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  • Need for Speed auf PC gespielt: Was lange währt, wird gut?

    Schöner, schneller, besser? Die PC-Fassung von Need for Speed rollt mit vier Monaten Verspätung an. Wir konnten bei einem Anspiel-Termin selbst mit dem PC-NfS einige Runden drehen. Lohnen 4K- und Lenkrad-Support sowie manuelle Schaltung die Wartezeit? Hier gibt's unsere Eindrücke zu Need for Speed PC.

    Eigentlich sollten PC-Spieler schon lange durch die nächtlichen Straßen von Ventura Bay brausen. Denn ursprünglich war geplant, dass Need for Speed zeitgleich für Playstation 4, Xbox One und PC erscheint. Doch das Entwicklerteam von Ghost Games zog knapp acht Wochen vor dem Release Anfang November die Notbremse und verschob die PC-Version um vier Monate. Die Begründung war einleuchtend: Man benötige mehr Zeit, um das Spiel an die PC-Hardware anzupassen. Schließlich wolle man keine halbgare Portierung abliefern, sondern aus allen Systemen das Beste herausholen.

    Stein des Anstoßes war der auf Konsolen integrierte Frame-Lock. Dieser drosselte die Bildrate auf 30 Bilder pro Sekunde. Dadurch lief das Spiel auf PS4 und Xbox One zwar flüssig, aber eben auch vergleichsweise langsam. Gegen eine derartige Einschränkung meuterte die PC-Gemeinde - völlig zu Recht! Schließlich haben selbst Mittelklasserechner mehr Leistung unter der Haube, als die aktuelle Konsolengeneration. In den Kölner Büros von Electronic Arts war nun erstmals eine fortgeschrittene Vorschaufassung von Need for Speed spielbar: Ohne lästigen Frame-Lock und mit beeindruckendem 4K-Support sowie spaßiger Lenkrad-Action.

    Das alte Spiel

    Bevor wir uns den Vorzügen der PC-Umsetzung widmen, sei eines gesagt: Im Kern sind PC- und Konsolenfassung absolut identisch. Need for Speed entführt uns also erneut in die amerikanische Großstadt Ventura Bay. Dort treffen wir als Neuling auf eine coole Gang hipper Kids, die sich die Nächte mit wilden Straßenrennen um die Ohren schlagen. Ventura Bay bleibt eine gigantische Spielwiese für Drift-Fans und Tuning-Freunde. Allerdings ist die Metropole leider auch auf leistungsfähigen PCs vergleichsweise leer. Wie schon im Konsolen-Original treffen wir in den knapp vier Stunden Spielzeit kaum auf zivilen Verkehr oder Fußgänger und auch in den wäldlichen Regionen der Stadt gibt es keine Tiere. Auch vermissen wir weiterhin wichtige Spielelemente, beispielsweise einen zuschaltbaren Rückspiegel oder gar Cockpit-Perspektiven. Ghost Games stellt somit das bestehende Produkt nicht auf den Kopf, sondern passt es in erster Linie technisch an den PC an.

