speed-Racing-Spiel-13090/Tests/Review-Overspeed-High-Performance-Street-Racing-727841/
07.09.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/08/overspeed_pc_02.jpg
tests