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  • Mittelerde: Mordors Schatten angespielt - Kein simpler Ork-Schlitzer

    Talion kann von solchen Super-Wargs Besitz ergreifen und sie als Reittiere benutzen. Die Viecher können sogar Mauern erklimmen! Quelle: Warner Bros.

    Komplexer als gedacht und technisch solide: Wir haben Monoliths Open-World-Action-Adventure Mittelerde: Mordors Schatten erstmals angespielt und waren überrascht: vom Schwierigkeitsgrad, von der Komplexität des Nemesis-Systems und vom richtig guten Eindruck, den die auf den ersten Blick so uninspirierte Mischung aus Assassin's Creed und Batman: Arkham City gemacht hat.

    Werdet bloß nie Videospiel-Journalist!

    Unsere Lebensspanne ist nämlich die kürzeste aller Berufsgruppen - zumindest im Action-Adventure Mittelerde: Mordors Schatten von Fear-Schöpfer Monolith. Als wir zusammen mit anderen Journalisten aus ganz Europa in London erstmals Hand an den Open-World-Titel im Der Herr der Ringe-Universum anlegen durften, starben die Redakteure innerhalb weniger Minuten wie die Fliegen. Vielleicht lag es daran, dass die Entwickler bis zur Veröffentlichung am 7. Oktober 2014 naturgemäß noch fleißig am Balancing schrauben. Oder dass die Steuerung mit dem PS4-Controller (wir spielten auf der Sony-Konsole) dezent überladen wirkte. Aber vielleicht war der Grund auch einfach der, dass Mordors Schatten unter der Oberfläche deutlich verschachtelter und anspruchsvoller ist als es den Anschein hat. Dass wir Redakteure einfach alle nix draufhaben, wäre eine weitere, jedoch sehr abwegige Theorie ...

    Gegner mit Persönlichkeit

    Protagonist Talion verliert am Anfang des Spiels seine Familie und sein Leben. Eine Allianz mit einem Geist bringt ihn in die Welt zurück. Protagonist Talion verliert am Anfang des Spiels seine Familie und sein Leben. Eine Allianz mit einem Geist bringt ihn in die Welt zurück. Quelle: Warner Bros. Wer noch nie von Mordors Schatten gehört hat, dem legen wir die Lektüre unserer ersten Vorschau anlässlich der Ankündigung des Spiels ans Herz. Die versorgt euch mit allem Wissenswerten zu den Grundlagen des Spiels wie Szenario und Story. Ein kurz vor der E3 angesiedeltes Event in London ermöglichte es uns jetzt erstmals, Mordors Schatten zu spielen. Dazu waren wir in einer frei begehbaren Region des Tolkien'schen Fantasy-Landes Mordor unterwegs (der Rest von Mittelerde spielt in Mordors Schatten keine Rolle) und durften nach Herzenslust Orks schnetzeln. Als Rahmenaufgabe verlangte eine uralte Seherin von Protagonist Talion, dass er sich die fünf Ork-Kriegsherren im Gebiet per Gehirnwäsche Untertan macht und somit seine eigene Kampfgruppe heranzüchtet - wie er und wir das anstellen, blieb uns überlassen. Dieses rekordverdächtig kurze Gespräch war dann auch schon alles, was Monolith in London von der Hintergrundgeschichte jenseits des grundsätzlichen Aufbaus (untoter Waldläufer wird von Geist wiederbelebt und nimmt Rache an Saurons fünf Schwarzen Hauptmännern) verraten wollte. Das Gameplay stand im Vordergrund. Und das konnte sich durchaus sehen lassen.

    Unsere wichtigste Erkentnnis aus London: das Nemesis-System funktioniert! Hauptmänner und Kriegsherren von Saurons Ork-Armee in einer Region werden auf dem Armeebildschirm aufgelistet, auf dem wir uns praktisch ständig über Stärken und Schwächen der Individuen informieren. Hier wählen wir einen Ork als Zielperson aus und machen uns daran, ihn auszuschalten oder umzupolen. Dazu müssen wir ihn erst einmal aus seinem Versteck locken, etwa indem wir seine Leibwächter auf eine bestimmte vorgegebene Weise abmurksen (per Stealth-Angriff von oben, mit dem Bogen aus der Distanz, etc.) oder spezielle Aufgaben lösen, etwa drei Fässer mit leicht entzündlichem Öl in die Luft jagen. Brillant: Diese Voraussetzungen variieren je nach Ork, denn sie sind abhängig von seinen Fähigkeiten und seiner Verhaltensweise. Und die sind ebenso wie sein Aussehen und sein Name komplett zufallsgeneriert. Kein Spieler soll dadurch dieselben Gegner serviert bekommen wie der Kollege, alles frisch und neu wirken, Skripts und vorgefertigte Widersacher kommen nicht zum Einsatz.

