Mafia 2: Erfolgt bald ein Verbot durch die EU-Kommission?
Europaparlamentarierin Sonia Alfano fordert ein Verbot von Mafia 2, da der Take-Two-Titel angeblich die Realität verkläre und aus Tod und Zerstörung einen virtuellen Zeitvertreib mache. (2)
In Deutschland sind wir Diskussionen um gewalthaltige Computer- und Videospiele und deren Verbote bereits gewohnt. Doch auch in anderen Ländern beschäftigt man sich mit diesem Thema. So befasst sich nun möglicherweise das oberste Exekutivorgan der Europäischen Union, nämlich die EU-Kommission in Brüssel, mit einem möglichen Verbot von Mafia 2. Demnach habe Europaparlamentarierin Sonia Alfano vor wenigen Tagen ein europaweites Verbot des Mafia-Abenteuers von Take-Two gefordert. Dabei geht es ihr jedoch nicht um einen populistischen Schnellschuss, sondern um persönliche Betroffenheit. 1993 wurde ihr Vater, der Journalist Beppe Alfano, von der sizilianischen Mafia erschossen.
Ein Spiel wie Mafia 2 verkläre die Realität und würde aus Tod und Zerstörung einen virtuellen Zeitvertreib machen. Der Spieler würde sich, wenn auch nur vorübergehend, mit brutalen Killern identifizieren: "Wir können das nicht hinnehmen, die Wunden sind noch zu frisch." Publisher Take-Two verweist in einer Stellungnahme auf Filme und TV-Serien wie Der Pate oder Die Sopranos, die schon seit Jahrzehnten das Thema Organisierte Kriminalität zum Inhalt hätten. Man stehe voll und ganz hinter und zu Mafia 2.
Take-Two hat es ja schon gesagt.
Filme und Serien bearbeiten ja schon seit jahrzehnten solche Themen.
Also so eine Forderung ist völlig an den haaren herbeigezogen.