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  • Hands-on-Test mit Video: Virtual-Reality-System mit Cryengine 3 - Techdemo 'Locoport' von inreal

    Der auf Virtual Reality spezialisierte Entwickler inreal hat zu einer Techdemo geladen und wir haben einen Prototypen für extrem immersive Interaktion mit einer virtuellen Umgebung hands-on testen können - 'Locoport' ist der vorläufige Name für die Station, die Multimediabrille, Motion-Tracking und eine drehbare Plattform miteinander verbindet. Für die interaktive Umgebung sorgt die Cryengine 3.

    'Locoport' ist der vorläufige Name für ein Projekt, das virtuelle Realitäten möglichst natürlich begehbar und interaktionsfähig gestalten soll - die Entwickler inreal gehen damit einen Schritt weiter in die Richtung möglichst perfekter Immersion. In Zusammenarbeit mit Carl Zeiss haben sie schon für die Multimedia-Brille Cinemizer OLED einen Headtracker entwickelt, der Spiele per Kopfdrehung steuerbar machte, wie wir bereits vorgestellt haben. Locoport geht jedoch einige Schritte weiter und verbindet die Erfassung des Kopfes mit Motion-Tracking des ganzen Körpers und stellt den Tester auf eine spezielle Plattform, auf der Gehen in Bewegung in der virtuellen Welt umgesetzt wird.

    Unter Beobachtung - die einzelnen Bestandteile und Sensoren

    Kernstück ist der Cinemizer OLED - die Multimedia-Brille gibt ein extrem scharfes Bild mit klaren Farben aus und das auch in 3D. Dabei entsteht für den Träger ein virtueller Bildschirm mit einer Diagonale von 40 Zoll, der in ein zwei Meter Entfernung schwebt - alles andere wird durch eine angepasste Maske ausgeblendet. Das sorgt an sich schon für eine starke Immersion. Der mit der Brille kombinierte Headtracker verfolgt dank gyroskopischer Sensoren die Blickrichtung des Trägers und gleicht sie mit dem Bildausschnitt ab: Das Umsehen in der Umgebung funktioniert reibungslos und ohne Verzögerung.

    Zusätzlich wird die gesamte Körperhaltung abgelesen, dazu wird beim derzeitigen Prototypen schlicht die Stereokamera einer Kinect verwendet. So kann die Haltung der Arme, die Eindrehung des Körpers und die Bewegung der Beine auf ein Modell übertragen werden, man kann also tatsächlich an sich herunter schauen und die eigenen Füße und Hände betrachten.

    Die virtuelle Welt an sich basiert auf der Cryengine 3 - für die Techdemo wurde ein Parcours mit mehreren Interaktions- und Physikspielerein gebaut und die leistungsstarke Engine von Crytek sorgt darin für eine ansehnliche Umgebung, die auf Schüsse und Berührungen reagiert. Kisten lassen sich umstoßen und schubsen, bei einem kurzen Marsch durch flaches Wasser können wir Schilf mit Beinen und Armen beiseite biegen.

    Schießen können wir auch - dazu hat inreal derzeit einen Move-Controller umgebaut und mit einem eigenen Tracking-System versehen. Dieses System und die Kinect setzen um, wohin wir zielen und was wir treffen werden.

    Die größte Herausforderung für virtuelle Realitäten, die möglichst unmittelbar und ohne weitere Hilfsmittel erlebt werden sollen, ist die Fortbewegung darin. Dafür kommt die eigentliche Locoport-Station in Einsatz. Darin wird man per Hüftgurt festgeschnallt, dessen Aufhängung die Körperneigung und -drehung registriert. Zusätzlich muss man in Überschuhe schlüpfen, die den Druck beim Auftreten, die Bewegung der Füße vorwärts und auch Drehungen registrieren. Der Trick daran ist der Untergrund, der mit den Sohlen der Überschuhe praktisch keine Reibung erzeugt und zugleich drehbar ist. Der Boden richtet sich als nach der Gehrichtung aus und Kombination mit der Aufhängung entsteht das Gefühl, sich zu drehen und zu gehen, ohne tatsächlich von der Stelle zu kommen.

    Wie real ist die Virtualität?

    Die Fortbewegung auf dem Locoport ist etwas gewöhnungsbedürftig - idealerweise gewöhnt man sich dabei einen eher mechanischen, stapfenden Gang an, dessen Geschwindigkeit auch stark begrenzt ist. Mit etwas Übung sind die Drehungen und Bewegungen aber erstaunlich intuitiv - der Prototyp verarbeitet die Angaben der Sensoren in den Überschuhen, die Körperneigung und die Daten der Kinect und passt die Ausrichtung des drehbaren Bodens und der Blickrichtung in der virtuellen Realität an. Das erzeugt tatsächlich das Gefühl, die Richtung zu ändern und sich durch die Umgebung zu bewegen, ohne dass es tatsächlich zu einer Drehung käme. Die Übereinstimmung mit dem sichtbaren Bild und dem Körpergefühl vermeidet dabei auch das Aufkommen von Gaming-Sickness, wie sie nur mit Brille und Headtracker durchaus eintreten kann.