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    Need for Speed 2015

    Driften in 4K

    Need for Speed: PC-Release
    Die PC-Fassung von NfS erscheint am 17. März 2016. Zu den größten Neuerungen gehören Support für Auflösungen bis zu 4K und für Lenkräder. Außerdem wird der "Framelock" aufgehoben. Need for Speed PC läuft also mit mehr als 30 Bildern pro Sekunde.
    Fein: Besitzer teurer Highend-Systeme bekommen in Need for Speed reichlich Gelegenheit, diese auszunutzen. Ghost Games schraubt die verfügbare Auflösung auf bis zu 3840 x 2160 - also UHD (beziehungsweise 4K) nach oben. Welche Systemvoraussetzungen dafür notwendig sein werden, ist bislang noch unbekannt. Electronic Arts hält, trotz penetranter Nachfrage unsererseits, Informationen über die notwendige Hardware ebenso zurück wie über die Specs des in Köln verwendeten Testrechners. Wir haben also keinerlei Anhaltspunkte, um die erforderliche Rechnerleistung einzuschätzen. Stattdessen möchten Electronic Arts und Ghost Games die Daten zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Von diesem faden Beigeschmack abgesehen, profitiert Need for Speed von den technischen Möglichkeiten eines modernen PC-Systems. Bei maximalen Details und in höchster Auflösung erstrahlt Ventura Bay in neuem Glanz. Durch die höhere Auflösung hinterlässt das Bild insgesamt einen schärferen und ruhigeren Eindruck. Need for Speed wurde in der technisch schwächeren Konsolenfassung häufig von Licht- und Physik-Effekten überschwemmt. Das Ergebnis war nicht selten völliges Chaos auf dem Bildschirm. In der aufgebohrten PC-Portierung ist das anders: Das Gesamtbild der nächtlichen Großstadt wirkt in sich stimmiger, Pop-Ups und Tearing bemerken wir nicht. In Außenbezirken wie South Port beispielsweise erfreuen wir uns an der gigantischen Sichtweite und machen am Horizont gestochen scharfe Lichtkegel aus. In der Innenstadt dagegen fallen besonders die hochauflösenden Texturen und Lichtreflexionen auf. Zum Beispiel spiegeln sich Lichter nun deutlich detaillierter in Pfützen. Infolgedessen erscheint die Stadt dynamischer und lebendiger.

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    Schnell, aber hässlich?

    Doch die Unterstützung von UHD-Auflösungen ist sicher nur für einen begrenzten Teil der Spielerschaft geeignet. Schließlich benötigt man dafür nicht nur einen enorm leistungsfähigen Rechner, sondern auch einen dazu passenden Monitor. Viel entscheidender für die breite Masse wird dagegen die Entfernung des Frame-Locks sein. Nachdem wir also die Auflösung von 3840 x 2160 auf 1920 x 1080 herunterschraubten, erlebten wir ein ganz anderes Fahrgefühl als noch in der Konsolenfassung. Need for Speed spielt sich mit einer hohen Bildrate von mehr als 60 Bildern pro Sekunde deutlich intensiver und actionreicher. Gerade aus der Stoßstangen- und der Motorhaubenperspektive erzeugt der Straßenrenner nun endlich ein angemessenes Geschwindigkeitsgefühl und macht Verfolgungsrennen oder Duelle mit der Polizei spaßiger.

    In Full HD sieht Need for Speed weiterhin sehr gut aus. Allerdings verliert es die Brillanz der 4K-Variante. Die Weitsicht ist weniger beeindruckend und insgesamt wirkt die Umgebung - trotz Ultra-Details - schwammiger. Die angesprochenen Lichtkegel beispielsweise fransen in Full HD entsprechend mehr aus als etwa in der UHD-Fassung. Dennoch ist Need for Speed auf PC dem Konsolenoriginal optisch deutlich überlegen.

    Die PC-Version profitiert von den höher aufgelösten Texturen und dem potenziell schnelleren Spielablauf. Wer die entsprechende Hardware besitzt, kann auch Auflösungen jenseits von Full HD ansteuern. Die PC-Version profitiert von den höher aufgelösten Texturen und dem potenziell schnelleren Spielablauf. Wer die entsprechende Hardware besitzt, kann auch Auflösungen jenseits von Full HD ansteuern. Quelle: Electronic Arts
    Der Geschwindigkeitsschub aufgrund der höheren Framerate dürfte aber für passionierte Rennspieler besonders wichtig sein. Speziell in dem dominanten Online-Modus entscheiden wir nun selbst, ob wir auf grafischen Bombast oder doch eher auf Tempo gehen. Jeder Spieler hat also Gelegenheit dazu, sein System an seine persönliche Fahrweise anzupassen. Allerdings gerät das Fahrvergnügen in Need for Speed auch immer wieder ins Stocken: In der Vorschaufassung waren besonders unbeleuchtete Industrieanlagen derart finster, dass wir kaum noch die Straße erkennen konnten. Zwar hat Ghost Games in puncto Beleuchtung im Vergleich zur ursprünglichen Konsolenfassung nachgebessert, ganz perfekt ist Need for Speed aber weiterhin nicht.

    Mehr Fahrspaß mit dem Lenkrad

    Für echte Enthusiasten bietet Ghost Games in der PC-Version Lenkrad-Support für Steuergeräte von Logitech, Thrustmaster und Fanatec an. Beim Anspieltermin griffen wir beherzt zum Logitech G29 samt Pedalen. Nach kurzem Feinjustieren der Empfindlichkeit und der Totzonen des Racing-Wheels ging es auf die Straßen von Ventura Bay.

