Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Lost Planet: Extreme Condition

    Kalter Genre-Kaffee oder heißes Shooter-Eisen? Capcom läutet mit seinem neuesten Werk die digitale Eiszeit ein -- und wir bibbern gerne mit!

    Die Grafikeffekte gehören zwar zur absoluten Spitzenklasse, aber oftmals leidet die Übersicht unter dem Grafikgewitter. (Xbox360) Die Grafikeffekte gehören zwar zur absoluten Spitzenklasse, aber oftmals leidet die Übersicht unter dem Grafikgewitter. (Xbox360) Im Kühlschrank der Games-Aktuell-Redaktion gammeln zahlreiche Pizzen vor sich hin. Unser altertümliches Gefrierfach hat einfach zu wenig Power. Ach, befände sich unser Verlag doch nur auf dem titelgebenden Himmelskörper von "Lost Planet"! In dieser digitalen Eiswelt ist es nämlich immer bitterkalt -- unsere Teigfladen wären ewig haltbar.

    Doch nicht nur beim Schockfrosten von Speisen, sondern auch in Sachen Spielspaß entfaltet das Szenario eine nachhaltige Wirkung: Weltraum statt Weltkrieg, Insekten statt Nazis, Schneewüsten statt Schlachtfelder -- cooler geht's kaum.

    Wayne kümmert's?

    Abhandlung: Meistens dienen die Zwischensequenzen nur dazu, endlose Dialoge abzuspulen -- schick sieht das Ganze aber trotzdem aus. (Xbox360) Abhandlung: Meistens dienen die Zwischensequenzen nur dazu, endlose Dialoge abzuspulen -- schick sieht das Ganze aber trotzdem aus. (Xbox360) Geradezu ranzig wirkt dagegen die eingebettete Handlung: Die Mär vom durchgeknallten Wissenschaftler, dessen fataler Erfindung und den damit verbundenen Allmachtsplänen haben wir schon viel zu oft gehört, spannend war sie nur selten. Da hilft es auch wenig, dass der Held des Spiels Wayne heißt und einem koreanischen Schauspieler namens Lee Byung Hun nachempfunden ist. Den kennt hier zu Lande sowieso keiner.

    Die Inszenierung des Spiel gewordenen Groschenromans überzeugt aber auf der ganzen Linie. Besonders auf HD-Glotzen sehen die 3D-Mimen fast schon fotorealistisch aus und auch die englische Sprachausgabe (deutsch sind nur die Untertitel) kann sich hören lassen.

    Am Ende jeder Mission wartet ein Zwischenboss. Nicht nur Monster, sondern auch Mechs wollen bezwungen werden. (Xbox360) Am Ende jeder Mission wartet ein Zwischenboss. Nicht nur Monster, sondern auch Mechs wollen bezwungen werden. (Xbox360) Im Spiel selbst werden Sie ebenfalls mit audiovisueller Feinkost beliefert. Besonders die Akriden getauften Alien-Monster sehen blendend aus. Nein, nicht im Sinne von "schön wie Heidi Klum", sondern im Sinne von "schrecklich schön, schön schrecklich". Der Kader des Grauens erinnert an die Fieslinge aus dem Film "Starship Troopers" und ist schlichtweg brillant animiert. Wenn der erste Riesen-Mehrbeiner aus dem Eis bricht, rutscht einem unweigerlich das Herz in die Hose -- und dieser eindringliche Effekt stellt sich auch später immer wieder ein.

    Fast schon bizarr: Obwohl in "Lost Planet" ewige Kälte herrscht, sind es ausgerechnet die heißen Momente, die neue Maßstäbe setzen. Fliegt nämlich gerade irgendwas in die Luft (und das geschieht eigentlich andauernd), verschlägt einem die zugehörige Explosion inklusive plastischer Rauchschwaden fast die Sprache. So anmutig kann Zerstörung sein!

    Wie bitte, Sie wollen endlich was über die Spielelemente lesen? Nur keine Hektik, dieser Test ist immerhin drei Seiten lang und die Inszenierung die größte Stärke des Titels. Aber okay, Ihr Wunsch ist uns Befehl: Sie blicken dem erwaynten Wayne über die Schulter, steuern ihn mit dem linken Stick und zielen mit dem rechten auf anrückende Feinde. Geballert wird, wie im Genre üblich, mittels wildem Schultertastengedrücke. Schon bald wird Ihr rechter Zeigefinger ausgesprochen muskulös sein, denn die Atmosphäre in "Lost Planet" ist bleihaltiger als eine Autobatterie. Schneepiraten und Krabbelviecher verstehen schließlich nur eine Sprache: die Ihrer Wummen! Nur gut, dass überall in den Levels Schießprügel herumliegen. Von der Standard-MG über Schrotflinten und Laserwummen bis hin zu dicken Raketenwerfern reicht das martialische Knarrenarsenal.

