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  • Need for Speed braucht eine permanente Internetverbindung - warum eigentlich? Wir forschen nach

    Warum benötigt das neue Need for Speed eine permanente Internetverbindung? Unser Special sucht nach Antworten. Quelle: PC Games

    In unserem Need for Speeed-Special gehen wir der Frage auf den Grund, warum das 2015-Reboot der Rennspiel-Serie eine permanente Internetverbindung braucht und was - laut Entwickler - die Vorteile von Always-on sind.

    Das neue Need for Speed erfordert zum Spielen eine permanente Internetverbindung, egal ob auf PS4 oder Xbox One. Auch die für das Frühjahr 2016 angekündigte PC-Version von NfS wird wohl nicht ohne Always-online-Komponente auskommen. Doch wozu ist das Ganze eigentlich gut? Was kann ein Need for Speed 2015 dank Internetverbindung, was die Vorgänger mit Offline-Modus nicht konnten? Spoiler: Nicht viel.

    Online-Zwang bei Need for Speed: Das sagt der Entwickler

    Bereits vor dem Release des neuen EA-Rennspiels sprachen wir anlässlich des Beta-Starts mit Marcus Nilsson, Executive Producer bei Ghost Games. Die schwedischen Entwickler haben sich für Need for Speed extra viel Zeit genommen, die ansonsten jährlich erscheinende Serie machte zwei Jahre Pause. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung der Fans. Doch wie unser Need for Speed-Test Anfang November zeigte, konnte das fertige Spiel nicht alle Wünsche aus der Community erfüllen. Viele Spieler fühlten sich zudem bereits vorab verschreckt vom Zwang der permanenten Internetverbindung - der Always-on-Faktor war in den letzten Monaten einer der meistgenannten Kritikpunkte neben fehlenden Features wie Cockpit-Perspektive und manueller Gangschaltung. Bei unserem Vorabbesuch in Schweden fühlten wir daher Executive Producer Nillson auf den Zahn.

    PC Games: Warum muss der Spieler bei Need for Speed permanent mit dem Internet verbunden sein, wenn Spiele wie The Crew oder Sim City in der Vergangenheit doch so arge Launch-Probleme hatten?
    Nilsson: "EA hatte einige schlechte Launches, das stimmt, aber wir hatten auch einige sehr erfolgreiche, siehe Battlefield: Hardline. Wir lernen. Für unsere Vision von Need for Speed ist es wichtig, eine Verbindung mit den Spielern zu haben und das Spielerlebnis durch ständige Updates zu verbessern. Wenn Need for Speed erscheint, geht die Entwicklung weiter. Es wird voll funktionstüchtig und spielbar sein, aber je nachdem wie die Leute es spielen und wie das Feedback ausfällt, können wir Sachen ändern. Wir haben eine sehr ambitionierte Zukunft für Need for Speed geplant."
    Markus Nilsson ist Executive Producer von Need for Speed bei Entwickler Ghost Games. Markus Nilsson ist Executive Producer von Need for Speed bei Entwickler Ghost Games. Quelle: Medienagentur plassma PC Games: Aber warum ist es dafür denn nötig, selbst im sogenannten Solo-Modus online zu sein? Andere Spiele lassen sich ja auch per Patches aktualisieren, ohne dass eine permanente Internetverbindung nötig ist.
    Nilsson: "Das hängt damit zusammen, dass es im Spiel Elemente gibt, die unserer Meinung nach das Spielerlebnis verbessern. Zum Beispiel bezieht die Story-Kampagne das Verhalten deiner Freunde ein. Dadurch sagt ein Charakter zum Beispiel, dass dein Freund gerade hier war und deine Bestzeit unterboten hat. Es geht darum, innovativ zu sein, und die Online-Anbindung hilft uns dabei. Für mich seht aber im Vordergrund, dass wir einfach ein besseres Need for Speed-Erlebnis entwickeln können, wenn wir in Verbindung mit den Spielern stehen."

    PC Games: Und was passiert, wenn die Server in einigen Jahren abgeschaltet werden sollten und niemand mehr spielen kann?
    Nilsson: "Wenn es in 15 Jahren noch Menschen gibt, die dieses Spiel spielen, dann werden wir uns etwas einfallen lassen. Sollten wir sehen, dass es Spieler gibt, die ein Spiel nicht spielen können, wenn wir die Server offline nehmen, dann werden wir die Server nicht offline nehmen."

    PC Games: Eine andere Möglichkeit wäre auch ein per Patch nachgereichter Offline-Modus.
    Nilsson: "Das könnte eine Alternative darstellen, ja. Das würde bedeuten, dass wir nicht unbedingt auf ewig unsere Server laufen lassen müssten, sondern wir würden einen anderen Weg finden, damit die Leute weiterspielen können."

    09:03
    Need for Speed Test-Video zum Release: Der Drift-König?
    Spielecover zu Need for Speed 2015
    Need for Speed 2015

    Mehrspieler-Murks als Ausrede?

    Im Alldrive-Modus kommen euch in Need for Speed 2015 fremde Spieler schon mal mitten im Rennen entgegen. Im Alldrive-Modus kommen euch in Need for Speed 2015 fremde Spieler schon mal mitten im Rennen entgegen. Quelle: PC Games Eine befriedigende Antwort konnte also auch Markus Nilsson nicht liefern. Ergo machten wir uns im fertigen Spiel auf die Suche nach einer Begründung für den Online-Zwang - und wurden nicht so wirklich fündig. In Need for Speed gibt es nämlich das Alldrive-Feature. Das sorgt dafür, dass ständig andere Spieler aus aller Welt zusammen mit uns in einer Instanz von Ventura Bay herumrasen, ähnlich wie bei GTA Online. Unsere Wege können sich unterwegs kreuzen, so entstehen schon mal lustige Crashes aus dem Nichts. Oder wir starten ein spontanes Rennen mit einem Mitspieler abseits der vorgefertigten Events.

    Need for Speed ist als Live-Service zu verstehen. Wer darauf keine Lust hat oder nicht über ein kostenpflichtiges Konto bei PS Plus beziehungsweise Xbox Live Gold verfügt, kann aber auch im sogenannten Solo-Modus spielen. Dann gibt's nur KI-Fahrer. Online muss man trotzdem sein. Warum? Wegen der Updates? Was für ein Quatsch - wozu gibt es schließlich die Patch-Services von Sony und Microsoft. Auf dem PC hat Electronic Arts ja eine ganz eigene Plattform: Per Origin werden Spiele ebenfalls aktualisiert, aber halt nur dann, wenn man auch wirklich online ist. Die offizielle Need for Speed-FAQ bringt auch kein Licht ins Dunkel:

    Frage: Muss ich die ganze Zeit mit dem Internet verbunden sein?
    Antwort: Es wird eine ständige Internetverbindung nötig sein, da Need for Speed als Live-Service zu verstehen ist. Das bedeutet, dass wir eine fortlaufende Erfahrung bieten werden, die sich ständig verändert und weiterentwickelt. Wir werden euch kostenlose Content-Updates und Herausforderungen als allgegenwärtige Möglichkeiten liefern, Belohnungen zu verdienen und das Spiel kontinuierlich zu erkunden.

    Jeden Tag gibt es neue NfS-Herausforderungen - dafür braucht es eine Online-Anbindung, sagen Ghost Games und EA. Jeden Tag gibt es neue NfS-Herausforderungen - dafür braucht es eine Online-Anbindung, sagen Ghost Games und EA. Quelle: PC Games Tja, diese Herausforderungen gibt es tatsächlich und sie ändern sich auch jeden Tag. Wer sie erfüllt, steigt in einer monatlich zurückgesetzten Rangliste auf und erhält dafür als Belohnung - nichts. Wäre noch der Mehrspielermodus. In Need for Speed lassen sich Rennen mit bis zu acht Spielern absolvieren, das ist auch das Teilnehmermaximum für die sogenannten Crews. Wer sich in solchen Spielergruppen organisiert, der kann die Freunde beim Start eines Events per Knopfdruck einladen. Praktisch, aber wäre das nicht auch in einem separaten Mehrspielermodus abseits der Offline-Kampagne möglich gewesen? Und: Wenn schon Always-online, warum dann nicht ganz normale Multiplayer-Lobbys, mit denen sich weitaus unkomplizierter Partien erstellen lassen als über den Crew-Umweg? Bevor man sich solche engen Duelle mit anderen Spielern liefert, sind im neuen Need for Speed zu viele Hürden zu bewältigen. Bevor man sich solche engen Duelle mit anderen Spielern liefert, sind im neuen Need for Speed zu viele Hürden zu bewältigen. Quelle: PC Games

    Meinung zum NfS-Reboot: Ein Offline-Modus wäre kein Problem

    Nachdem ich mich viele Stunden mit Need for Speed 2015 beschäftigt, mich in Foren mit anderen Spielern ausgetauscht und etliche Meldungen zum Rennspiel geschrieben habe, wird mir eines immer deutlicher: Der Kern des neuen NfS ist ein fauliger. Da mögen die Entwickler mir noch so oft erzählen, dass es ja unheimlich wichtig ist, eine Internetverbindung für Updates und neue Herausforderungen zu haben: Auf mich wirkt das wie nachträgliche Verargumentierung eines Online-Zwangs, der wie schon bei Sim City, The Crew oder auch Diablo 3 am PC keinen echten Mehrwert für den Spieler bietet.

