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  • Need for Speed: Most Wanted

    Gut, dass manche Entwickler auf die Wünsche der Fans hören: In Most Wanted rasen wir statt in asiatischen Kleinwagen in sündteuren Luxuskarossen der Polizei davon. Und nutzen eine Art Bullet-Time für knifflige Manöver.

    So beliebt NfS Underground 2 auch sein mag: Fans der Serie, die sich noch an die Anfänge erinnern können, waren in den vergangenen Jahren immer etwas enttäuscht. Keine Polizei, keine italienischen Sportwagen, keine Sonne -- stattdessen fuhren wir in Kleinwagen, die erst mühsam aufgemotzt werden mussten, bevor sich echtes Fahrvergnügen einstellte. Damit ist in Most Wanted Schluss, denn die PS-Boliden kehren ebenso zurück wie Polizei und Sonnenschein. Wir sind Probe gefahren.

    Bullet-Time im Auto

    Weil EA es nicht schaffte, eine PC-Version nach Leipzig zu schicken, müssen wir mit der Xbox-Version vorlieb nehmen. Da uns aber die Most Wanted-Vorgänger auch auf den Konsolen sehr vertraut sind, können wir die Verbesserungen zu den Vorhängern realistisch einschätzen. So ist zum Beispiel die aufgemotzte Fahrphysik sofort deutlich spürbar: Die Wagen reagieren feiner auf Lenkbewegungen, die Antriebsart wirkt sich glaubhaft aus. So konnten wir den BMW M3 GTR mit seinen 500 PS ohne Bremse, nur mit Lastwechseln, um die Kurven wuchten. Untermalt wird das ganze von einem V8-Sound, der von heiser bis brüllend variiert und sehr authentisch wirkt.

    Die verwinkelten Strecken in Most Wanted verlangen vorausschauendes Fahren. Und Kenntnis der Abkürzungen -- doch die sind meist nur mit haarsträubenden Manövern zu erreichen. Darum gibt es in Most Wanted eine Art Bullet-Time, die zum einen die Zeit verlangsamt, zum anderen dem Wagen mehr Grip verleiht. So schaffen wir 180-Grad-Kurven bei unrealistisch hohem Tempo. Perfekt, um die Cops abzuhängen!

    Fetzige Verfolgungsjagden

    Hurra, die Polizei ist wieder mit von der Partie! Wie früher stehen die schwarz-weißen Autos am Straßenrand und warten nur auf Temposünder. Nach einer halben Runde haben wir bereits fünf Cops am Heck und sehen auf der Mini-Map, dass zwei weitere uns den Weg abschneiden wollen. Nur mit Übersicht und der Zeitlupenfunktion schaffen wir es, den Verfolgern zu entkommen. Die Intensität der Rennen erinnert uns wohlig an das gute alte Hot Pursuit. Auch der Fuhrpark ist bestens besetzt, fernab von Golf oder Corsa: Corvette Z06, Mercedes-Benz SL 65 AMG und sogar der Porsche Carrera GT warten nur darauf, die Bullen abzuhängen. Doch auch die haben Tricks auf Lager: Straßensperren, Helikopter und die sauschnelle Polizei-Corvette.

    Die Wagen der Ordnungshüter sind übrigens als einzige Vehikel kaputtbar -- sprich: Der Wagen des Spielers kriegt kleine Kratzer ab, während die Polizei bei einem provozierten Crash Schiffbruch erleiden kann. Doch Vorsicht, die KI der von uns gespielten Vorabversion war bereits clever genug, uns in die Zange zu nehmen und so zum Stehen zu bringen. Als Quittung wurden wir eingebuchtet, was eine nette Zwischensequenz in Spielgrafik zeigt. Diese kleinen Videos verändern sich abhängig von der Intensität der Verfolgungsjagd: Je härter, desto energischer gehen die Cops mit dem Delinquenten anschließend um.

    Auf dem Weg zum Renn-Gott

    Warum überhaupt haben wir es denn so eilig auf den detaillierten Straßen der Need for Speed-Welt? Ganz einfach: Wir wollen 15 berühmte Bleifüße besiegen, um selbst der eine PS-Gott zu werden. Entsprechend klein fangen wir an, gewinnen die ersten bedeutungslosen Rennen, die aber unsere Kasse füllen. Damit brezeln wir unsere Karre auf, bis wir den ersten Promi besiegen können. Doch nicht immer bringen uns Zweikämpfe weiter, denn zusätzlich müssen wir Bestzeiten auf bestimmten Strecken aufstellen oder beweisen, dass wir selbst ein Großaufgebot der Polizei abhängen können. Ähnlich wie das Einzelspiel wird auch der Mehrspielermodus ablaufen, den die Entwickler gegenüber den Vorgängern feintunen wollen. So soll das Benutzen des Streckenrands als Bande nicht mehr ohne drastischen Tempoverlust möglich sein. Im Solomodus bemerkten wir auf jeden Fall eine deutliche Bremswirkung der Streckenbegrenzung. Wie sich das im Multiplayer-Modus auswirkt, wird allerdings erst unser Test klären können.

    Florian Stangl

  • Need for Speed: Most Wanted
    Need for Speed: Most Wanted
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    17.11.2005

    Aktuelles zu Need for Speed: Most Wanted

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Need for Speed: Most Wanted
Need for Speed: Most Wanted
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http://www.gamesaktuell.de/Need-For-Speed-Most-Wanted-Spiel-24723/News/Need-for-Speed-Most-Wanted-715572/
01.09.2005
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