    Söldner aus stahl

    Die spärlich verteilten Wärmebojen zeigen Ihnen an, wo Sie hinlatschen müssen. (Xbox360) Die spärlich verteilten Wärmebojen zeigen Ihnen an, wo Sie hinlatschen müssen. (Xbox360) Doch damit nicht genug. Durch einen cleveren Kniff schrauben die Entwickler das Offensivpotenzial Ihres Helden noch weiter nach oben: Er latscht nicht nur zu Fuß durch die weiße Hölle, sondern nimmt auch im Cockpit von Riesenrobotern Platz. Diese stählernen Ungetüme stehen meist verwaist in der Gegend herum und warten auf einen fähigen Piloten. Wobei "fähig" eigentlich übertrieben ist, denn die Steuerung der Kampfkolosse funktioniert genauso kinderleicht wie die Kontrolle des Helden zu Fuß -- nur eben mit zehnfacher Feuerkraft. Und dieses Plus an Bewaffnung kann Ihr Recke definitiv brauchen, bitten doch diverse Bossmonster zum Duell. Deren Schwachstellen sind meist schnell entdeckt. Suchen Sie einfach nach rot glühenden Stellen an den Körpern der Biester. Dort speichert das Ungeziefer nämlich die überlebenswichtige Thermalenergie. Sie erinnern sich: Auf dem Planeten herrschen Minusgrade, bei denen selbst Reinhold Messner frieren würde. Ergo benötigen sämtliche Lebewesen, die sich hier tummeln, Wärme, wollen sie nicht als Eiswürfel enden. So wird die Wärme zu einem Dreh- und Angelpunkt des Spiels: Erledigte Widersacher hinterlassen rot glühende Klumpen, mit denen Wayne seinen ständig sinkenden Temperaturspeicher auffrischen kann -- und auffrischen muss! Die pazifistische Alternative: An bestimmten Stellen stehen Bojen, die nach Aktivierung Hitze abgeben und zudem die Richtung des Levelziels anzeigen.

    Plastisch, wuchtig, gut -- in Sachen Explosionen und Raucheffekte macht den Capcom-Programmierern keiner was vor. (Xbox360) Plastisch, wuchtig, gut -- in Sachen Explosionen und Raucheffekte macht den Capcom-Programmierern keiner was vor. (Xbox360) Doch auch ohne Wegweiser müssen Sie kein Pfadfinder sein, um Ihren Bestimmungsort zu erreichen: Die insgesamt elf Missionen schlängeln sich wie ein Schlauch durch die Landschaft. Weite wird zwar geschickt vorgegaukelt, wirkliche Bewegungsfreiheit genießen Sie aber nicht. Einzig der Enterhaken Ihres Helden sorgt für eine gewisse Unabhängigkeit von den vorgegebenen Pfaden: Auf Knopfdruck schießt Ihr Winterwundermann eine Art Harpune ab, mit deren Hilfe er sodann an Wänden hochschnellt oder sich über Abgründe schwingt -- Tarzan wäre stolz auf den guten Wayne!

    Mehr Spieler, Mehr Spass

    In den Mehrspielergefechten geht’s trotz der kühlen Umgebung heiß her -- Überlebenstipp: Steigen Sie in einen Mech! (Xbox360) In den Mehrspielergefechten geht’s trotz der kühlen Umgebung heiß her -- Überlebenstipp: Steigen Sie in einen Mech! (Xbox360) All diese spielerischen Zutaten haben die Entwickler auch in den Multiplayer-Bereich eingebaut und ihn so zu einem einzigartigen Vergnügen gemacht. Allerdings funktioniert der Ringelpiez mit Abballern nur via Xbox Live. Netzwerk- oder gar Splitscreen-Gefechte gibt's leider nicht. Maximal 16 Teilnehmer treten über Microsofts Internetservice gegeneinander an. Dabei stehen vier Spielvarianten zur Auswahl: Elimination und Team-Elimination orientieren sich am üblichen Deathmatch, Post Grab ist eine Capture-the-Flag-Abart, und bei Fugitive muss sich ein Zocker als Einzelkämpfer durchschlagen.

    Zum Schluss noch ein Tipp: Wer sich selbst ein Bild von der Qualität des Spiels machen will, sollte die kostenlosen Einzel- und Mehrspieler-Demos von "Lost Planet" auf dem 360-Marktplatz anchecken!

    Lost Planet: Extreme Condition (X360)

    Spielspaß
    8,5 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sagenhaft schöne Effekte
    Unverbrauchtes Szenario
    Tolle MehrspielerGefechte
    Teils arg chaotisch
    Beschränkte GegnerKI
    Wenig Abwechslung
    Fazit
    It's cool, Man! Capcoms Schnee-Shooter gehört vielleicht nicht zu den ganz Großen seiner Zunft, Spaß macht die Alien-Hatz aber trotzdem!
  • Lost Planet: Extreme Condition
    Lost Planet: Extreme Condition
    Release
    12.01.2007

    Aktuelles zu Lost Planet: Extreme Condition

    Test PC PS3 X360 Review: Lost Planet (PC) 0

    Review: Lost Planet (PC)

    Test PC PS3 X360 Review: Lost Planet 0

    Review: Lost Planet

    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von the Blizzard
    Des Game hätte viel mehr % verdient! 85-90% auf jeden Fall!
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von the Blizzard
        Des Game hätte viel mehr % verdient! 85-90% auf jeden Fall!
    • Aktuelle Lost Planet: Extreme Condition Forum-Diskussionen

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
722632
Lost Planet: Extreme Condition
Lost Planet: Extreme Condition
Kalter Genre-Kaffee oder heißes Shooter-Eisen? Capcom läutet mit seinem neuesten Werk die digitale Eiszeit ein -- und wir bibbern gerne mit!
http://www.gamesaktuell.de/Lost-Planet-Extreme-Condition-Spiel-12685/Tests/Lost-Planet-Extreme-Condition-722632/
19.02.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/01/t_lostplanet_03.jpg
tests