Mass Effect
Mass Effect
Wenn ein Entwickler wie Bioware ein Spiel ankündigt, dann ist das etwas ganz besonderes, weil man fast davon ausgehen kann, dass es ein Highlight der nächsten Jahre werden könnte.
Knights of the old Republic 3.0
Während man die ersten Szenen im Spiel sieht und sich durch die ersten Menüs klickt, erkennt man viel bekanntes wieder, sofern man zuvor Knights of the old Republic (kurz KotoR) gespielt hat. Die Menüstruktur, die Kamerawinkel, das Charakter-Level-System, die interaktiven Dialoge - einfach alles erinnert an den inoffiziellen Vorgänger. Und da dieser zu den besten Rollenspielen der letzten Jahre gehört, ist das nur ein weiterer Vorteil von vielen .
Sollte man "KotoR" nun aus dem einen oder anderen Grund nicht gespielt haben, macht das natürlich keinen Abbruch. Die großen "Aha!-Momente" vor allem anfangs hat man aber nur, wenn man ihn schon zuvor gespielt hat.
Lass uns reden!
Eine große Stärke von Mass Effect sind die intensiven Dialoge zwischen den Charakteren. Durch die sehr gute dt. Sprachausgabe, werden diese auch nie langweilig. Wie auch aus "KotoR" bekannt, gibt es verschieden Gesprächsoptionen während der Dialoge. Es gibt immer jeweils eine gute, neutrale und abtrünnige Antwort, die die Gesinnung des Alter-Ego beinflusst.
Fördert man eine bestimmte Gesinnung mit Hilfe von Fertigkeitspunkten, so kann man neue Gesprächsoptionen freischalten. So kann man zum Beispiel als guter Charakter nun eine Situation ohne Waffengewalt lösen oder als böser Charakter jemanden erpressen, um an Informationen zu kommen.
Gravierenden Einfluss auf den Storyverlauf hat das aber nicht. Durch die detaillierten Gesichter, kann man an der Mimik und den Gesichtszügen der Charaktere stets erkennen, wie sie auf einzelne Situationen reagieren.
Die Gespräche machen ungefähr ein Drittel des Spiels aus. Wer also schon nach zwei Zeilen Dialog die Nase voll hat und nur Action sehen will, ist bei Mass Effect wohl an der falschen Stelle.
Die Kämpfe
Sieht man nur die Kämpfe von Mass Effect, könnte man fast meinen, es würde sich um einen normalen Shooter handeln.
Kommt es zu einem Kampf, wählt man als erstes die eigene Waffe und die er Teamkameraden aus, indem man den linken Bumper gedrückt hält. Nun erscheint ein Ringförmiges Menü, in dem man die einzelnen Waffen auswählen kann; das Spiel wird dabei pausiert.
Dann ist es noch möglich, mit dem rechten Bumper spezielle Technik- und/oder Biotikfähigkeiten auszuwählen.
Das Kampfsystem ist zwar sehr actionlastig, da man auch selbst ziehlen muss, dennoch gibt es durchaus taktischen Tiefgang.
Unendliche Weiten
Nachdem man das Turorial absolviert und ein eigenes Raumschiff bekommen hat, wird man in den freien Weltraum gelassen. Dieser ist in Galaxien unterteilt, welche mal mehr mal weniger Sonnensyteme beinhalten, die wiederum aus mehreren Planten bestehen. Obwohl man nicht alle Planeten bereisen kann, hat man wirklich sehr viel zu tun.
Einen Planeten pro Sonnensystem kann man immer bereisen, bei den anderen ist es nur möglich, diese zu untersuchen, um so z.B. an Questgegenstände zu kommen. Oft kann man sich "nur" eine Planetenbeschreibung durchlesen.
Allerdings ist es schade, dass sich die Planeten, die man bereisen kann, oft sehr ähneln. Vor allem die unterirdischen Gebäude unterscheiden sich oft nur in ein paar Einrichtungsgegenständen und den Feinden.
Durch die große Anzahl der Quests wird es aber nie langweilig. Wer allerding nur den primären Aufgaben nachgeht, wird schnell den Abspann sehen, denn die Hauptstory ist recht kurz, dafür aber sehr intensiv. Im allgemeinen ist die Story sehr gut, aber kein "Blockbuster".
finde ich auch.:D
Allerdings hätte ich mir gewünscht, das man auch welten der anderen Völker besuchen könnte.
Z.b. der Asarie.:kaffee:
Bei KotoR war das nämlich möglich.