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  • Murdered: Soul Suspect in der Vorschau - Düsterer Mystery-Thriller ausführlich gespielt - mit Gameplay-Video

    Murdered: Soul Suspect in der Vorschau - Düsterer Mystery-Thriller ausführlich gespielt - mit Gameplay-Video Quelle: Square Enix

    Ausführlich gespielt: Ein düsterer Mystery-Thriller von Square Enix, der zur Abwechslung mal ganz ohne stumpfes Geballer und billige Schock-Effekte auskommt. Wir haben die ersten Stunden des Spiels und ein späteres Kapitel ausprobiert und dabei erlebt, wie Geisterdetektiv Ronan in seinem eigenen Mordfall ermittelt, Zeugen verhört, Dämonen bekämpft und die Gespensterwelt Salems erkundet. Für unser Vorschau-Video haben wir außerdem viele Spielszenen mit einer neuen PC-Fassung aufgenommen.

    Mit Murdered: Soul Suspect geht Square Enix ungewöhnliche Wege: Ein düsterer, westlicher Krimi gepaart mit einer ernsten Geistergeschichte, in der zur Abwechslung mal nicht handelsübliche Action, sondern die Erzählung im Vordergrund steht. Aber hat das Spiel außer einer interessanten Story auch spielerisch etwas zu bieten? Dieser Frage gingen wir nach: Kurz vor Release bekamen wir nochmal die Chance, eine fast fertige, deutsche PC-Fassung mehrere Stunden lang auszuprobieren.

    Grüße aus dem Jenseits

    Murdered ist im US-Städtchen Salem angesiedelt, das Gruselfans vor allem durch die berühmten Hexenprozesse von 1692 bekannt sein dürfte. Im stimmungsvollen Intro lernen wir Ronan kennen, einen ehemaligen Gauner, der nun als geläuterter Polizist in einer Mordserie ermittelt. Sekunden später ist er tot: In hohem Bogen wird Ronan durch eine Fensterscheibe geschleudert und klatscht brutal aufs Straßenpflaster. Und damit ist es nicht vorbei: Ronans lebloser Körper wird noch von mehreren Schüssen durchlöchert, abgefeuert von einem maskierten Mann, den die Polizei nur als den berüchtigten Glockenmörder kennt. Kein Wunder also, dass Ronan bei dieser Art zu sterben keinen Frieden findet – und so kehrt er als unsichtbarer Geist zurück, um den Täter zur Strecke zu bringen.

    Auch wenn die Grundidee des Spiels nicht originell erscheint, baut es vom ersten Moment an eine gelungene, finstere Atmosphäre auf. Das ist weniger der zweckmäßigen Grafik zu verdanken, sondern der guten deutschen Sprachausgabe: Square Enix hat bekannte deutsche Stimmen angeheuert (u.a. die der Synchronsprecher von Ben Affleck und Tommy Lee Jones) und für eine saubere Dialogregie gesorgt – so bleibt die düstere Stimmung auch auf Deutsch erhalten.

    Einfache Detektivarbeit

    Schusswechsel und Kampfszenen gibt es nicht in Murdered, das Spiel ist in erster Linie ein Adventure und dazu noch ausgesprochen linear: In Geistergestalt muss Ronan verschiedene Tatorte untersuchen, Zeugen belauschen und so das Rätsel um den Glockenmörder entschlüssen. Entscheidungen darf man dabei leider nicht treffen, der Spieler kann die Story nicht beeinflussen wie etwa in Beyond: Two Souls. Ronan sammelt einfach in jeder Location die nötige Anzahl von Hinweisen und startet dann ein kleines Minispiel, in dem er Indizien kombinieren muss – erst dann geht die Handlung weiter und unser Held kann den nächsten Ort aufsuchen. Immerhin wird die lineare Sammelabfolge durch ein paar Ideen aufgepeppt: Der untote Detektiv kann etwa in die Köpfe von lebenden NPCs schlüpfen, um so ihre Gedanken zu lesen oder eine bestimmte Erinnerung in ihnen wachzurütteln. Außerdem wandelt Ronan dank seiner Geistergestalt munter durch Wände und Objekte, sofern diese nicht blau leuchten – solche Hindernisse gelten nämlich als gesegnet, was sie für Geister unpassierbar macht.

