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  • LucasArts: Ende eines Traditionsentwicklers - Rückblick auf 30 Jahre Kult-Spiele

    1982 nahm eine Geschichte ihren Anfang, die gestern ein jähes Ende fand. Disney hat das Ende von LucasArts als Entwicklerstudio bekannt gegeben. Wir werfen daher in diesem Artikel noch einmal einen Blick zurück auf die bewegte Geschichte des Traditions-Entwicklers und zeigen euch in unserer Bildergalerie eine Abriss aus der Spiele-Geschichte von LucasArts.

    Es geschah am 3. April 2013. In den späten Abendstunden deutscher Zeit spürten zahlreiche Spieler und Star Wars-Fans auf der ganzen Welt eine Erschütterung der Macht. Was war geschehen? Der Disney-Konzern hatte das Ende einer Legende unter den Entwickler-Studios bekannt gegeben. LucasArts ist nicht mehr. Die 150 Mitarbeiter des Studios verlieren ihren Job und über 30 Jahre Firmengeschichte gehören ab sofort der Vergangenheit an. Aus diesem Grund möchten wir in diesem Artikel noch einmal auf die bewegte Geschichte der Spieleabteilung des Lucas-Imperiums zurückblicken. In der Bildergalerie am Ende des Artikels könnt ihr außerdem die Spiele-Historie von LucasArts anhand einer Auswahl verfolgen.

    Alles begann 1982, der dritte Kinofilm "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" war noch nicht in den Kinos angelaufen, als eine neue Abteilung für Videospiele innerhalb von Lucasfilm Limited gegründet wurde. In Zusammenarbeit mit Atari, wollte sich das Unternehmen auf andere Bereiche des Entertainment wagen. Die ersten Spiele, die unter dem Lucasfilm Games-Label erschienen, waren 1984 die Actiontitel Ballblazer und Rescue on Fractalus, die zunächst für den Atari 5200 erschienen. Als Publisher diente in den ersten Jahren neben Atari unter anderem auch Activision. Erst bei Maniac Mansion aus dem Jahr 1987 fungierte Lucasfilm Games erstmals als Entwickler und Publisher.

    1990 unterzog George Lucas seine Firmen einer Reorganisation. In diesem Zug wurde auch die Spielabteilung aus Lucasfilm ausgekoppelt und zur neuen LucasArts Entertainment Company, zu der zunächst auch Industrial Light & Magic und Skywalker Sound gehörte. Bereits 1986 wagten die Entwickler mit Labyrinth einen ersten Ausflug ins Genre der Adventures, jener Spielart, die sie schon bald weltberühmt und in die Herzen zahlreicher Spieler bringen sollte. Bereits ein Jahr später erschien mit Maniac Mansion der erste Klassiker, der gleichzeitig die SCUMM-Oberfläche einführte, die in den folgenden Jahren zum Standard in allen LucasArts-Adventures werden sollte.

    Adventures begründen den Kult-Status

    In den frühen 90er Jahren erschien ein Kult-Adventure nach dem anderen. Zak McKracken and the Alien Mindbenders, Indiana Jones and the Last Crusade, LOOM, The Secret of Monkey Island, Monkey Island 2: LeChuck's Revenge, Indiana Jones and the Fate of Atlantis und Day of the Tentacle sind bis heute den Spielern von damals ein Begriff. Neben den Adventures entwickelte LucasArts auch eine ganze Reihe von Militär-Simulationen. Während man Ende der 80er Jahre mit PHM Pegasus und Strike Fleet eher auf Marine-Simulationen setzte, schwenkten die Entwickler später auf Luftkampf um, was die Entstehung von Battlehawks 1942, Their Finest Hour und Secret Weapons of the Luftwaffe zur Folge hatte.

    Die Entscheidung auch Spiele zur wohl berühmtesten Marke des Lucas-Imperiums zu entwickeln, fiel erst in den frühen 90er Jahren. Mit X-Wing übertrugen die Macher ihre Erfahrungen mit Flugsimulationen auf den Weltraum und schickten den Spieler in die Schlacht um den ersten Todesstern. Als wenig später der Rail-Shooter Rebel Assault aufgrund seiner aufwendigen Filmsequenzen ausschließlich auf CD-ROM erschien, sorgte der Titel für einen Boom des neuen Datenträgers. Neben den Weltraum-Simulationen konzentrierte sich LucasArts auch frühzeitig auf das Genre der Ego-Shooter. Dabei entstand die beliebte Jedi Knight-Reihe und sein in Deutschland indizierter Vorgänger Dark Forces.

    Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends und dem starken Fokus auf Star Wars, der auch in der neuen Kino-Trilogie begründet lag, besinnte sich LucasArts auf seine Wurzeln zurück und verkündete 2002, dass in Zukunft 50 Prozent der Spiele nichts mit Star Wars zu tun haben sollen. Wirklich umsetzten konnte das Studio diese Vorgabe jedoch nicht. Ein Jahr später ging das Unternehmen eine Kooperation mit den Rollenspiel-Experten von Bioware ein, was zum hochgelobten Knights of the Old Republic führte. Mit Star Wars Galaxies wagten LucasArts in Zusammenarbeit mit Sony auch erstmals den Sprung auf den gerade entstehenden Markt der Online-Rollenspiele.

    Umstrukturierungen und der Anfang vom Ende

    2004 übernahm Jim Ward das Ruder bei LucasArts, der bis dahin Vice President von LucasFilm war, und unterzog das Unternehmen einer Umstrukturierung. Mit einem Fünf-Jahres-Plan sollte der Entwicker Fit für die Zukunft gemacht werden. Der Fokus der Star Wars-Spiele sollte wieder vermehrt auf internen Entwicklungen liegen. Zahlreiche Projekte wurden eingestellt, um Qualität statt Quantität zu liefern. Außerdem wurde der Mitarbeiter-Stab von 450 auf 190 verkleinert. Star Wars: Battlefront und Star Wars: Republic Commando gehören zu den Überlebenden dieser Phase. Das 2008 angekündigte Star Wars: The Old Republic sollte das letzte extern entwickelte Star Wars-Spiel werden.

    Am 30. Oktober 2012 begann das letzte Kapitel in der Geschichte von LucasArts. George Lucas verkaufte sein gesamtes Imperium, inklusive LucasArts, für 4,05 Milliarden US-Dollar an die Walt Disney Company. Zunächst verkündete Disney, dass alle Mitarbeiter in ihren aktuellen Positionen verbleiben und LucasArts meldete, dass alle Projekt wie bisher weiterlaufen würden. Allerdings veröffentlichten die Macher seitdem keine Informationen mehr zu den neuen Spielen, was bereits Gerüchte zur Schließung aufkommen lies. Zuletzt arbeitete LucasArts an Star Wars 1313 und Star Wars: First Assault. Außerdem sollen drei nicht bekannte Spiele in Entwicklung gewesen sein. Am 3. April 2013 kam nun jedoch das Aus für das Studio und alle laufenden Projekte. In Zukunft soll der Name LucasArts nur noch zur Lizensierung für Videospiele mit Drittentwicklern dienen.

    In der Bildergalerie seht ihr die Geschichte der Spiele von LucasArts (Auswahl):

    07:35
    Lucas Arts wird dicht gemacht: Computec-Redakteure erinnern sich
  • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von Cloud-Strife
    Ihr habt übrigens Galactic Battlegrounds vergessen = P
    Von undertaker-wb
    fragt lieber, warum george luca sein ganzes imperium verkauft hat 
    Von Cloud-Strife
    I hate Disney...Da waren so geile Games dabei...Einfach nur ätzend...Weshalb kauft man eine Marke. mit der man gar…
    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Cloud-Strife
        Ihr habt übrigens Galactic Battlegrounds vergessen = P
      • Von undertaker-wb
        fragt lieber, warum george luca sein ganzes imperium verkauft hat 
      • Von Cloud-Strife
        I hate Disney...

        Da waren so geile Games dabei...

        Einfach nur ätzend...
        Weshalb kauft man eine Marke. mit der man gar nichts anfangen kann?!
        Die neuen SW Filme werden gay shit!

        Würde mich nicht wundern wenn das irgendso ein Zac Efron Musical mit rosa Lichtschwertern wird!
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LucasArts: Ende eines Traditionsentwicklers - Rückblick auf 30 Jahre Kult-Spiele
1982 nahm eine Geschichte ihren Anfang, die gestern ein jähes Ende fand. Disney hat das Ende von LucasArts als Entwicklerstudio bekannt gegeben. Wir werfen daher in diesem Artikel noch einmal einen Blick zurück auf die bewegte Geschichte des Traditions-Entwicklers und zeigen euch in unserer Bildergalerie eine Abriss aus der Spiele-Geschichte von LucasArts.
http://www.gamesaktuell.de/LucasArts-Firma-15559/News/LucasArts-Ende-eines-Traditionsentwicklers-Rueckblick-auf-30-Jahre-Kult-Spiele-1063549/
04.04.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/04/lucas_arts_rip.jpg
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