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  • Lords of the Fallen: Düsteres Action-RPG mit knackigen Kämpfen - neue Eindrücke vom exklusiven Studiobesuch

    Düsterer Held, knackige Kämpfe, aufwendige Next-Gen-Grafik: Mit Lords of the Fallen schlägt der deutsche Adventure-Spezialist Deck 13 neue Wege ein. Bei einem Studiobesuch konnten wir uns das moderne Action-Rollenspiel ausgiebig anschauen und mit den Entwicklern plaudern. Unsere Eindrücke lest ihr in der exklusiven Vorschau.

    Lords of the Fallen in der Vorschau. Das Frankfurter Studio Deck 13 (Jack Keane, Venetica) hat derzeit ein heißes Eisen im Feuer: Lords of the Fallen, ein Action-RPG, das auf der E3 diesen Sommer viel Beachtung fand. Das Spiel wird allerdings nicht allein von Deck 13, sondern gemeinsam mit dem polnischen Studio CI Games entwickelt. Dort arbeitet mittlerweile auch Tomasz Gop, der vor zwei Jahren noch bei CD Projekt für die The Witcher-Spiele zuständig war. Bei unserem Studiobesuch in Frankfurt hatten wir die Chance, sowohl mit Deck 13 als auch mit Gop über das Projekt zu plaudern und eine frische Demo anzuschauen.

    Als Gott den Weg alles Irdischen ging

    Für Lords of the Fallen haben die Autoren eine Fantasy-Welt mit reichhaltigem Hintergrund entworfen. Lange vor den Ereignissen des Spiels tobte ein epischer Konflikt: Die Menschheit lehnte sich damals gegen ihren Gott auf und brachte ihn zu Fall. 8.000 Jahre sind seither verstrichen und der Triumph der Menschen geriet in Vergessenheit – bis plötzlich die Armeen des toten Gottes zurückkehren. Hier setzt Lords of the Fallen ein.

    Das Spiel legt ohne Charaktererstellung los. Stattdessen wählt man nur flott eine von drei Startklassen und schlüpft dann direkt in die Haut des festgelegten Helden Harkyn. Der bärtige Hüne ist kein unerfahrener Bauernlümmel, sondern ein erprobter, grimmiger Kämpfer, für den die Autoren eine umfassende Story voller Überraschungen geschrieben haben. Mehr wird dazu aber nicht verraten!

    Rückkehr der Rhogar

    Harkyns Abenteuer beginnt in einem verschneiten, abgelegenen Bergkloster. Der Held und sein Mentor, ein Priester, wurden dorthin geschickt, um zu klären, warum der Kontakt zur Abtei abgebrochen ist. Die beiden stapfen durch die Eingangspforte, Schnee und Nebel wehen ins finstere Gewölbe. Von den Bewohnern fehlt jede Spur. Harkyn schreitet die ersten Stufen hinauf, kommt aber nicht weit, denn sofort stellt sich ihm der erste Gegner in den Weg: Ein Rhogar, ein Krieger aus der Armee des gefallenen Gottes. Tomasz Gop bedient das Gamepad, während er uns das wichtigste Feature des Spiels erklärt: das Kampfsystem.

    Kämpfe als zentrales Spielelement

    "Wir machen kein Hack & Slay. Wenn du einfach losrennst und wild draufhaust, sieht das etwa so aus." Tomasz lässt Harkyn auf den Gegner zustürmen und ein paar Hiebe austeilen. Das richtet zwar ein wenig Schaden an, doch im Gegenzug kassiert Harkyn einen brutalen Treffer, der seinen Lebensbalken dramatisch schmelzen lässt. Wenig später ist das Gefecht vorbei – und Harkyn liegt tot am Boden. "Ist doch nicht schlecht, wenn man erst mal draufgeht, sobald man einen neuen Gegner trifft", findet Tomasz, startet den Kampf erneut und erklärt weiter: "Wir wollen dich aber natürlich nicht bestrafen oder frustrieren. Darum sind die Checkpoints gleich in der Nähe, falls du mal ins Gras beißt." Immer wieder betont Gop, wie wichtig und befriedigend es sein soll, sich in die Spielmechanik von Lords of the Fallen reinzufuchsen. Man muss die Kampfabläufe lernen, die Bewegungen und Attacken des Feindes studieren, sich eine Taktik zurechtlegen. Erst dann hat Harkyn eine Chance – beispielsweise weicht er den Hieben des Gegners dann mit Seitwärtsrollen aus, wartet den richtigen Moment ab, schlägt in geschmeidigen Kombo-Attacken zu. Nach ein paar Minuten – gegen den ersten Gegner, wohlgemerkt! – ist dieser Einstiegskampf gewonnen.