    06:35
    Murdered: Soul Suspect: Video-Preview zu Square Enix' Geister-Adventure - mit neuen PC-Spielszenen
    Spielecover zu Murdered: Soul Suspect
    Murdered: Soul Suspect

    Die Story steht im Mittelpunkt

    Schade: Raffinierte Rätsel müssen wir in unserer Anspielzeit überhaupt nicht lösen, die Geschichte steht für die Entwickler eindeutig an erster Stelle. Immerhin dürfen wir aber manche Levels etwas freier erkunden, um so Nebenaufgaben zu entdecken. In einer Seitengasse können wir beispielsweise in den Körper einer Katze schlüpfen und uns so zu einem Balkon hocharbeiten, wo wir den Geist einer verwirrten Frau treffen – wie viele der rastlosen Untoten in Salem hat auch sie ein dunkles Geheimnis. Manche dieser Geister bieten nur zusätzliche Dialogoptionen, andere schalten aber kleine Nebenfälle frei. Ob wir helfen oder nicht, ist für den Spielverlauf egal – auch die Nebenaufgaben dienen einzig der Story.

    Fragwürdige Schleicheinlagen

    Trotz seiner Geistergestalt gerät Ronan manchmal in Gefahr: Dämonen treiben sich in einigen Levelabschnitten herum und halten nach unserem Helden Ausschau – per Tastendruck können wir die feindlichen Jäger durch Wände hindurch sichtbar machen. Ronan muss nun in Deckung bleiben, etwa indem er sich in Geisternebeln versteckt oder sich über kurze Distanzen teleportiert, um so ungesehen an den Dämonen vorbeizukommen. Alternativ kann er sich auch von hinten anschleichen und das Biest in einer Quicktime-Reaktionssequenz ausschalten. Obwohl solche Schleichpassagen weniger auf Action und Geschick basieren und eher kleinen Puzzleeinlagen gleichen, bergen sie auch Frustgefahr: Ist Ronan einmal erspäht, beginnen die Dämonen nach ihm zu suchen. Wer dann nicht schnell ein neues Versteck findet, der sieht unseren Helden ein zweites Mal sterben und muss von einem früheren Checkpoint nochmal beginnen – das kann nerven.

    Vielversprechende Handlung

    Immerhin ist Ronan nicht alleine unterwegs: Später im Spiel lernt er Joy kennen, ein junges Mädchen, das ihn dank einer übersinnlichen Gabe sehen kann. Da der Glockenmörder es bereits auf Joy abgesehen hat, beschließt sie, Ronan bei seinen Ermittlungen zu helfen. Spielerisch ist auch das sehr simpel gelöst: Als wir uns in ein gut gesichertes Irrenhaus schleichen müssen, marschieren wir einfach mit dem unsichtbaren Ronan vor und deaktivieren die Sicherheitskameras. Joy rückt dann automatisch nach und öffnet uns die nächste Tür, sodass wir gemeinsam unseren Weg fortsetzen können. Das spielt sich so simpel wie es klingt. Auch die Abschnitte mit Joy decken sich daher mit unseren übrigen Spieleindrücken: Mit anspruchsvollem Gameplay wird Murdered wohl nicht punkten können, doch dafür wirkt die düstere Krimi-Handlung umso spannender. Und das ist - zumindest bei einem Adventure dieser Sorte - immer noch die Hauptsache.

    Murdered: Soul Suspect erscheint am 6. Juni 2014 für PC, Xbox 360, Xbox One, PS3 und PS4.

  • Murdered: Soul Suspect
    Murdered: Soul Suspect
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Square Enix
    Release
    06.06.2014
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Murdered: Soul Suspect
Ausführlich gespielt: Düsteres Mystery-Adventure
Ausführlich gespielt: Ein düsterer Mystery-Thriller von Square Enix, der zur Abwechslung mal ganz ohne stumpfes Geballer und billige Schock-Effekte auskommt. Wir haben die ersten Stunden des Spiels und ein späteres Kapitel ausprobiert und dabei erlebt, wie Geisterdetektiv Ronan in seinem eigenen Mordfall ermittelt, Zeugen verhört, Dämonen bekämpft und die Gespensterwelt Salems erkundet. Für unser Vorschau-Video haben wir außerdem viele Spielszenen mit einer neuen PC-Fassung aufgenommen.
http://www.gamesaktuell.de/Murdered-Soul-Suspect-Spiel-2581/News/Ausfuehrlich-gespielt-Duesteres-Mystery-Adventure-1119073/
29.04.2014
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2014/04/Murdered_Soul_Suspect_Print_Preview_2__11_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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