    06:36
    Mittelerde: Mordors Schatten - Assassin's Creed trifft auf Batman im Angespielt-Video
    Spielecover zu Mittelerde: Mordors Schatten
    Mittelerde: Mordors Schatten

    Die alte Weissagerin schickte uns in der gespielten Vorabversion auf eine simple Quest: Unterziehe fünf Ork-Kriegsherren einer Gehirnwäsche. Die alte Weissagerin schickte uns in der gespielten Vorabversion auf eine simple Quest: Unterziehe fünf Ork-Kriegsherren einer Gehirnwäsche. Quelle: Warner Bros. Außerdem erinnern sich Feinde an Talion, etwa wenn er in einer früheren Begegnung geflohen ist oder besiegt wurde. Beim Aufeinandertreffen mit namentlich erwähnten Orks melden sich diese nämlich stets mit einem kleinen aufgesagten Sprüchlein in einer kurzen Zwischensequenz zu Wort. Das ist atmosphärisch, ging uns nach einer Weile aber ganz schön auf die Nerven, etwa als ein Kriegsherr, seine zwei Leibwächter sowie zwei zufällig in der Nähe weilende Hauptmänner nacheinander in den Fokus der Kamera rückten und damit die Action unterbrachen. Hier sehen wir Gefahr für ermüdende Wiederholungen.

    Wenn Held Talion stirbt (und das passierte uns wie erwähnt öfter), kommt ein weiterer cleverer Kniff des Nemesis-System zum Vorschein. Denn die Orks geraten unabhängig von unserem Eingreifen aneinander, duellieren sich, exekutieren unterlegene Rivalen oder beweisen ihren Mut im Rahmen kleiner Quests wie einer Jagd. Dadurch steigen sie in der Stufe auf, werden mächtiger oder nehmen gar den Platz eines der fünf Kriegsherren ein. Gleichzeitig drängen von unten neue Hauptmänner nach. Das geschieht ganz automatisch ohne unser Zutun, wirkt unheimlich dynamisch und hat etwas von einem Fußballmanager, in dem wir den Aufstieg unserer Talente in die Reihen der Ersten Mannschaft beobachten. Warum uns die Beförderung eines speziellen Orks mit Stolz erfüllt wie das erste Champions-League-Spiels eines talentierten Spielers aus der eigenen Jugendabteilung, fragt ihr? Na weil wir die Orks für unseren "Verein" spielen lassen können!

    Umpolen und kämpfen

    Im Kampf können wir namenlose Orks mit niedrigem Rang fix umpolen - sie kämpfen anschließend für uns. Im Kampf können wir namenlose Orks mit niedrigem Rang fix umpolen - sie kämpfen anschließend für uns. Quelle: Warner Bros. Der Geister-Part von Talions gespaltener Persönlichkeit erlaubt es uns, Orks zu beherrschen: Haben wir die Lebensenergie des Gegners bis zu einer bestimmten Grenze abgebaut, leuchtet das rote Totenschädel-Symbol über seinem Kopf grün und wir können ihm eine Gehirnwäsche verpassen. Fortan ist der Ork unser Verbündeter - je nach Rang und Position in Saurons Heer inklusive einer Reihe namenloser KI-Orks, die dem beherrschten Hauptmann folgen. Haben wir einen Feind so auf unsere Seite gezogen, können wir ihn auf seine Ex-Kollegen hetzen oder gar seinen Vorgesetzten anfallen lassen. Die so entstehende Mission wird anschließend auf unserer Karte verzeichnet und lässt sich von uns zu einem beliebigen Zeitpunkt starten - alternativ wird sie von selbst aufgelöst, wenn Talion stirbt oder wir an einem der Schnellreisepunkte die Option "Warten" wählen. Statt solche Duelle auswürfeln zu lassen, ist es aber natürlich von Vorteil, selbst in den Kampf um die Top-Plätze in Saurons Heer einzugreifen. So könnt ihr gezielt eure Favoriten aufleveln und mächtige Verbündete heranzüchten, die ihr laut Monolith später dann auch über große Entfernung an eure Seite rufen könnt.