    Für Lords of the Fallen entwickelte Deck 13 eine brandneue Next-Gen-Engine. Das Ergebnis: Aufwendige Beleuchtung, feine Texturen, tolle Partikeleffekte und flüssige Animationen. Für Lords of the Fallen entwickelte Deck 13 eine brandneue Next-Gen-Engine. Das Ergebnis: Aufwendige Beleuchtung, feine Texturen, tolle Partikeleffekte und flüssige Animationen. Quelle: Deck 13 / CI Games Aufwendige Next-Gen-Grafik

    Wir nutzen die Verschnaufpause, um uns die Grafik genauer anzuschauen. Jan Klose (Creative Director von Deck 13) berichtet stolz, dass die Technik von Grund auf neu entwickelt wurde. Mit ihrer selbst programmierten Fledge Engine, die für High-End-PCs sowie PS4 und Xbox One ausgelegt ist, zaubern die Frankfurter tolle Bilder auf den Monitor: Scharfe Texturen, stimmungsvolle Beleuchtung, aufwendige Physikeffekte und Stoffsimulation. Auch feine Partikeleffekte wie umherwirbelnder Schnee oder Funken und die flüssigen Kampfbewegungen hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Abseits der Technik überzeugt aber auch das stimmige Design: Gegner, Umgebungen, Waffen und Kostüme, alles wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet – die Screenshots spiegeln die tatsächliche Qualität gut wieder.

    Fordernde Bosse

    Harkyn erkundet das Kloster weiter, betritt den nächsten Raum. Extra für diese Präsentation haben die Entwickler hier einen Mini-Boss platziert. Dieser gewaltige, dämonische Ritter setzt Harkyn heftig mit verschiedenen Hieb- und Stichattacken zu, wirkt anfangs aber noch ziemlich berechenbar. Erst nachdem er ein Viertel seiner Lebenspunkte verloren hat, startet die nächste Kampfphase – das Schwert des Rhogars beginnt dann zu glühen und verschießt magische Geschosse, passend dazu wird die Musik dramatischer, das Tempo steigt. Gegen Ende rast der Boss mit einer fabelhaft animierten Wirbelattacke durch den Raum – selbst Gop hat hier alle Mühe, den Angriffen des Gegners auszuweichen und im richtigen Augenblick zuzuschlagen. Das ist es, was die Entwickler erreichen wollen: Lords of the Fallen soll ein Spiel sein, in das man Zeit investieren muss, um alle Mechaniken und Feinheiten zu lernen. Nicht kompliziert, aber komplex, nicht frustrierend, aber fordernd – so lautet der Plan.

    Klassen mit Talentvielfalt Lords of the Fallen markiert einen großen Schritt für Deck 13. Das bislang eher auf Adventures spezialisierte Studio feilt an einem grafisch aufwendigen, düsteren Action-Rollenspiel. Lords of the Fallen markiert einen großen Schritt für Deck 13. Das bislang eher auf Adventures spezialisierte Studio feilt an einem grafisch aufwendigen, düsteren Action-Rollenspiel. Quelle: Deck 13 / CI Games