    Die Umsetzung der Kopfhaltung ist dabei der reibungsloseste Part der Simulation. Selbst wenn das Bild kurz nicht übereinstimmt, reicht ein schlichtes zweimaliges Nicken, um den Headtracker wieder zu synchronisieren. Die Kinect hingegen ist derzeit ein begrenzender Faktor und zeigt die zu erwartende Zickigkeit bei ungünstiger Beleuchtung oder zu dunkler Kleidung - Beine und Arme werden nicht dort angezeigt, wo sie sich befinden sollten, was Schießübungen behindern kann.

    Das Gehen auf dem Locoport ist anstrengender als Bewegung in der Realität - das liegt aber auch daran, dass für uns das Gerät nicht extra justiert wurde. Ist es auf eine Person eingestellt, sollen dünne Drahtkabel per Zug die Bewegung unterstützen und die Schritte natürlicher und leichter gestalten.

    Zukunftspläne

    Mit dem jetzigen Stand des Projekts hat der Locoport vor allem einen Zweck: Er soll die aktuellen Möglichkeiten für virtuelle Realitäten vorführen und zeigen, was mit derzeit erhältlicher Technologie wie dem Cinemizer OLED, der Kinect und der Cryengine 3 möglich ist. Die Möglichkeit, sich überraschend frei und problemlos durch eine virtuelle Umgebung zu bewegen ist für die Präsentation von architektonischen Entwürfen oder anderen rein digital existierenden Umgebungen ideal geeignet. In Sachen Gaming bleibt jedoch die Frage der Anwendbarkeit. Der Prototyp lässt nur eine bestimmte Bewegungsgeschwindigkeit zu, erzeugt dafür aber eine derzeit beispiellose Immersion. Das Projekt Oculus Rift, die per Kickstarter finanzierte Virtual-Reality-Brille, hat Erkundungs-Spiele wie das derzeit per Crowdfunding sammelnde The Gallery: Six Elements inspiriert. Für die Locoport-Lösung bieten sich ebenfalls solche Konzepte an, die tiefes Eintauchen in die Welt und nicht genaue Steuerung und schnelle Reaktion zum Schwerpunkt haben.

    Das ist aber ohnehin reine Zukunftsmusik - noch haben inreal keine klaren Pläne, wohin sich der Locoport entwickeln soll. Als Demonstration der Möglichkeiten ist der derzeitige Prototyp allerdings überzeugend. Wenn ihr euch selbst ein Bild von dem Aufbau, den Bestandteilen und der Bewegung innerhalb der virtuellen Umgebung machen wollt, findet ihr all das in unserem Videobeitrag unter diesem Artikel.

    15:21
    Locoport: VR-Anlage im Hands On-Test
  • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Kekser
    Wow, geniale Sache! Wenn das mit der Bewegung noch etwas verbessert werden würde und man sich vielleicht irgendwann um…
    Von Sonic1080
    den test hätte ich auch gern gemacht 
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Kekser
        Wow, geniale Sache! Wenn das mit der Bewegung noch etwas verbessert werden würde und man sich vielleicht irgendwann um 360° bewegen könnte, wär das der Hit!
        Man müsste auf irgendwas laufen, wo der Boden sich entsprechend mitbewegt. Sowas wie ein Laufband, ein 360°-Laufband! 
      • Von Sonic1080
        den test hätte ich auch gern gemacht 
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1062206
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Hands-on-Test mit Video: Virtual-Reality-System mit Cryengine 3 - Techdemo 'Locoport' von inreal
Der auf Virtual Reality spezialisierte Entwickler inreal hat zu einer Techdemo geladen und wir haben einen Prototypen für extrem immersive Interaktion mit einer virtuellen Umgebung hands-on testen können - 'Locoport' ist der vorläufige Name für die Station, die Multimediabrille, Motion-Tracking und eine drehbare Plattform miteinander verbindet. Für die interaktive Umgebung sorgt die Cryengine 3.
http://www.gamesaktuell.de/Neue-Technologien-Thema-71240/News/Hands-on-Test-Video-Virtual-Reality-System-Cryengine-3-Techdemo-Locoport-inreal-1062206/
28.03.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/03/Locoportbild.jpg
techdemo,technik,cryengine 3
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