    Im Kampf erinnert Mittelerde: Mordors Schatten wie erwartet stark an die Arkham-Serie mit Batman in der Hauptrolle. Es gibt verschiedene Gegnertypen, von denen einige immun gegen Talions Manöver (einfacher Schlag, über Gegner springen, Feind betäuben, Angriff kontern) sind und so eine spezielle Taktik erfordern, um sie unter die Erde zu befördern. Das Tempo ist hoch, die Animationen sehenswert und der ständig mitlaufende Kombo-Zähler lässt einen die ganze Zeit nur denken, was für ein toller Hengst man doch ist, wenn man ein Dutzend Orks mit einer ununterbrochenen Trefferkette jenseits der 50 Schläge besiegt. Auch beeindruckt die knackige Inszenierung mit effektiver Gewaltdarstellung: Orks verlieren im Sekundentakt Köpfe, schwarzes Blut spritzt. Der Schwierigkeitsgrad war in der gespielten Version, die ein Gebiet aus dem mittleren Teil des Spiels enthielt, überraschend hoch - für Spieler auf der Suche nach einer Herausforderung sicherlich ein gutes Zeichen. Wird Talion niedergestreckt, bekommt er als Zugeständnis an die Zugänglichkeit eine zweite Chance: Wenn wir schnell ein simples Quick-Time-Event absolvieren (den Analogstick in eine vorgegebene Richtung bewegen und anschließend die markierte Taste drücken), rappelt er sich noch einmal auf. Die erlaubte Reaktionszeit war in der gespielten Fassung aber arg kurz.

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    Video zu Mittelerde: Mordors Schatten - So verbessern Runen die Waffen
    Spielecover zu Mittelerde: Mordors Schatten
    Mittelerde: Mordors Schatten

    Die Steuerung wirkt zudem zuweilen unnötig umständig, gleich mehrere Kampfmanöver verlangen die Betätigung zweier Tasten gleichzeitig. Um kurzzeitig betäubte Feinde zu exekutieren - ein häufig genutztes, praktisches Manöver -, sollen wir auf unserem bereitgestellten PS4-Gamepad etwa Dreieck- und Kreis-Taste zusammen drücken. Ähnliches gilt für die Geist-Spezialfähigkeiten wie eine Schockwelle, die wir parallel zu den auf die Waffen konzentrierten Waldläufer-Skills Talions mit verdienten Erfahrungspunkten ausbauen. Schwert, Dolch (für den separat per Trigger-Taste aktivierbaren Schleichmodus), Bogen (mit zuschaltbarer Zeitlupe) und Wurfmesser stellen das überschaubare Waffenarsenal dar, das ihr mit Runen verbessern dürft. Diese findet ihr bei erledigten Hauptmännern und Kriegsherren - je höher deren Charakterstufe, umso wertvoller fallen die Boni aus. Alternativ könnt ihr auch einen gebrandtmarkten Ork mit einer Warnung zu seinem Boss schicken - wenn ihr diesen dann trotz der verschärften Abwehrmaßnahmen besiegt, gibt es eine besonders starke epische Rune als Belohnung. Bessere Rüstungsteile gibt es übrigens keine.

  • Mittelerde: Mordors Schatten
    Mittelerde: Mordors Schatten
    Publisher
    Warner Bros. Interactive
    Developer
    Monolith Productions, Inc. (US)
    Release
    02.10.2014

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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1122004
Mittelerde: Mordors Schatten
Hands-on-Vorschau: Kein simpler Ork-Schlitzer
Komplexer als gedacht und technisch solide: Wir haben Monoliths Open-World-Action-Adventure Mittelerde: Mordors Schatten erstmals angespielt und waren überrascht: vom Schwierigkeitsgrad, von der Komplexität des Nemesis-Systems und vom richtig guten Eindruck, den die auf den ersten Blick so uninspirierte Mischung aus Assassin's Creed und Batman: Arkham City gemacht hat.
http://www.gamesaktuell.de/Mittelerde-Mordors-Schatten-Spiel-15588/News/Hands-on-Vorschau-Kein-simpler-Ork-Schlitzer-1122004/
22.05.2014
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