Eine der besten Motorrad-Rennsimulationen prescht auf die Xbox360 zu. Was hat die Next-Gen-Version dem Vorgänger MotoGP 3 voraus?
M otoGP 06" ist kein komplett neuer Teil, sondern ein aufpoliertes Update von "MotoGP 3", welches im Februar 2005 für die Xbox erschien. So wurde das Streckenangebot mit dem Programm der im Juni beginnenden MotoGP-Saison 2006 abgeglichen und beinhaltet die Kurse Laguna Seca (Kalifornien), Shanghai (China) und Istanbul (Türkei). Im Optionsmenü ist aber auch die 2005er-Saison anwählbar.
Für jeden was dabei
Der Karriere-Modus teilt sich auf in Grand Prix (mit den offiziellen Kursen, Bikes und Fahrern der Saison) und drei verschiedene Extreme-Klassen (mit 600-, 1.000- und 1.200-Kubik-Straßenmaschinen und fiktiven Stadtkursen). Nach jedem gewonnenen Rennen erhalten Sie Leistungspunkte (Credits), mit denen Sie Kurvenlage, Bremskraft, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung Ihrer Bikes verbessern. In den Extreme-Klassen bekommen Sie zusätzlich Geldprämien, von denen Sie sich neue Straßenmaschinen kaufen können. Damit niemand entweder aus Frust oder aus Langeweile den Controller weglegt, bieten alle Klassen vier Schwierigkeitsgrade. Während die Stufe Anfänger dank lahmer Gegner tatsächlich kinderleicht ist, werden Legende nur absolute Cracks knacken können. Darum ist unsere Anzeige für den Schwierigkeitsgrad (links) komplett gefüllt.
Neben dem Karriere-Modus stehen noch weitere Spielvarianten zur Wahl, darunter Zeitfahren, Training und ein Sammelsurium aus insgesamt 68 Herausforderungen, bei denen Sie Geschick beweisen müssen und als Belohnung weitere Credits erhalten. Wer sich gerne mit anderen Spielern misst, freut sich über Splitscreen-Modus (vier Spieler), System-Link (acht Spieler) und Online-Modus (16 Spieler).
Da geht mehr
Zunächst einmal wollen wir festhalten, dass sich "MotoGP 06" hervorragend spielt und dass die Geschwindigkeit ausgezeichnet vermittelt wird. Dennoch haben wir technisch weit mehr erwartet. In Kurven gerät die Grafik oft ins Ruckeln, das Bild verreißt es ab und an (Tearing), die Texturen wirken schon in geschätzten zehn Metern ziemlich matschig und wer keinen HD-Fernseher hat, ärgert sich über Kantenflimmern. Hinzu kommen noch elend lange Ladezeiten vor jedem Rennen. Das geht sicher besser.cg n