    Auf Wunsch schlägt euch Need for Speed andere Spieler vor, die ihr dann in eure Freundesliste und Crew einladen könnt. Auf Wunsch schlägt euch Need for Speed andere Spieler vor, die ihr dann in eure Freundesliste und Crew einladen könnt. Quelle: PC Games Klar, heute ist nahezu jeder ständig vernetzt, egal ob mit der Konsole oder am Rechner. Und dennoch gibt es immer noch genug Momente, in denen die Verbindung mal aussetzt - und wenn dann das Spiel gleich abschmiert und meinen Fortschritt rigoros einkassiert, ist das einfach unschön. Da sollten die Entwickler schon eine sehr gute Begründung haben, warum solch ein Online-Modus absolut notwendig ist. Ghost Games, die Macher von Need for Speed, haben in dieser Beziehung nur ein Feigenblatt vorzuweisen, keine ausgefuchste Argumentationskette.

    Ubisofts Arcade-Racer The Crew besaß auch schon einen Online-Zwang, der bei genauerem Hinsehen überflüssig war. Ubisofts Arcade-Racer The Crew besaß auch schon einen Online-Zwang, der bei genauerem Hinsehen überflüssig war. Quelle: PC Games Das hat mich schon beim anderen großen Arcade-Rennspiel der letzten Zeit aufgeregt, Ubisofts The Crew: Wenn schon Always-online, dann doch bitte mit richtig coolen, absolut unverzichtbaren Mehrspieler-Features! Stattdessen muss man die Mehrspieler-Optionen bei beiden Multiplayer-Rennspielen mit der Lupe suchen, die Story-Kampagne steht sowohl bei Need for Speed als auch The Crew im Vordergrund. Warum also keinen separaten Offline-Modus? Das wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Entwickler bleiben - und der Publisher, die - so scheint es jedenfalls in der Außenbetrachtung - hinter den Kulissen derartige Zwänge mit aller Macht durchzusetzen versuchen. Egal, ob das eigentliche Spiel davon profitiert oder nicht.

    07:55
    Need for Speed 2015: Video-FAQ
    Spielecover zu Need for Speed 2015
    Need for Speed 2015
  • Need for Speed 2015
    Need for Speed 2015
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Ghost Games
    Release
    17.03.2016
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Quelvik
    Online-Zwang ist der größte Schwachsinn den sich die Entwickler in den letzten Jahren einfallen ließen. Ich bin…
    Von AMU-fflicki
    Diese Industrie versucht doch schon länger ihren Always On Wunsch durchzusetzen, NFS ist da ja leider nicht die…
    Von f42425
    Genau aus diesen Gründen habe ich mir NFS nicht gekauft. Ich werde es mal zocken, wenn es bei PS+ kommt. Auch ist die…

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
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    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Quelvik
        Online-Zwang ist der größte Schwachsinn den sich die Entwickler in den letzten Jahren einfallen ließen. Ich bin zugegebener Maßen Solo-Zocker und früher war meine Konsole auch monatelang gar nicht am Netz. Hin und wieder mal ein Update - mehr aber auch nicht. Mittlerweile ist meine Konsole auch meistens…
      • Von AMU-fflicki
        Diese Industrie versucht doch schon länger ihren Always On Wunsch durchzusetzen, NFS ist da ja leider nicht die einzige Ausnahme, sondern zur Zeit nur das aktuellste Spiel.
        Destiny, Diablo 3 , The Crew oder das kommende The Division würden im SP auch ganz gut ohne permanente Anbindung funktionieren, würden…
      • Von f42425
        Genau aus diesen Gründen habe ich mir NFS nicht gekauft. Ich werde es mal zocken, wenn es bei PS+ kommt. Auch ist die magere Auswahl an Tuningteilen ein weiterer Mangel. Bei einigen Autos ist die Auswahl auffällig gering. Kein Wunder, dass Ghost Games großmundig verkündet, dass alle DLCs kostenfrei kommen. Das Game ist im Bereich des Tunings noch nicht fertig entwickelt worden.

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1177772
Need for Speed 2015
Need for Speed braucht eine permanente Internetverbindung - warum eigentlich? Wir forschen nach
In unserem Need for Speeed-Special gehen wir der Frage auf den Grund, warum das 2015-Reboot der Rennspiel-Serie eine permanente Internetverbindung braucht und was - laut Entwickler - die Vorteile von Always-on sind.
http://www.gamesaktuell.de/Need-for-Speed-2015-Spiel-55563/Specials/Always-online-permanente-Internetverbindung-Gruende-Interview-1177772/
13.11.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/11/Need_for_Speed_Always_online_Teaser-pc-games_b2teaser_169.jpg
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