    Der erste Eindruck: gewöhnungsbedürftig! Die im Vergleich zur Konsolenversion höhere Bildrate und der neue Controller erschweren den Einstieg. Gerade das Driften wird mit dem Lenkrad eine kleine Kunst für sich und erfordert Finger- und Zehenspitzengefühl. Doch hat man sich an die veränderten Abläufe gewöhnt, entfaltet Need for Speed sein volles Potenzial. Die Feedback-Effekte des Lenkrads sind ein eindeutiger Indikator bei Drifts und machen das Gesamterlebnis zu einer geradezu körperlichen Erfahrung. Sobald wir den Wagen mit einem kurzen Antippen der Bremse und schnellem Herumreißen des Lenkrads querstellen, kämpfen wir gegen die Feedback- Motoren des G29 an. Denn der Wagen sträubt sich mit allen Kräften dagegen, nicht von der Straße zu fliegen. Entsprechend müssen wir mit beiden Händen zugreifen, damit wir keinen Unfall bauen und keine Zeit verlieren.

    Mit dem Lamborghini durch Ventura Bay: Gerade die frische Lenkradsteuerung macht Need for Speed dynamischer und gibt den Drifts die notwendige Würze. Mit dem Lamborghini durch Ventura Bay: Gerade die frische Lenkradsteuerung macht Need for Speed dynamischer und gibt den Drifts die notwendige Würze. Quelle: Electronic Arts
    Zum Glück aber übertreibt es Ghost Games nicht mit den Feedback-Effekten. Poltern wir durch Ventura Bay über kleinere Hindernisse - beispielsweise Pylonen oder Absperrungen - ignoriert das Lenkrad die Kollisionen. Das mag sich zwar nach einem schlechten Kompromiss anhören, ist aber für die Spieldynamik enorm wichtig. Zerstörung gehört schließlich zu den Schlüsselfunktionen von Need for Speed und entsprechend würden ständige Vibrationen oder Lenkradausschläge nur den Spielfluss stören. Etwas schade ist jedoch, dass in den Optionen die Möglichkeit fehlt, solche Effekte auf Wunsch zu aktivieren. Als gelungene Dreingabe erweist sich die manuelle Schaltung. Diese müssen wir zunächst in der Garage im Menüpunkt "Handling-Einstellungen" aktivieren. Über die Kippschalter des Lenkrads legen wir dann die Gänge ein. Eine manuelle Kupplung wird zwar im Optionsmenü angezeigt, ist aber im Spiel nicht integriert. Die Schaltung erweitert die Rennen um eine weitere, realistische Komponente. Wer sich bei Verfolgungsjagden verschaltet, bekommt dies gnadenlos zu spüren. Bei unseren Testfahrten soff uns der Motor einige Male beinahe ab oder ächzte laut stotternd, als wir nicht rechtzeitig hochschalteten. Der Mainstream-Rennspieler wird die manuelle Steuerung kaum benötigen - echte PS-Profis dagegen freuen sich über diese lohnenswerte Erweiterung.

    Apropos "erweitern": Ghost Games verspricht, alle in der Konsolenfassung erhältlichen Updates auch in die PC-Version zu integrieren. Inhalts-Updates wie frische Wagen oder eine Erhöhung des Level-Caps werden nach und nach als Download zur Verfügung gestellt. Bisherige Patches, die sich etwa der Gummiband-KI widmeten, scheinen jedoch bereits in das Spiel eingebaut worden zu sein. Genauere Informationen zu diesem Thema liegen leider bislang noch nicht vor, da Ghost Games sich dazu nicht rechtzeitig äußerte.

    30:32
    Need for Speed: Die ersten 30 Minuten im Gameplay-Video
    Spielecover zu Need for Speed 2015
    Need for Speed 2015
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http://www.gamesaktuell.de/Need-for-Speed-2015-Spiel-55563/Specials/auf-PC-gespielt-1186006/
12.02.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/02/Need_for_Speed_PC_Version__2_-gamezone_b2teaser_169.jpg
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