Test: Marvel Ultimate Alliance 2
Marvel Ultimate Alliance 2
Marvel Ultimate Alliance 2 im Test
Datenschutz ist ein viel diskutiertes Thema. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das Medium „Videospiel“ der Materie annehmen würde. So geschehen nun in Marvel: Ultimate Alliance 2. Allerdings geht es in diesem Comic-Klopper nicht um die Persönlichkeitsrechte des kleinen Mannes, sondern um die geheimen Identitäten Strumpfhosen tragender Marvel-Helden.
Marvel Ultimate Alliance 2 - Gespaltene Persönlichkeiten
Seitdem Captain America und seine Kollegen unter der Führung von Nick Fury einer scheinheiligen Politikerin das Handwerk legen wollten, sind harte Zeiten für Superhelden angebrochen. Entweder lassen sich die Schurkenjäger beim Staat registrieren oder sie gelten automatisch als Gesetzlose. Es kommt, wie es kommen muss: Die Helden-Gemeinschaft spaltet sich und der Spieler muss sich nun entscheiden, ob er der Captain-America- oder der Iron-Man-Story folgt.
Marvel Ultimate Alliance 2 (1)
Wie bereits im Vorgänger stellt ihr euch mit bis zu drei Mitspielern ein Team aus vier Marvel-Protagonisten zusammen. In geradlinigen Levels schnetzelt ihr euch nun durch die Handlung und unzählige Widersacher. Alle Helden – ob nun Wolverine oder Spiderman – sind jederzeit austauschbar und spielen sich grundlegend gleich: Mit den Buttons führt ihr entweder normale Angriffe aus oder bedient euch unter Einsatz der rechten Schultertaste der Spezialattacke eures Recken.
Jeder erledigte Gegner bringt euch dabei rollenspielartig Erfahrungspunkte und füllt den Fusion Meter auf. Dieses Feature stellt die bedeutendste Neuerung der Spielmechanik dar: Ist die Fusion-Leiste gefüllt, könnt ihr die Spezialfähigkeiten zweier Helden kombinieren und eine besonders verheerende Attacke starten. Toll: Jede Angriffs-Kombo hat individuelle Auswirkungen und sieht meist beeindruckend aus.
Marvel Ultimate Alliance 2 - Orientierungsprobleme
Das Schlachtfest auf dem Bildschirm geht jedoch schnell auf Kosten der Übersicht: Wenn sich 20 Gegner und vier Superhelden um die Zukunft der digitalen Welt balgen, artet das Geschehen sehr schnell in stupides Button-Smashing aus. Auch fällt nach der ersten Hälfte der rund achtstündigen Kampagne auf, dass dem Titel mehr Abwechslung gut getan hätte. Die ewig gleichen, hirnlosen Gegnerhorden langweilen mitunter. Warum der Titel trotzdem unterhält? Zum einen durch die zugkräftige Marvel-Lizenz, welche euch im Spielverlauf immer mehr unbekannte Helden näherbringt. Zum anderen geht die Klopperei leicht von der Hand und ist sehr kurzweilig.
englische sprachausgabe macht mir nix. find ich zum teil besser als die deutsche