Mit quietschenden Reifen endlich online angekommen: Unsere Review des neuen Need for Speed Pro Street!
Die Karriere wird ansonsten nur von spärlichen Story-Fetzen aufgelockert. Es geht im Grunde darum, Racedays durch das Erreichen einer bestimmten Punktzahl zu dominieren und somit weitere Veranstaltungen freizuschalten. Alles mit dem Ziel, der große Street King zu werden und dabei keine Gelegenheit auszulassen, mit seinen extravaganten Schlitten zu protzen.
Wie man es von der Serie gewohnt ist, sind die Karossen exzellent gestaltet. Der Lack glänzt zu Rennbeginn wie eben erst poliert, die Chromfelgen funkeln. Doch wehe, Sie passen nicht gebührend auf Ihren Liebling auf und rasen in eine Leitplanke. Dann hängt die Stoßstange auf halb acht und der Lack ist im wahrsten Sinne ab.
Leider kann die Streckengrafik den guten Eindruck nicht vollends bestätigen. Zwar bereichern große Luftballons und immense Videowände die Umgebung. Trotzdem wirken Pisten wie der Wüstenkurs in Nevada oder die deutsche Autobahn insgesamt recht karg. Zudem kommen Licht- und Schattenspielereien für unseren Geschmack zu kurz. Hier und da blendet die Sonne, das ist aber auch schon alles. Umso erstaunlicher, dass die Bildrate von "Pro Street" gerne mal einen Gang runter schaltet. Vor allem in schnellen S-Passagen hakt und ruckelt es regelmäßig. Das "Need for Speed", das durchweg flüssig läuft, werden wir wohl nicht mehr erleben …
Der zwiespältige Technik-Eindruck setzt sich auch bei den Motorengeräuschen fort. Diese unterscheiden sich zwar deutlich voneinander, das brachiale Knurren eines Porsche-Triebwerks klingt bei der Konkurrenz wie einem "Forza Motorsport 2" aber deutlich echter.
