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  • Outrun 2006

    Engländer sind die besseren Japaner! Segas Arcade-Rennspiel wird von einem hoch talentierten Entwicklerteam aus Sheffield hervorragend für PS2 und PSP umgesetzt.

    Passione Rossa: Zwischen 1985 und 1987 avancierte Yu Suzuki bei Sega zum Starentwickler, denn der Game-Designer hatte die Idee zum Spielprinzip von "OutRun". Warum gerade Ferrari? Suzuki-san war schon immer begeistert von den roten, sündhaft teuren Edelflitzern aus dem italienischen Maranello. Aus diesem Grund entwarf er 1999 die Motorsport-Simulation "Ferrari F355 Challenge", einen sündhaft teuren Spielhallenautomaten: Um ein möglichst natürliches Sichtfeld bieten zu können, konstruierte Suzuki das Cockpit aus drei riesigen Flachbildschirmen. Doch der übertrieben hohe Simulationsanspruch, der später auch bei Dreamcast- und PS2-Piloten nicht gut ankam, sorgte dafür, dass die Rufe nach einem legitimen "OutRun"-Nachfolger immer lauter wurden.

    Sega loves Enzo

    Es dauert noch vier weitere Jahre, bis Sega "OutRun 2" der Spielewelt präsentiert. Das längst überfällige Sequel ist wie sein Vorgänger als Spielhallenautomat konzipiert, aber mit dem großen Unterschied, dass die Hardware -- das so genannte Chihiro Board -- auf der Xbox-Technologie basiert. Natürlich folgt nach kurzer Zeit eine Adaption für die Microsoft-Konsole. Überraschenderweise wird damit nicht das Sega-interne AM2-Studio betraut. Stattdessen übernehmen die englischen Auftragsentwickler von Sumo Digital die Umsetzung, die letzten Endes von der internationalen Fachpresse in den Himmel gelobt wird. Das liegt einerseits an der pixelgenauen Portierung des Coin-Ops, andererseits an den ideenreichen und amüsanten Spielmodi. Es kommt aber noch besser: Die begabten Briten imponieren ihrem Auftraggeber mit der aufgemotzten Arcade-Raserei dermaßen, dass Sega für das Automaten-Update "OutRun 2 SP" (2004) eine Vielzahl der vorgenommenen Optimierungen übernimmt.

    LA -- NY in fünf Minuten

    "OutRun 2006: Coast 2 Coast", das gerade für PS2 und PSP entwickelt wird, ist die Luxusausführung von "OutRun 2 SP". Bei beiden PlayStation-Versionen gehört auch der ursprüngliche Arcade-Modus zu den Spielmodi, der von Beginn der Serienhistorie an nach demselben Schema funktioniert: Der Fahrer muss im Kampf gegen eine rückwärts tickende Uhr diverse Abschnitte durchfahren.

    Es gibt einen Startpunkt und fünf verschiene Ziele. Am Ende einer Stage -- also an jedem Checkpoint -- teilt sich die Strecke. Das heißt: Je öfter man die linke Ausfahrt wählt, desto einfacher wird das Rennen; je öfter man die rechte Ausfahrt wählt, desto schwieriger wird es.

    Die PS-starke Spritztour führt von der Westküste zur Ostküste der Vereinigten Staaten. Bingo, deshalb auch der Untertitel "Coast 2 Coast"! Dabei wartet jede Strecke mit einem neuen Themengebiet auf: So zischt man etwa in der San Francisco Bay Area je nach gewählter Route über die in Nebelschwaden gehüllte Golden Gate Bridge, durch den im Abendlicht rot leuchtenden Grand Canyon, durch den Redwood-Nationalpark mit seinen hoch in den Himmel aufragenden Mammutbäumen oder vorbei an der Freiheitsstatue im New Yorker Stadtteil Manhattan. Insgesamt bietet diese Spielvariante 30 Abschnitte, die sich thematisch komplett voneinander unterscheiden. Die eine Hälfte stammt aus "OutRun 2", die andere aus der "SP"-Edition.

