Der Schöpfer von Metal Gear Solid stand uns exklusiv Rede und Antwort!
Hideo Kojima
Niemand geringeres als Game-Designer Hideo Kojima beantwortete uns im Rahmen eines Metal Gear Solid 4-Events Fragen rund um die MGS-Saga im Allgemeinen, über Snakes Rauchgewohnheiten und über seine persönlichen Inspirationsquellen. Nachfolgend präsentieren wir euch dieses interessante Gespräch:
Cynamite: Wieso haben Sie sich entschieden, nach Metal Gear Solid 3 noch Metal Gear Solid 4 zu produzieren?
Hideo Kojima: Nach Metal Gear Solid 3 haben uns eine Menge Briefe und Mails von Menschen erreicht, die sich eine Fortsetzung wünschten. Davon abgesehen sind aber auch noch zu viele Fragen unbeantwortet geblieben. Deshalb entschieden wir uns, die Saga mit Metal Gear Solid 4 abzuschließen.
Cynamite: Wussten Sie von Anfang an, wie Sie die Geschichte um Snake enden lassen wollen, oder hatten Sie verschiedene Versionen im Kopf?
Hideo Kojima: Ich hatte tatsächlich ein gewisses Ende vor Augen, doch dieses wurde letztendlich nicht umgesetzt. Wir haben im Team lange diskutiert und es schließlich abgeändert. Ich persönlich hätte zwar die erste Version bevorzugt, doch im Grunde gehen beide in dieselbe Richtung.
Cynamite: Wie fühlen Sie sich, nachdem Sie nun Metal Gear Solid 4 abgeschlossen haben, im Vergleich zu damals, als daserste Metal Gear Solid fertiggestellt war?
Hideo Kojima: Bei Metal Gear Solid hatte niemand, nicht einmal der Vertrieb, damit gerechnet, dass sich das Spiel verkaufen würde. Bei Metal Gear Solid 4 ist das natürlich ganz anders, wir erwarten gute Verkaufszahlen. Damit erhöht sich natürlich auch der Druck. Außerdem ist es für die Spieleindustrie sehr wichtig, dass Metal Gear Solid 4 ein Erfolg wird. Statt Core Games werden immer mehr Casual Games entwickelt, und mit wenig Budget will man Profit machen. Vielen ist es zu riskant, mehr Geld in ein Core Game zu investieren, da nicht klar ist, ob es sich gut verkaufen wird. So können aber viele talentierte Menschen in der Spieleindustrie nicht überleben. Wenn sich Metal Gear Solid 4, das ja quasi ein Anti-Casual-Titel ist, gut verkauft, kann das ein Zeichen an die ganze Industrie sein. Ich möchte Nachwuchs-Talenten eine Chance auf dem Spielemarkt geben.