    Es gibt drei Grundklassen in Lords of the Fallen: Krieger, Schurke und Kleriker. Man wählt allerdings nur zu Beginn eine Einstiegsklasse, denn später kann sich der Spieler ohnehin frei in allen drei Bereichen entfalten. Deck 13 koppelt die Klasse dazu einfach an die verwendete Hauptwaffe: Wer beispielsweise ein Breitschwert trägt, der kämpft im Krieger-Stil. Ein ausgerüsteter Streitkolben hingegen wandelt Harkyn zum Kleriker. Das sind natürlich nur zwei simple Beispiele, im fertigen Spiel soll es sehr viele Waffen geben, außerdem verschiedenste Rüstungsteile und Spezialwaffen. Jede Klasse wird über Talentbäume entwickelt, in denen man Stufe für Stufe neue taktische und magische Fähigkeiten freischaltet. Ein Krieger blockt etwa Angriffe mit dem Schild ab, während der flinkere Schurke lieber Ausweichrollen hinlegt. Kleriker hingegen erzeugen ein magisches Abbild von sich selbst, das den Gegner beschäftigt, während Harkyn schwere Treffer mit seinem Streithammer anbringt. Eine üppige Auswahl an aktiven und passiven Talenten, die sich alle in mehreren Stufen steigern und kombinieren lassen, plus jede Menge Waffen und Ausrüstung – damit soll der Spieler viel Raum zum Experimentieren haben, um seinen eigenen Spielstil zu finden. Distanzwaffen wie Bögen oder Armbrüste könnten übrigens auch noch ihren Weg ins Spiel finden, allerdings nicht als Hauptwaffe, sondern nur als kleines Extra – die Entwickler wollen den Fokus nämlich klar auf dem Nahkampf halten.

    Entdecker bekommen viel geboten Die actionreichen Kämpfe sind das zentrale Spielelement von Lords of the Fallen. Dank vieler Secrets und Story-Geheimnisse sollen aber auch Entdeckernaturen voll auf ihre Kosten kommen. Die actionreichen Kämpfe sind das zentrale Spielelement von Lords of the Fallen. Dank vieler Secrets und Story-Geheimnisse sollen aber auch Entdeckernaturen voll auf ihre Kosten kommen. Quelle: Deck 13 / CI Games

    Nachdem der erste Mini-Boss erledigt ist, lenkt Gop den Helden weiter durch das Kloster. Dabei fällt uns eine leuchtende Scherbe in einer Levelnische auf. "Ein Secret", erklärt Jan Klose, "davon wird's im fertigen Spiel jede Menge geben. Falls du der Typ Erkundungsspieler bist, kannst du wirklich viel in Lords of the Fallen entdecken." Bedeutet: Abseits der Kämpfe darf und soll der Spieler ausgiebig die Levels erkunden, weitere Story-Hinweise sammeln und nach Geheimnissen suchen. Dazu wird man immer wieder in alte Bereiche zurückkehren können, um verpasste Secrets einzusacken. Um die leuchtende Scherbe – eine sogenannte Shard of Heroes – zu bekommen, muss Harkyn erst einen Schlüssel finden, dann über einen Abgrund springen und einen Geheimgang hinter einem Vorhang freilegen, bevor er das Item endlich in den Händen hält. Damit ist es aber noch nicht getan: Die Scherbe muss nun zu einer Statue irgendwo im Kloster gebracht werden, Hinweise dazu findet man in der umfassenden Beschreibung des Gegenstandes. Erst bei der Statue ist Harkyn dann in der Lage, die Scherbe in eine Fassung einzusetzen und als Belohnung dafür eine einzigartige Waffe zu erhalten.

    Trotz der großen Bewegungsfreiheit ist Lords of the Fallen kein Open-World-Spiel, sondern klassisch in Levels unterteilt. Weitläufigere Außengebiete in der Wildnis werden ebenfalls die Ausnahme bleiben, der Großteil des Spiels findet in verschiedensten Gebäuden statt. Gop redet nicht um den heißen Brei herum: "Wir wollen den Leuten einfach nicht zu viel versprechen, sondern sagen offen und ehrlich, wie unser Spiel aussehen wird. Dann gibt's auch keine falschen Erwartungen." Deck 13 betont aber, dass alle Levels vielschichtig aufgebaut sind und voller Seitenpfade, alternativer Routen und Geheimnisse stecken. "Auf der E3 hatten wir keine Zeit, die ganzen Erkundungselemente vorzustellen – darum bin ich froh, dass wir das heute nachholen können", sagt Gop.