    Millionenschweres Blech

    Im krassen Gegensatz zum "OutRun"-Original, bei dem man ausschließlich den damals angesagten Ferrari Testarossa manövrierte, stehen nun zwölf wunderschöne Luxuskarossen aus Maranello zur Auswahl. Angefangen beim 44 Jahre alten 250 GTO über den 380.000 Euro (!) teuren F50 bis hin zu dem auf exakt 399 Exemplare limitierten Enzo Ferrari. Nur auf der PlayStation gesellen sich noch die funkelnagelneuen Modelle F430 und Transamerica hinzu.

    Trotz der arcadelastigen Ausrichtung des Rennspiels haben sämtliche Vehikel unterschiedliche Fahreigenschaften. Es wird zwischen Autos für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis unterschieden. Je mehr Power ein Modell unter der Haube hat, desto anspruchsvoller steuert es sich.

    Das wirkt sich jedoch in keinster Weise auf das altbewährte Gameplay aus: Nach wie vor bringt ihr den Motor der italienischen Nobelschlitten auf Hochtouren und verringert nur in engen Kurven für Sekundenbruchteile das Tempo. Durch Abbremsen und harten Lenkradeinschlag legt ihr unglaublich lange und sehenswerte Drifts auf den Asphalt: Mit Tempo 270 und qualmenden Reifen schlittert ihr problemlos am langsameren Verkehr (Sportwagen, Cabrios, Limousinen, LKW...) vorbei.

    Das so genannte Slipstream-Feature wurde von "OutRun SP" übernommen. Sinn und Zweck des Ganzen: Fahrt ihr für kurze Zeit im Windschatten eines Vehikels, kitzelt ihr noch ein paar wertvolle Stundenkilometer fürs bevorstehende Überholmanöver heraus.

    Rote Liebe rostet nicht

    Ferner haben sich die Macher von Sumo Digital die Kritik der "OutRun 2"-Fans zu Herzen genommen, war doch das Bonus-Feature in der Xbox-Version zu undurchsichtig und willkürlich ausgefallen. Zu keiner Zeit wusste man, was man für einen glorreichen Sieg oder für das Meistern einer Aufgabe erhalten würde. Jetzt gibt's ein logisches Meilensystem: Habt ihr genug Zähler gesammelt, dürft ihr im "OutRun"-Shop einkaufen gehen. Für eure Prämienpunkte bekommt ihr neue Ferraris, zusätzliche Strecken und Hintergrundmusik sowie schöne Charakterskizzen.

    Wer sich die PS2- und PSP-Ausführung von "OutRun 2006: Coast 2 Coast" holt, profitiert von der ausgeklügelten Link-Funktion. Die Speicherstände lassen sich zwischen beiden Plattformen problemlos austauschen. Folglich kann eine Session, die auf der Konsole begonnen wurde, unterwegs auf dem Handheld fortgeführt werden. Ihr habt also die Möglichkeit, immer und überall Bonusmeilen zu sammeln.

    Abschließend noch ein paar Worte zum Soundtrack: Erfreulicherweise dudeln die Ohrwürmer "Passing Breeze", "Magical Sound Shower" und "Splash Wave" des 20 Jahre alten "OutRun"-Klassikers aus den Lautsprechern -- als Originale und neu abgemischt. Der ursprüngliche Sega-Komponist Hiroshi Miyauchi (u.a. "After Burner") würde sich über die gelungenen Neuinterpretationen bestimmt freuen.

    Sumo Digital darf sich wirklich auf die Schulter klopfen: Das erste PlayStation-"OutRun" ist vollends gelungen. Besser hätte man das Arcade-Rennspiel nicht umsetzen können. Wer wissen möchte, wie die Ferrari-Hatz im Test abgeschnitten hat, muss sich die nächste Ausgabe unbedingt holen.

  • OutRun 2006: Coast 2 Coast
    OutRun 2006: Coast 2 Coast
    Developer
    Sumo Digital Ltd. (UK)
    Release
    29.03.2006

    Aktuelles zu OutRun 2006: Coast 2 Coast

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OutRun 2006: Coast 2 Coast
Outrun 2006
Engländer sind die besseren Japaner! Segas Arcade-Rennspiel wird von einem hoch talentierten Entwicklerteam aus Sheffield hervorragend für PS2 und PSP umgesetzt.
http://www.gamesaktuell.de/OutRun-2006-Coast-2-Coast-Spiel-26337/News/Outrun-2006-720113/
01.03.2006
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