Neverwinter Nights 2: Mit faszinierenden Charakteren, packender Story, dramatischen Kämpfen -- und vielen vermeidbaren Macken.
Für Kenner des Vorgängers und der Addons gibt’s zahlreiche Anspielungen, Insider-Gags und alte Bekannte wie Deekin.
Das Erntefest ist im kleinen Örtchen Westhafen der anerkannte Höhepunkt des Jahres. Doch mit der Idylle ist es schnell vorbei: Während die Landeier noch ihren Rausch ausschlafen, überfallen merkwürdige Klingenwesen und Duergar-Zwerge das Dorf. Unser Held trommelt die Miliz zusammen, und der Angriff kann gerade noch zurückgeschlagen werden. Schnell ist klar, dass es die Schurken auf einen geheimnisvollen Splitter abgesehen haben, den der Pflegevater Ihres Helden vor Jahren gefunden und versteckt hat. Wir nehmen das Teil an uns und ziehen ins Abenteuer.
So beginnt das Rollenspiel Neverwinter Nights 2, in dem das Wohl der Schwertküste einmal mehr von finsteren Mächten bedroht wird. Jetzt raten Sie mal, wer dazu auserkoren ist, die Bedrohung auszuschalten? Kleiner Tipp: Es ist nicht der Weihnachtsmann ...
Spannung auf den zweiten Blick
Einen roten Drachen zu provozieren steht auf der Liste der dummen Ideen recht weit oben, hier kriegen wir die Quittung dafür.
Auch wenn der Anfang einem Angriff mit der Klischeekeule gleicht, so entwickelt sich im Laufe des Spiels eine sehr interessante und abwechslungsreiche Geschichte mit vielen Überraschungen. Mitunter teilt sich die Story in mehrere Handlungsstränge, die später wieder zusammenlaufen. So bleibt Ihnen beispielsweise nach Ihrer Ankunft in Niewinter der Zugang zu einem gesperrten Stadtviertel verwehrt. Den Zutritt kann Ihnen eine Mitgliedschaft bei der Stadtwache bringen, was für zwanghafte Weltverbesserer wie Paladine und Waldläufer sowie gut gesinnte Charaktere die beste Wahl ist.
Bösewichter schließen sich einer örtlichen Diebesbande an. Die jeweiligen Aufgaben unterscheiden sich dann entsprechend: Als Schurke müssen Sie eine Waffenlieferung in die Stadt schmuggeln, als Gesetzeshüter sollen Sie genau das vereiteln. Spätestens an dieser Stelle nimmt man sich im Geiste vor, das Spiel ein zweites Mal auf andere Weise zu lösen.
