Outward in der Vorschau: Ein Blick in den Alltag eines Abenteurers

Special David Benke
Outward in der Vorschau: Ein Blick in den Alltag eines Abenteurers
Quelle: Deep Silver

Outward geht einer interessanten Frage nach: Wie wäre es wohl wirklich, das Leben eines fantastischen Abenteurers zu führen? Dafür kombinieren die Macher von Nine Dots Studio Rollenspiel-Elemente mit denen einer Lebenssimulation. Das Ergebnis haben wir auf der gamescom getestet.

Egal ob Drachenblut oder Hexer - Rollenspiele tendieren schon gerne einmal dazu, ihre Protagonisten als ziemliche Übermenschen zu inszenieren - als mächtige Krieger, die im Alleingang eine ganz Armee vom Schlachtfeld fegen können. Mit Outward (jetzt kaufen 31,87 € ) wollen die Entwickler von Nine Dots Studio nun einen anderen Weg einschlagen. Hier seid ihr ausnahmsweise mal nicht der Auserwählte, sondern einfach nur einer von vielen. Ihr könnt euch also nicht auf eure gottgleichen Kräfte verlassen, sondern müsst für euren Erfolg hart arbeiten.

Outward setzt auf eine realistische Rollenspiel-Erfahrung - auch bei den Zaubern, die ihr mit Symbolen auf dem Boden aktivieren müsst. Quelle: Nine Dots Studio Outward setzt auf eine realistische Rollenspiel-Erfahrung - auch bei den Zaubern, die ihr mit Symbolen auf dem Boden aktivieren müsst. Das beeinflusst gleich mehrere Bereiche des Spiels, allen voran natürlich den Kampf. Hier ist es nicht möglich, einfach auf den Gegner loszustürmen und ihn mit einem Tastendruck niederzustrecken. Ihr seid auch keine Kampfmaschine, die wild mit Feuerbällen um sich schießt. Gegnerische Aufeinandertreffen haben in Outward teils fast Simulationscharakter. Besonders im Bereich Magie bedarf es einiges an Aufwand und Vorbereitung. Um einen Zauber auszuführen, müsst ihr beispielsweise erst ein Ritual vollführen und mit Manasteinen ein Symbol auf den Boden legen. Das geht natürlich nur, wenn ihr die Felsbrocken im Vorfeld auch geschürft habt.

Wenn euch in der Wildnis die Erschöpfung übermannt, solltet ihr besser ein Lager aufbauen und eine Pause einlegen. Quelle: Nine Dots Studio Wenn euch in der Wildnis die Erschöpfung übermannt, solltet ihr besser ein Lager aufbauen und eine Pause einlegen. Zudem spielt es in Gefechten eine Rolle, wie gut genährt, ausgeschlafen und hydriert sein. Outward bringt also auch einige Survival-Features mit sich. In heißen Gegenden steigt zum Beispiel eure Körpertemperatur. Dann gilt es, sich schwerer Rüstung zu entledigen und regelmäßig zu trinken, sonst leidet eure Performance und euch droht ein baldiges Ende. Nachts müsst ihr ein Zelt aufstellen und schlafen, Essen und Wasser solltet ihr vor dem Verzehr erst kochen. Der Überlebens-Aspekt soll zwar kein zentraler Punkt des fertigen Spiels sein aber ein Faktor, der schon einmal den Unterschied machen kann.

Outward stellt euer Können also auf eine harte Probe. Wir fühlten uns daher, auch aufgrund des Kampfsystems mit Ausdauerbalken, Ausweichen und Spezialattacken des Öfteren an Dark Souls erinnert. In der Welt von Outward warten zahlreiche Gefahren auf euch: Vom Höhlenmonster bis zum wandernden Bienenstock. Quelle: Nine Dots Studio In der Welt von Outward warten zahlreiche Gefahren auf euch: Vom Höhlenmonster bis zum wandernden Bienenstock. Das Rollenspiel zwingt euch dazu, geschickt zu sein, nicht kräftig. Es geht darum, eure Gegner zu überlisten und vorauszudenken. Wenn das mal nicht geklappt hat - kein Problem. Laut Entwicklern gehört Scheitern zum Leben eines Abenteurers dazu und damit auch zum Spielerlebnis.

Zudem kommt nach eurem Ableben eine andere interessante Technik zum tragen: die "Dynamic Defeat Scenarios". Je nachdem, in welchem Kontext ihr den Löffel abgebt, fällt der Wiedereinstieg ins Spiel unterschiedlich aus. Fallt ihr einer Gruppe Banditen zum Opfer, erwacht ihr etwa all eurer Habseligkeiten beraubt in der Nähe des Räuberverstecks. Manchmal habt ihr aber auch Glück und werdet von einem barmherzigen Samariter unversehrt bis zur nächsten Stadt gebracht.

In Outward gibt es insgesamt vier Städte, in denen ihr unter anderem Händler, Questgeber und Trainingsgelegenheiten findet. Quelle: Nine Dots Studio In Outward gibt es insgesamt vier Städte, in denen ihr unter anderem Händler, Questgeber und Trainingsgelegenheiten findet. Apropos Städte: Von denen gibt es im Spiel insgesamt vier verschiedene. Diese haben alle einen mittelalterlichen Fantasy-Hauch an sich. Mit Schusswaffen gibt es aber auch durchaus technologischen Fortschritt. Die Spielwelt namens Aurai ist direkt zu Beginn frei zugänglich und lädt zum Entdecken ein. Euch erwarten dynamische Landschaften, diverse Dungeons sowie drei Fraktionen, denen ihr euch anschließen könnt. Eure Wahl ist dabei endgültig. Outward speichert euren Fortschritt automatisch, ein Weg zurück gibt es nicht. Um alle Story-Linien mit fast 100 Stunden Spielzeit zu entdecken, bedarf es also mehrerer Playthrouhgs.

Die müsst ihr natürlich nicht alleine angehen, verfügt der Titel doch über einen Multiplayer-Modus. Hier könnt ihr online mit anderen Abenteurern durch die virtuelle Welt ziehen. Zudem lässt sich Outward lokal mit zwei Spielern erleben. Dank des in Rollenspielen so noch nicht gesehenen Couch-Koop-Ansatzes könnt ihr eure Spielerfahrung auch einfach im Splitscreen mit einem Freund teilen.

Meinung

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk