Nach jahrelanger Ballerpause landet Samus auf den Planeten der Wii-Milchstraße. Hat sie an Pepp verloren?
Hyper Hyper
Per Knopfdruck versetzen Sie Samus in den so genannten Hyper-Modus. Dieser Zustand kostet sie extrem viel Energie. Dafür kann Fräulein Aran dann gewaltigere Schüsse abfeuern und ist obendrein unverwundbar. Warten Sie aber zu lange damit, den weiblichen Bounty Hunter wieder in den "Normal"-Zustand zurückzuversetzen, wird der Corrupt-Hyper-Modus aktiviert. Schaffen Sie es nun nicht so schnell wie möglich, die Kontaminierung durch ein zünftiges Dauerfeuer abzuwehren, heißt es "Game Over".
Ihr Raumschiff bringt Sie zu dem gewünschten Planeten, wo Samus' Mission fortgeführt wird – die blonde Weltraum-Amazone sitzt natürlich selbst am Steuer. Die Reise führt Sie zu den verschiedensten Umgebungen, etwa in eine Feuerwelt, in ein Schneeszenario, auf einen Hightech-Planeten oder auf eine organische Welt. Langweilig wird es jedenfalls so schnell nicht. Das liegt jedoch nicht nur an den unterschiedlichen Settings, sondern auch an den abwechslungsreichen Missionen. Zeitweise ist "Corruption" ein reiner Shooter, dann wieder benutzen Sie die Wumme lediglich, um die ein oder andere Tür zu öffnen. In diesen Abschnitten gibt sich Teil drei eher wie ein Adventure. "Prime 3" einfach nur als Ballermann zu bezeichnen, wäre also nicht ganz richtig. Ego-Adventure-Shooter wäre wohl die treffendste Bezeichnung, wäre sie nicht so lang.
Apropos Adventure: Oft müssen Sie Schauplätze ein zweites Mal besuchen, um Items verwenden zu können, die zuvor nutzlos waren. Leute, die keinen Entdeckergeist verspüren und auch nicht über den besten Orientierungssinn verfügen, werden in "Corruption" einige Nerven lassen. Wobei die 3D-Karte auch jeden Nicht-Pfadfinder ein gutes Stück weiterbringt. Anfänger werden wohl etwas Übung brauchen, bis sie die Map richtig einsetzen können. Hilfreich ist es außerdem, die Informationen im Logbuch genau zu studieren.
Lange Öffnungszeiten
Um zu vermeiden, dass sich die Levels nach und nach aufbauen, werden sie in den Speicher der Konsole gestreamt, wenn Samus auf eine Tür schießt, um sie zu öffnen und dann den nächsten Raum zu betreten. Prinzipiell eine feine Idee. Problematisch ist nur, dass der Streaming-Vorgang oft mehrere Sekunden lang dauert. Sprich: Sie stehen vor der Schleuse, wollen sie öffnen, und nichts tut sich. Besonders ärgerlich ist das, wenn Ihnen ein Berserker am Hintern klebt und Sie durch die Tür flüchten wollen.
Erst nach etwa 15 Stunden bekommen Sie den Abspann von "Metroid Prime 3" zu sehen. Dazwischen liegen bombastische Bossfights, diverse Trips durchs All und jede Menge Entdeckungstouren. Ein tolles Belohnungssystem motiviert zusätzlich, mehr aus Retro Studios' Wii-Titel zu holen. Zum Beispiel können Sie eine Screenshot-Funktion freizocken (um dann online Bilder zu tauschen), eine Wii-Figur fürs Raumschiff-Cockpit, Artworks oder Musik-Tracks. pr n
