Das Komplettpaket aus Rasen, Tunen und Protzen geht in die zweite Runde -- mit Vollgas! Wir haben unseren Führerschein vor der Polizei versteckt und Underground 2 über die Teststrecke gejagt.
Need for Speed Underground machte es 2003 vor, seitdem überschwemmten uns etliche Klone. Richtig gut ist nur der Nachfolger Underground 2, der sich mittlerweile einzig dem anspruchsvolleren Juiced geschlagen geben muss.
Mein Maserati fährt 210
Schwupp, die Polizei hat es nicht gesehen: In Underground 2 gibt es keinen einzigen Polizeiwagen. In der virtuellen Stadt Bayview gondeln neben Taxis, Lkw und diversen Personenwagen nur getunte Rennsemmeln durch die Nacht. Der Spieler startet im »City Center«, einer typischen Innenstadt mit Neonreklame, breiten Boulevards und kleinen Seitenstraßen. Nach den ersten gewonnenen Rennen wird »Beacon Hill« (eine mondäne Einkaufsgegend) freigeschaltet.
Fahrerisch anspruchsvoller wird es auf den engen, bergigen Straßen von »Jackson Heights«, das ein wenig an Beverly Hills erinnert. Der »Airport« lockt nicht nur mit langen Geraden, sondern auch fiesen Schikanen, auf denen Sie Ihr Geschick im Umgang mit der Handbremse beweisen müssen. Richtig knifflig ist der fünfte Stadtteil »Coal Harbor«, denn die engen Wege sind fieserweise zusätzlich voller Hindernisse, die beim Crash wertvolle Zeit kosten.
Mit Überspeed durch Bayview
Durch gewonnene Rennen steigt Ihr Ansehen in der Rennszene, und mehr und mehr Wettbewerbe werden freigeschaltet. Siegprämien sammeln Sie in Rundkursrennen, Sprints (Rasen von A nach B), Drift-Wettbewerben, Drag-Racing (Beschleunigungsrennen), StreetX (Drift-Variante mit mehreren Autos) und der Underground Racing League.
Mit jedem Sieg wandert Geld auf Ihr Konto, das Sie am besten in Tuningteile investieren. Sie können den Motor frisieren, die Elektronik optimieren, die Schaltung verbessern, härtere Federn kaufen, einen Turbo einbauen und natürlich eine Lachgaseinspritzung nutzen. Das Lachgas können Sie nicht an der Tankstelle auffüllen, sondern durch gewagte Fahrmanöver. Haben Sie es geschafft, die Nitro-Anzeige zweimal aufzuladen, können Sie sogar den »Überspeed«-Boost aktivieren, der den Wagen noch mehr als der normale Boost beschleunigt.
Viel Tuning, wenig Fahrphysik
Das Spiel bietet Hunderte von optischen Tuningoptionen. Karosseriefarben, Spoiler, Front- und Heckschürzen, Seitenschweller, Motorhaubenhutzen, Auspuff-Endrohre, Rückspiegel und so weiter finden Sie in den einschlägigen Läden. Dazu kommen Neonröhren, Aufkleber und sogar eine reichhaltige Palette an Car-Hifi für den Kofferraum. Wem nichts peinlich ist, der gönnt sich eine Hydraulikanlage und lässt seinen Flitzer wackeln und hüpfen. Damit legen Sie extrem coole Kunststückchen aufs Parkett.
Obwohl sich die Wagen in Wirklichkeit hinsichtlich PS-Zahl und Antriebsart unterscheiden, setzt die Fahrphysik das im Spiel kaum um. Wählen Sie die Wagen einfach nach persönlichem Geschmack.
Florian Stangl
