Overlord: Das witzige Action-Adventure angespielt!
Wir hatten die Gelegenheit, Overlord auf PC und Xbox360 ausführlich anzuspielen. Stellen Sie sich das Ganze als eine Mischung aus Action-Spiel und Nintendos Pikmin-Serie vor. Sie übernehmen die Kontrolle über den Nachfahren des vor Jahrhunderten verstorbenen Tyrannen Overlord. In Respekt einflößender Ritterrüstung und mit großer Axt ziehen Sie durch sehr hübsche Landstriche. Auf ausgiebigen Beutezügen sammeln Sie Schätze, durch die Sie den zerfallenen dunklen Turm Ihres Ahnen wieder aufmöbeln.
Immer im Schlepptau haben Sie eine kleine, im Spielverlauf immer größer werdende Schar, an Schergen. Die hören auf jedes Wort und lassen sich wunderbar benutzen, um Objekte in der Spielwelt zu schleppen, zu manipulieren oder zu zerstören. Außerdem attackieren die kleinen Kreaturen auf Ihren Befehl hin Monster und Halblinge, die sich Ihnen in den Weg stellen. Das ist praktisch, denn so können Sie sich an der Front zurückhalten. Obwohl Sie in einer dicken Rüstung stecken, hält Ihr Charakter zu Beginn des Spiels nämlich nicht viele Treffer aus. Die Schergen können Sie entweder zu einem anvisierten Zielpunkt entsenden oder direkt steuern. Auf der Xbox360 verwenden Sie dazu den rechten Analog-Stick, auf dem PC die Maus.
Es gibt vier Rassen der Schergen, die in der von uns gespielten englischen Version übrigens Minion heißen: Kämpfer, Feuermagier, Meuchelmörder und Heiler. Nur wenn Sie deren verschiedene Talente clever ausnutzen, haben Sie eine Chance, über kurz oder lang zum gefürchteten Tyrannen aufzusteigen.
Neben der schönen Optik zeichnet sich Overlord auch durch seinen wunderbar schwarzen Humor aus. Die Sprüche der guten - bisher noch englischen - Sprecher sorgen durchaus für einige Lacher. Wir hoffen, dass die deutsche Synchro ebenso gut wird. Publisher Codemasters hat uns gesagt, dass man auf jeden Fall versuchen wird, auch die englische Originalversion mit auf die deutsche DVD zu pressen.
Die von uns gespielte Fassung war schon so gut wie fertig und hinterließ einen sehr stimmigen Eindruck, einen Punkt müssen die Entwickler aber noch überarbeiten: Mangels Karte oder Markierungen, die den Weg zum nächsten Zielpunkt weisen, sind wir einige Male planlos durch die Gegend gestiefelt. Orientierungshilfen würden dem Spiel sehr gut tun.