    Es gibt keine freie Charaktererschaffung in Lords of the Fallen. Dafür spendieren die Entwickler ihrem Helden Harkyn eine umfassende, düstere Hintergrundgeschichte. Es gibt keine freie Charaktererschaffung in Lords of the Fallen. Dafür spendieren die Entwickler ihrem Helden Harkyn eine umfassende, düstere Hintergrundgeschichte. Quelle: Deck 13 / CI Games

    Mehr Action als Rollenspiel

    Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf dem Kampf, doch Lords of the Fallen ist auch ein Rollenspiel. Neben dem genretypischen Aufleveln, den Items und den Talentbäumen wird es also auch Dialoge und Quests mit Entscheidungen geben. "Wir betonen, dass wir hier ein Action-RPG machen und kein klassisches Rollenspiel. Wir haben zwar Dialoge, NPCs und Quests, eine verzweigte Geschichte, nichtlineare Nebenaufgaben und sogar mehrere Endsequenzen. Aber ich will niemandem etwas versprechen, was wir am Schluss nicht halten können. Wir haben zwar all diese Elemente, aber sie werden gegenüber den Kämpfen nicht im Vordergrund stehen." Im Vergleich zu Deck 13s Venetica wird man weniger NPCs antreffen, doch dafür sollen die Figuren deutlich vielschichtiger und interessanter sein. Cutscenes und Dialoge gibt es natürlich auch, allerdings wohl dosiert: "Die Geschichte kommt nicht zu dir, du gehst zur Geschichte", erklärt Jan Klose. "Wir glauben fest an eine gute Story mit einem interessanten Fundament. Aber das heißt nicht, dass sie deshalb ständig im Vordergrund stehen muss. Lords of the Fallen ist kein handlungsgetriebenes Spiel, es ist von Kämpfen und Erkundung getrieben. Die Kämpfe sind der Kern des Spiels und die müssen einfach so cool wie möglich sein." Ein Anspruch, dem das Spiel schon jetzt gerecht zu werden scheint.

    INFO: Ein Spiel, zwei Entwickler - wer macht was bei Lords of the Fallen? Zu Besuch bei Deck 13. Tomasz Gop (links), Produzent bei City Interactive und Jan Klose (rechts), Creative Director bei Deck 13, spielen uns Lords of the Fallen an einem PC mit Gamepad vor. Zu Besuch bei Deck 13. Tomasz Gop (links), Produzent bei City Interactive und Jan Klose (rechts), Creative Director bei Deck 13, spielen uns Lords of the Fallen an einem PC mit Gamepad vor. Quelle: PC Games

    Lords of the Fallen entsteht seit knapp zwei Jahren in enger Zusammenarbeit zweier Teams: Deck 13 in Frankfurt am Main und CI Games in Warschau, Polen. "Es ist eine Gemeinschaftsproduktion. Wir haben 10 Leute in Warschau, die an Locations und so was arbeiten. Aber der Löwenanteil wird eindeutig von Deck 13 gestemmt, sie haben die ganze Produktion im Griff", erklärt Tomasz Gop. Der Produzent ist vor allem durch die The Witcher-Rollenspiele bekannt, an denen er mehrere Jahre gearbeitet hatte, bis er 2011 seinen Job bei CD Projekt aufgab. Kurz darauf stieß er bei CI Games zum Lords of the Fallen-Team hinzu. Jan Klose, Creative Director von Deck 13, ergänzt: "Wir haben hier bei Deck 13 etwa 45 Leute, die an dem Spiel arbeiten. Hinzu kommen mehrere Outsourcer, die uns Artworks und 3D-Modelle zuliefern."

    Gop zeigt sich im Gespräch sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: "Deck 13 ist spitze darin, Spiele mit starker Story und Tiefgang zu machen. Und CI Games fühlt sich bei Action-Games zu Hause. Also dachten wir uns: Ein Action-RPG? Klar, warum nicht!"

    Bis das Spiel fertig ist, dauert's allerdings noch ein wenig: Lords of the Fallen soll erst nächstes Jahr für moderne PCs, PS4 und Xbox One erscheinen.

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  • Lords of the Fallen
    Lords of the Fallen
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    28.10.2014

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Lords of the Fallen
Lords of the Fallen: Düsteres Action-RPG mit knackigen Kämpfen - neue Eindrücke vom exklusiven Studiobesuch
Düsterer Held, knackige Kämpfe, aufwendige Next-Gen-Grafik: Mit Lords of the Fallen schlägt der deutsche Adventure-Spezialist Deck 13 neue Wege ein. Bei einem Studiobesuch konnten wir uns das moderne Action-Rollenspiel ausgiebig anschauen und mit den Entwicklern plaudern. Unsere Eindrücke lest ihr in der exklusiven Vorschau.
http://www.gamesaktuell.de/Lords-of-the-Fallen-Spiel-12615/News/Lords-of-the-Fallen-Preview-1083957/
20.08.2013
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